E3 2019 - Bethesdas Show: Arkane, Doom und Shinji sind die Stars

Der Rest ist wohl solides Business.

Bethesda hatte nach dem etwas verunglückten Start von Fallout 76 ein schwieriges Jahr, um so spannender ist es, womit sie aufwarten können. Und: wird Arkane nach den mäßigen Verkäufen von Prey weiter Spiele machen?

Countdown und ... zum Glück ist mein Sound der Pressekonferenz wegen eines allzu übergriffigen Skype-Chats gerade aus. Die zuckrigen Testimonials von Entwicklern und Fans (?) hören zu müssen, wäre vermutlich noch schmerzhafter als nur mit den Untertiteln. So ein grausiges Blah, das hat doch sonst nur Ubisoft zu bieten.

Aber okay, derart gefühlige Anwandlungen braucht man wohl als größere Company heutzutage wohl hier und da, alle wieder auf Linie und wir starten mit - Pete Hines. Traut sich Todd "The Master" Howard noch nicht? Zeit für ein Spiel. Oder auch nicht. Todd kommt jetzt doch des Weges und ... denkt noch jemand, dass er David Hasselhoff immer ähnlicher wird? Egal, er hat Mut, das muss man ihm lassen. Mit Fallout 76 zu eröffnen, das hat was. EA ließ Anthem einfach unter den Tisch fallen. Dann gleich zu einem Mobile-Game weiterzuziehen, das nenne ich mal klassischen Spannungsaufbau. Nur nicht zu hoch ansetzen, dann können wir vielleicht mit einem Rage 2 DLC enden und die Leute freuen sich trotzdem. Immerhin, eine kleine News ist wohl, dass Elder Scrolls: Blades auch für die Switch kommt, dann im Herbst. Free to Play for the win.

Zurück zu Fallout 76 und Wastelanders, dem neuen Update, das dann eine weitere Selbstverständlichkeit zurückbringt: NPCs. Yay, jetzt ist es fast schon ein echtes MMO. Quests inklusive. Einen neuen Spielmodus mit einer Art von Trial und einen 52-Spieler Battle Royal Modus, der es etwas mixt, indem es mehr nach PvE als reinem PvP aussieht. Warum nicht, das Grundgerüst ist nicht verkehrt, da ist Potenzial. Im Herbst dann. Vielleicht solltet ihr darauf achten, wenn das Game mal wieder für ein Pfund rausgeramscht wird, das Spiel ist erst mal sowieso nicht so schlecht wie manche es machen und es tut sich wohl auch noch einiges.

Okay, Todd. Jetzt ein neues Spiel bitte. Shinji Mikami übernimmt und das heißt ... Evil Within 3 ...? Nein, Ghostwire Toyko! Und, ja, nach Blair Witch der zweite Horror, der mich anspricht. Das ist irgendwie creepy, auf eine seltsame, japanische, leicht übertriebene, aber doch stilvolle Art. Sich in Luft auflösende Menschen, Ninjas, unheimliches Zeugs in allen Formen. Das ist mir weit lieber als ein dritter Teil wovon auch immer. Das könnte wirklich was werden. Oder kompletter Nonsens. Erscheinungstermin steht noch in den Sternen.

Elder Scrolls: Online schlägt sich derzeit ziemlich gut und es gibt jetzt auch Drachen - Test zu Elsweyr läuft gerade noch, in Kürze mehr dazu. Wir erfreuen uns an einem wirklich ausgezeichneten Trailer, der einen besseren Drachenkampf zeigt als die meisten echten Fantasy-Filme. Aber was folgt den Drachen? Dragonhold und Scalebreaker sind die DLCs für das letzte Quartal, es geht also direkt weiter.

Danach folgt das unrühmliche Ende von Commander Keen. Charmebefreit holpert ein Pseudo-80s-Cartoon über den Screen, mit Figuren, die nicht mal lose an das erinnern, was sie wohl sein sollen. Zu allem Überfluss, es ist noch ein erbarmungswürdiges Mobile-Puzzle(?)-Game. Das hier ist die Schändung einer frühen PC-Ikone. Pfui.

