Lioncast LX60 Gaming-Headset - Test: Gute Verarbeitung und guter Gaming-Sound

Teurer und wertiger als das Vorgänger-Headset.

Nachdem ich im März das LX55-Gaming-Headset von Lioncast in seinen beiden Varianten unter die Lupe nahm, hat das Unternehmen mittlerweile mit dem LX60 einen Nachfolger auf den Markt gebracht. Einer, der zirka 40 beziehungsweise 20 Euro mehr kostet als die beiden Vorgänger-Headsets. Die Frage, die sich dabei stellt: Ist diese Preiserhöhung gerechtfertigt?

Fakt ist, dass es Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Versionen gibt. Am Ende überwiegen hingegen die Unterschiede. Das Over-Ear-Headset hält hier ein fester Bügel aus Metall zusammen, während das angenehm gepolsterte Kopfband dafür sorgt, dass das LX60 angenehm auf eurem Schädel ruht. Von der Qualität her hinterlässt das Headset einen guten Eindruck, wirkt solide verbaut und macht keine Anzeichen, bei der geringsten zu starken Belastung in seine Einzelteile zu zerfallen.

Mit seinen knapp 335 Gramm ist es nicht zu schwer, wiegt ein wenig mehr als LSX55 USB und wenn ihr möchtet, steckt ihr das Mikrofon je nach Bedarf jederzeit an und ab. Nett: Ein LED-Licht am vorderen Teil des Mikrofons zeigt euch, ob der Kanal offen ist oder ob ihr stummgeschaltet seid. Statt der 53mm-Treiber im LX55 setzt der große Bruder auf 60-mm-High-Performance-Neodym-Treiber, die für einen besseren Sound sorgen - was bei dem höheren Preis zu erwarten ist. Diese decken einen Frequenzbereich von 20Hz bis 20kHz ab.

Lioncast_LX60_Gesamtpaket
Ihr könnt das Headset via USB und Klinkenstecker anschließen. (Lioncast LX60 Gaming-Headset - Test)

Dabei kommt zusätzlich eine USB-Soundkarte bei der Verwendung zum Einsatz, das Headset unterstützt Stereo- und 7.1-Surround-Sound. Im Vergleich mit dem LX55 hinterlässt dabei vor allem der Bass einen besseren Eindruck, wenngleich ein wenig Dynamik verloren geht. Seiner Bezeichnung als Gaming-Headset wird das LX60 auf jeden Fall gerecht. Mithilfe des 7.1-Surround-Sounds ortet ihr zum Beispiel Gegner und andere Geräusche in Spielen zuverlässig und der starke Bass sorgt für ordentlich Wumms, ohne dass die feineren Details in Vergessenheit geraten.

Bei der Musikwiedergabe gibt es - abhängig vom Genre - leichte Abstriche. Das bekräftigt zum einen den Gaming-Fokus des LX60, zum anderen ist es schade, dass das LX55 hier zum Teil bessere Ergebnisse erzielt. In manchen Fällen, vor allem bei schnellen Stücken, fallen dezente Unsauberkeiten auf. Es mangelt dem Ton an Volumen, die Höhen kommen nicht so gut zur Geltung. Legt ihr primär wert auf den Gaming-Aspekt, trefft ihr beim LX60 gegenüber dem LX55 jedoch die bessere Wahl.

Das gilt nicht allein für den Sound, es betrifft ebenso die Qualität des Mikrofons. Es nimmt eure Stimme gut auf und gibt sie gut wieder. Es gibt ohne Frage bessere Mikrofone auf dem Markt, in dieser Preiskategorie ist das aber nichts, worüber es sich zu meckern lohnt. Das Mikrofon leistet gute Dienste und überträgt eure Stimme klarer als beim LX55. Ihr seid gut verständlich und das ist es, was am Ende zählt.

Lioncast_LX60_Vorderansicht
Von vorne und mit Mikrofon. (Lioncast LX60 Gaming-Headset - Test)

Kommen wir noch einmal auf die Verarbeitung zurück. Neben dem Kopfbügel sind obendrein die Ohrmuscheln aus Metall gestaltet, die restlichen Kunststoffoberflächen hat Lioncast mit einer matten Beschichtung versehen. Ohrpolster und das Kopfband sind mit Kunstleder überzogen. Qualitativ überzeugt das für diesen Preis, wenngleich die USB-Soundkarte, die am Kopfhörer hängt und zugleich zum Stummschalten, zur Lautstärkereglung und für den 7.1-Surround-Sound dient, dagegen abfällt. Zum einen nervt es ein wenig, dass sie ständig vor der Brust baumelt, zum anderen wirkt das verwendete Plastik hier weniger hochwertig. Vergleicht es mit der Qualität der restlichen Verbauung und es wirkt ein wenig wie ein Fremdkörper.

Ihr habt beim LX60 insgesamt zwei Verbindungsmöglichkeiten über die USB-Soundkarte. Zum einen via USB und zum anderen über einen 3,5mm-Klinkenstecker. Das USB-Kabel fällt hier deutlich länger aus, dem Klinkenkabel hätte mehr Länge nicht geschadet, je nach Situation ist es zu kurz. Die zwei Anschlussoptionen bedeuten, dass ihr das Headset an verschiedenen Geräten betreiben könnt. Neben PC und Mac sind das die aktuellen Konsolen (PS4, Switch, Xbox One) sowie Smartphones und Tablets. Dahingehend ist das LX60 ein Allrounder.

Lioncast_LX60_Seitenansicht
Und hier in der Seitenansicht. (Lioncast LX60 Gaming-Headset - Test)

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Am Ende überzeugt das Lioncast LX60 in dieser Preiskategorie mit seinem 7.1-Surround-Sound vor allem in dem Einsatzbereich, für den es gedacht ist: Gaming. Bei Filmen und Serien macht es sich ebenso gut, bei Musik gibt es indes Abstriche. Hinzu kommen eine - mit Ausnahme der USB-Soundkarte - gute Verarbeitung des Headsets und ein auch nach längerer Zeit angenehmer Tragekomfort. Wer keine 200 Euro oder mehr für ein Premium-Headset ausgeben möchte, die dann eine erwartungsgemäß höhere Qualität bieten, ist beim LX60 gut aufgehoben.

Entwickler/Vertrieb: Lioncast - Preis: ca. 100 Euro - Erscheint am: erhältlich

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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