Kratos wäre fast aus dem jüngsten God of War gestrichen worden

Einige dachten, er habe seinen Zenit überschritten.

Mit dem jüngsten God of War ließ Kratos die griechische Mythologie hinter sich, aber die Entwickler hätten sich fast auch von Kratos selbst verabschiedet.

Auf der Gamelab-Konferenz in Barcelona sprach Game Director Cory Barlog unter anderem über dieses Thema.

"Zu Beginn der Gespräche sagten die Leute, dass wir Kratos loswerden müssen", erzählte er in einem Gespräch mit Stuart Whyte, Director of VR Product Development bei Sony London.

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Kratos hätte es fast nicht in den neuen Teil geschafft.

Kratos war ein Anti-Held in einer Zeit, in der Anti-Helden in Spielen selten waren. Barlog zufolge wurde er nicht designt, um gemocht zu werden. Und nach drei Spielen glaubten einige Leute aus dem Team, dass der Charakter seinen Zenit überschritten habe.

Sie schlugen einen brandneuen Charakter vor und argumentierten damit, dass die Mythologie wichtiger für die Marke sei als der Charakter. "Kratos ist nicht God of War, die griechische Mythologie ist God of War", merkt Barlog an. "Sie mochten den Charakter wirklich nicht und wollten einen neuen. Es brauchte eine Menge Überzeugungsarbeit, bevor sie es als eine gute Idee betrachteten."

Kratos' Sohn war der Grund dafür, dass er sich verändert. Und auch Atreus wäre fast aus dem Reboot gestrichen worden. "Das war anfangs keine beliebte Entscheidung [, Kratos einen Sohn zu geben]", sagt Barlog. Es gab Befürchtungen, dass das Spiel so zu einer langen Eskortmission wird. Als Gegenbeispiel dafür, wie es funktionierten kann, führte Barlog The Last of Us an.

Mitten in der Produktion hatten Animatoren und Programmierer Probleme mit Atreus. "An einem Punkt standen wir davor, Atreus komplett zu streichen, was hauptsächlich am Budget lag", erzählt er. Barlog verfasste als Backup einen Entwurf für ein God-of-War-Spiel ohne Atreus, das aber nie offiziell ans Management geschickt wurde.

Mit Atreus verpasste Barlog der Geschichte einen persönlichen Touch und brachte seine eigenen Erfahrungen mit ein, nachdem er Vater wurde. "Es brauchte ein paar Jahre, um das zu realisieren", sagt er. "Und als ich zurück zu Sony kam, dachte ich über die größte Sache nach, die in meinem Leben passiert ist. Und das war die Geburt meines Sohnes."

Und da er selbst etwas Persönliches ins Spiel einbrachte, ermöglichte dies auch anderen Mitarbeitern des Studios, das Gleiche zu tun.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

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Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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