Gleiches Recht für alle: Blizzard sperrt endlich ein US-Hearthstone-Team wegen Hong-Kong-Protest

"Ich weiß es zu schätzen, dass alle Spieler gleich behandelt werden."

Als Blizzard in der letzten Woche den Hearthstone-Profi Blitzchung wegen seiner Äußerungen zu den Protesten in Hong Kong sperrte, brachte auch ein Team der American University während eines Streams seine Unterstützung dafür zum Ausdruck.

In dem Fall unternahm Blizzard bis jetzt nichts, nach weiterer Kritik aus der Community hat das Unternehmen nun aber reagiert und auch dieses Team gesperrt.

Auf Reddit hatte das Team der American University Blizzards Vorgehen kritisiert, weil man Blitzchung sperrte und sie nicht.

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Blizzard hat jetzt auch das Hearthstone-Team der American University gesperrt.

"Es zeigt Blizzards Scheinheiligkeit und die unterschiedliche Behandlung einzelner Regionen", schreibt einer der Spieler. "Sie schrecken davor zurück, die freie Meinungsäußerung zu unterdrücken, wenn es in Amerika in einem englischsprachigen Stream basiert, aber interessieren sich nicht für die Lebensgrundlage von Castern und Spielern, wenn sie aus Hong Kong oder Taiwan stammen."

"Zugleich bereitet das der Vorstellung ein Ende, dass Blitzchung gesperrt wurde, weil er die Politik ins Spiel brachte, denn unsere Message war ebenso deutlich politisch und uns rührte niemand an", heißt es weiter. "Blitzchung wurde bestraft, weil China zugesehen hat."

Nach einer Woche voller heftiger Kritik hatte sich Blizzard erneut dazu geäußert und beteuert, dass die Beziehungen in China keine Rolle dabei spielten. Gleichzeitig reduzierte man die Strafe von Blitzchung, das Team der American University blieb weiter unberührt.

Jetzt hat sich das aber geändert. "Es freut mich, euch mitteilen zu können, dass das Hearthstone-Team der AU für sechs Monate von Wettbewerben ausgeschlossen wurde", schreibt Casey Chambers auf Twitter. "Es kommt zwar mit Verspätung, aber ich weiß es zu schätzen, dass alle Spieler gleich behandelt werden und niemand über den Regeln steht."

Ob Blizzards zögerliche Reaktion hier aber viel bewirkt, ist fraglich. Das Unternehmen blockiert seit letzter Woche Player-Cams und Interviews nach dem Spiel in seinen Livestreams, auch eine Launch-Party für die Switch-Version von Overwatch in Nintendos Store in New York wurde abgesagt.

Es wird spannend zu sehen sein, wie die Stimmung in ein paar Wochen auf der BlizzCon ist.

Quelle: Reddit, Twitter

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

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Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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