Dieser Avatar für 99 Dollar demonstriert gut, was im PlayStation Store gerade schiefläuft

Mehr Kuratierung, bitte!

Sonys PlayStation Store hat nicht als einziger digitaler Shop seit einer Weile Probleme, zu kuratieren, was man dort so kaufen kann. Über Steam rollte ja schon seit einer ganzen Weile eine Welle an schlimmer Schaufelware hinweg und der Switch-Goldrausch bedeutete ebenfalls eine Lawine an dürftig massenproduzierten Games. Sony war in der Vergangenheit eher selten so nachlässig (*hust* Life of Black Tiger*hust*), aber wenn diese neue Episode Schule macht, könnten bald ein paar besonders freche Abzocker hier einen lukrativen Markt wittern.

Nachdem die Schwemme billigst produzierter Schund-Games zuletzt offenbar ein wenig zurückgegangen war, findet man neuerdings überteuerte Avatare zu No-Name-Spielen im Store.

Den Vogel schießt aktuell dieser 99-Dollar-Avatar im US-Store ab, zu dem wir ganz bewusst keinen Link setzen. Der Tweet des glücklichen Finders Wario64 muss reichen:

Der State of Anarchy: Master of Mayhem - Golden Prince Avatar soll also fast 100 Dollar kosten, also fast 90 Euro. Das Spiel dazu kostet 2,99 Euro in Europa. Der Avatar soll wohl den saudischen Kronprinzen Mohammad Bin Salman darstellen und sieht ehrlich gesagt alles andere als "golden" aus. Er zeigt nur auf, dass die Qualitätssicherung derartigem Schund früh den Riegel vorschieben sollte, bevor noch andere halbseidene Anbieter merken, dass man hiermit hier und da durchkommt.

Gut, der hohe Preis wirkt hoffentlich von Anfang an abschreckend, aber es ist so schon schwierig genug, etwas im PS Store zu finden, da braucht es nicht noch eine Schwemme moralisch zweifelhafter Angebote, die das gute Zeug verdecken.

Solche Taktiken sind bisher zum Glück noch selten, wohl nicht zuletzt, weil ein zu hoher Preis dafür sorgt, dass die Spieler zu findigen und nicht mal allzu komplizierten Methoden greifen, auch so an das Bild zu kommen.

Wenn man denkt, man hat schon alles gesehen ...

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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