Creative Outlier Gold Wireless In-Ears - Test: Unschlagbare Laufzeit

Und auch sonst eine gute Investition.

Es ist nicht schwer, die Vorteile von kabellosen In-Ear-Kopfhörern zu sehen, wenn man zuvor immer allein die kabelgebundenen In-Ears verwendet hat. Endlich kein Kabelsalat mehr beim Herausnehmen aus der Tasche. Kein Kabel, das die In-Ears bei Bewegungen nach unten und aus den Ohren herauszieht. Im Gegenteil: Die Outlier Gold von Creative sitzen prima in euren Ohren und das für lange Zeit mit gutem Sound.

Für die Hersteller ist es indes schwierig, beim Design der In-Ears hervorzustechen. Es kommt mehr auf die Features an, um sich von anderen abzugrenzen. Creative versucht das hier zum einen mit der Akkulaufzeit und zum anderen durch seine Super-X-Fi-Technik.

Und in puncto Nutzbarkeitsdauer gelingt das dem Unternehmen definitiv. Bis zu 14 Stunden sind laut Creative mit einer einzigen Ladung möglich, in der Praxis hängt das zum Beispiel von der Lautstärke ab. Elf bis zwölf Stunden sind realistisch. Dazu liefert Creative die Outlier Gold in einer kleinen Box aus, die ihr ebenso mit Strom aufladen könnt. Steckt dann die In-Ears in die Box - eine Magnet-Funktion sorgt dafür, dass sie nicht herausfallen - und diese lädt sie automatisch auf, was beinahe dreimal klappt. Somit kommt ihr dann mit einer Ladung von beiden nah an die 40 Stunden heran. Eine ganze Menge.

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Die In-Ears bewahrt ihr in einem kleinen Gehäuse auf, das sie zugleich auflädt.

Mit ihrem Design reißen die Outlier Gold wie erwähnt keine Bäume aus, wenngleich sie schick aussehen. Sie wirken dezent und mit ihrer Farbe nicht zu auffällig. In meine Ohren passten sie perfekt hinein, bei kleineren Ohren ist es unter Umständen ein wenig schwieriger. In der Gold-Version gibt es mehrere Aufsätze beziehungsweise Ersatz-Gummiaufsätze in zwei Größen.

Natürlich lassen sich die In-Ears mit allem drum und dran über das Smartphone oder andere via Bluetooth gekoppelte Geräte bedienen. Zugleich haben sie an der Seite jeweils einen Knopf, mit dem ihr Lautstärke oder das Abspielen von Musik kontrolliert. Den Status der In-Ears seht ihr anhand eines kleinen LED-Rings an der Seite. Im Grunde funktioniert die Bedienung über die Buttons gut. Der einzige Nachteil ist, dass ihr ein wenig fester drücken müsst, um sie auszulösen. Was sich dann unangenehm anfühlt, weil ihr die In-Ears spürbar ins Ohr drückt. Da hätte eine dezente Optimierung nicht geschadet.

Die Box für die In-Ears ist handlich klein und passt locker in die Hosentasche oder in andere Taschen mit wenig Platz, somit sind sie enorm leicht zu transportieren. Ihr holt sie aus dem Gehäuse hervor, indem ihr auf der einen Seite drückt, woraufhin ein Schiebemechanismus sie auf der anderen Seite zum Vorschein bringt. Die Verarbeitung ist solide. So richtig hochwertig fühlt sich das verwendete Plastikmaterial bei den In-Ears nicht an, aber es ist weit entfernt davon, einen billigen Eindruck zu hinterlassen.

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Das verwendete Aluminium beim Gehäuse hinterlässt keinen billigen Eindruck.

Es fühlt sich soweit gut verarbeitet an, nichts knirscht oder knackt, was für den Preis zu erwarten ist. Darüber hinaus habt ihr auf der Seite des kleinen Gehäuses mehrere LEDs, die euch den Ladezustand von Gehäuse und In-Ears anzeigen sowie darstellen, ob derzeit eine Aufladung im Gange ist. Und ein kleiner USB-C-Slot sorgt für die flexible Stromversorgung.

Die gute Leistung der Outlier Gold setzt sich bei der Soundqualität fort. Wie immer ist das stark abhängig vom Ausgangsmaterial, ob Musik, Film, Spiele oder was euch sonst so einfällt. Vor allem Bässe und Höhen kommen im Allgemeinen gut zur Geltung, die Mitten schwächeln ein wenig. Je nach Track nehmen die Bässe ein wenig Überhand, insgesamt kommen sie zusammen mit den Höhen gut rüber, ohne dass es in euren Ohren schmerzt.

Creatives Super-X-Fi-Technologie mit simuliertem Surround-Sound ist ebenso mit dabei, was gut funktioniert. Es hinterlässt einen leicht künstlichen Eindruck und funktioniert indes ausschließlich mit Musik, die lokal auf dem Gerät gespeichert ist. Das schränkt die Nutzungsmöglichkeiten insgesamt ein, da es nicht mit Streaming-Diensten kompatibel ist, wenngleich Super X-Fi bei den Outlier Gold nicht den entscheidenden Unterschied macht. Auch ohne dieses Feature liefern die In-Ears eine gute Qualität ab.

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Die Outlier Gold überzeugen mit langer Laufzeit und guter Soundqualität.

Für die Kopplung mit anderen Geräten setzt Creative dabei auf Bluetooth 5.0. Die Verbindung ist überwiegend stabil und durch Version 5.0 ist es zudem möglich, die einzelnen In-Ears unabhängig voneinander zu koppeln. Es ist daher nicht erforderlich, zwingend beide von ihnen zu verbinden, um sie zu nutzen. Weiterhin verfügen die In-Ears über ein eingebautes Mikrofon, mit dem sich telefonieren lässt.

Hier könnt ihr die In-Ears bestellen: Creative Outlier Gold auf Amazon.de

Insgesamt hinterlassen die Outlier Gold somit einen sehr guten Eindruck in ihrer Preisklasse. Ihr findet keine anderen In-Ears, die mit einer einzelnen Ladung ähnlich lange laufen. Obendrein überzeugen sie mit gutem Sound, die Verbindung ist stabil und sie sitzen bequem in den Ohren. Für eine verzögerungsfreie Übertragung, was vor allem dem Gaming zugute kommt, sorgt dabei der unterstützte aptX-Codec. Anders gesagt: Creative hat sich die lange Laufzeit nicht damit erkauft, dass andere Elemente wie die Soundqualität zu Schwachstellen verkommen. Hinzu kommt, dass sie "schweißgeschützt" sind, sie eignen sich daher ebenso für die Nutzung bei sportlichen Aktivitäten. Klar, über ein hochwertigeres Material hätte sich keiner beschwert, was indes zugleich den Preis erhöht hätte. Die Outlier Gold hinterlassen aber ein gutes Gefühl und wirken an keiner Stelle billig konstruiert.

Hersteller: Creative - Kompatibel mit: Bluetooth-Geräte (zum Beispiel PC und Smartphones) - Preis: ca. 100 Euro - Erscheint am: erhältlich

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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