Weiter zu erfreulicheren Dingen. Relativ zumindest. Sehr relativ. Das Elder Scrolls Kartenspiel - Elder Scrolls Legends - für Mobile läuft, ist okay, neue Karten kommen. Kann ich jetzt bitte Starfield sehen? Nein? Dann halt Rage 2 und neue Physik-Spielchen, Gefährte, Cheats für Blödsinn, Sachen, die zu dem Spiel passen. Nett, fein, schick, spiel' ich gern später mal wieder, kann ich jetzt, nach 45 endlosen Minuten, bitte Starfield oder wenigstens Doom sehen?

Okay, Wolfenstein VR ist auch okay. Schießbude, sicher, aber eine recht beeindruckende. Im Juli ist es dann soweit. Weiter zu Wolfstein: Youngblood und damit nach Frankreich, wo B.J. Blazkowicz verschollen scheint und seine beiden Töchter zeigen, dass sie sie gut bei Papi gelernt haben. Erstaunlich, dass die Nazis, sorry, das Regime immer noch Wachen findet, die sich freiwillig dieser Sippe in den Weg stellen. Also ja, wohlbekannt, coole Inszenierung, spielen wollen, sofort, ich bin nach Commander Keen fast wieder versöhnt. Und am 26. Juli geht es ja auch schon los.

Ein neues Arkane-Spiel? Okay, alles vergeben und vergessen, ich bin wieder an Bord. Worum geht es? Eine seltsame Insel, gefangen in einem seltsamen Loop, Superkräfte, zwei interessante Charaktere, die sich immer wieder umbringen, jeden Tag aufs neue. Passenderweise heißt das Ganze dann auch Deathloop. Es gibt nicht genug Zeitschleifenspiele, auch wenn es so aussieht, als würde sich das nach und nach ändern. Mal gucken, wann die das neue Metroidvania werden.

Da Streaming mittlerweile auch zum guten Ton gehört, spricht id Software nun noch von der neuen Orion-Technologie, die Spiele-Streaming um 20 Prozent pro Frame beschleunigen soll. dass jeder seinen eigenen Streaming-Service anbietet: Bethesda ist bekanntlicherweise auch bei Stadia mit an Bord. Und ja, je schneller Orian ist, desto besser, denn Doom braucht seine 60 FPS als Minimum. Und mit Doom 2016 scheint es auf der Bühne ja schon mal zu laufen.

Natürlich ist das auch der Moment, um endlich mit Doom 2, sorry, Eternal weiterzumachen und es ist das, was man sehen will. Hölle, Dämonen und Kettensägen. Bunter, glücklicher Overkill, absurdeste Brutalitys, es ist einfach das perfekte Spiel zum Dampfablassen und das seit über 20 Jahren, was sich wohl mit Eternal nicht ändern dürfte. Die Tour De Force durch einen Höllenarena schließt das ganze würdig ab. Der Multiplayer mit einem hochgepowerten Soldaten gegen zwei entfesselte Dämonen klingt nach einem interessanten Twist. Doom Eternal kann gerne sofort hier sein. Schade, dass es noch bin zum 22. November dauert. Aber Doom zu Weihnachten, da ist das Fest dann gleich doppelt so schön.

Noch ein paar Worte zur DoomCon und als Finale ... gibt es nichts. Okay, Gruppentherapie für Nerds, aber kein Starfield-Teaser, kein Elder Scrolls 6 Screenshot, Todd hat es wahrgemacht und zeigte lieber Commander Keen als Starfield zu erwähnen.

Das war jetzt nicht der ganz große Kracher. Sicher, es gab Highlights, echte sogar: Ghostwire sieht spannend aus. Arkane macht ein neues Spiel, immer eine gute Nachricht. Und sowohl Doom als auch Wolfenstein tun das, was sie am besten können, mit Bravour. Aber Commander Keen, da komme ich gar nicht drüber. Und sonst viel MMO-Updates, viel Mobile, der Rhythmus der mit fast 90 Minuten zu langen Show passte einfach nicht. Ein neuer Elder-Scrolls-Teaser kann doch nicht so kompliziert gewesen sein.

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Martin Woger

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