Die PlayStation-Plus-Spiele im September 2019: Kommt auf die dunkle Seite!

Darksiders 3 und Batman: Arkham Knight - zwei gute Griffe (wenn auch in dieselbe Kiste)!

An dieser Stelle die freundliche Erinnerung daran, sich doch bitte bis heute Nachmittag die WipEout Omega Collection und das exzellente Sniper Elite 4 zu sichern, bevor das Angebot des letzten Monats verstreicht und die neuen Titel nachrücken! Gerade Rebellions erstaunlich tiefschürfender Scharfschützentitel ist ein echtes Kleinod - und wenn ihr die Omega Collection fleißig spielt, bekommen wir vielleicht auch irgendwann mal das WipEout 2097-Remake, das wir längst verdient gehabt hätten.

Was diesen Monat angeht, wirkt die Auswahl hochkarätig, aber ein wenig homogen: Zwei großformatige, kampfbetonte Action-Adventures mit mehr oder weniger offenen Welten auf einmal stellen eine gute Chance dar, dass einer oder gleich beide direkt auf den Pile of shame wandern, falls sie da nicht schon sind. So oder so: Gut sind beide, auch wenn ich mich mit Klassikern wie Arkham Knight im PS Plus ein wenig schwer tue: Wer dieses Spiel noch nicht hat, war aller Wahrscheinlichkeit nach 2015 schon nicht daran interessiert und ich bin nicht sicher, ob das heute anders ist. Tut der Qualität des Titels keinen Abbruch und ihn in der Sammlung zu haben, ist sicher nicht verkehrt.

Batman: Arkham Knight

Es war irgendwann ein bisschen viel, mit all diesen gut gemachten, endlos langen und mit Freischaltbarem vollgestopften Batman-Spielen, oder? Vier Titel in weniger als sechs Jahren boten zwar graduelle Verfeinerungen und neue, aber nicht immer durchweg beliebte Features. Aber den zentralen Loop der Batmännerei kannte man doch spätestens in Arkham Origins ein bisschen zu gut, als dass man sich noch mit demselben Enthusiasmus in diese Abenteuer geworfen hätte, als es noch in Asylum und City der Fall war. Vor diesem Hintergrund sind vier Jahre Abstand zu diesem vorerst letzten Teil der Reihe tatsächlich ein Segen.

Ich habe diese Woche noch mal reingeschaut in Arkham Knight und tatsächlich wirkt das alles 2019 sehr viel frischer als im Sommer vor vier Jahren. Fast kommt es einem vor, als wäre das hier der naturgemäße Abstand, den man zu einem Abenteuer dieser Finsternis und dieses Umfangs einnehmen sollte, damit das Gesetz des sinkenden Unterhaltungsertrags nicht einsetzt. Ich weiß Knight heute deutlich mehr zu schätzen als damals, vor allem im Hinblick darauf, was es sich im Rahmen der Erzählung traut und mit welcher Fingerfertigkeit sie mal wieder in den Spielablauf integriert wird. Das ist bis heute beispiellos singulär geblieben und weckt eine Menge Vorfreude auf das, was Rocksteady aktuell auch immer in der Mache hat.

Wer das Spiel damals auf die lange Bank geschoben hat, tut jetzt gut daran, es nachzuholen. Macht nur nicht den Fehler, die komplette Karte von all dem mehr oder weniger nutzlosen Nebenkram säubern zu wollen. Dann verbringt ihr hier eine gute Zeit.

Darksiders 3

Das Spiel, mit dem man vor ein paar Jahren noch nie gerechnet hätte, bevor es THQ Nordic gab, die sich auf die Fahne geschrieben haben, all den unterschätzten, aber von Eingeweihten heiß geliebten Double-A-Spielen von damals ein zweites Leben zu verleihen.

Für Darksiders 3 standen die Vorzeichen gut: Mit Chronos- und Remnant-From-the-Ashes-Entwickler Gunfire Games saß ein guter Teil des ehemaligen Darksiders-Kernteams an der Fortsetzung. Und obwohl der letzten Herbst eindeutig das schwächste Kapitel der Trilogie markierte, darf man die Marke an sich als gerettet ansehen: Mit Genesis entsteht gerade ein Diablo-artiges Spin-off bei Serienerfinder Joe Madureira und seinem Airship Syndicate und nachdem THQ Nordic Darksiders 3 schon im Februar offiziell als profitabel einstufte, dürfte auch einer weiteren vollumfänglichen Fortsetzung nichts im Wege stehen.

Bis dahin ist Darksiders 3 einer dieser typischen "Kann man ruhig mal reingucken"-Titel, bei denen man sich hier und da über extrem clevere Ideen freut. Fury ist eine coole Protagonistin, die gekonnt andere Akzente setzt als War und Death und der Einsatz ihrer Fähigkeiten in bisweilen sehr gelungenen Dungeons macht der Serie die meiste Zeit (aber auch nicht immer) alle Ehre. Obwohl das Endprodukt nicht vollends rund geworden ist, ist man am Ende froh, dabeigewesen zu sein. In diesem Universum steckt noch Leben, mehr war nicht zu beweisen. Das ist gelungen. So kann es weitergehen.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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