Die PlayStation-Plus-Spiele im Januar 2020: Keine Ehre unter Dieben - und Ziegen

Mit Uncharted: Nathan Drake Collection und der ultimativen Simulation.

Ein frohes Neues Jahr und alles Gute auch von mir! Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich war mit 2019 spielerisch ganz zufrieden: Auch wenn andere Jahre rein zahlenmäßig in höherer Frequenz brillante Spiele boten, kamen ein paar unvergessliche Highlights auf meiner ewigen Lieblingsliste dazu und wenn man ehrlich ist, ist ein langsameres Jahr zwischendurch auch mal nicht verkehrt.

Dadurch hat man Zeit, sich die Dinge anzuschauen, die sich bisher auf dem Pile of shame aufschichteten, oder schöne Gratistitel nochmal oder neu zu erleben, die Dienste wie PlayStation Plus einem auf die Festplatte spülen. An dieser Stelle noch die Erinnerung, sich nur noch heute die PlayStation Plus Spiele des Dezembers 2019 zu sichern - immerhin Titanfall 2 als Headliner -, bevor sie heute vom neuen Schwung Spiele abgelöst werden.

psplus

Der Januar eröffnet das Jahr gleich ganz ordentlich, schnürt ein ordentliches Blockbuster-Paket und erinnert daran, dass der Meme-Zeitgeist um 2015 herum das eine oder andere zwischendurch ganz lustige Quatsch-Spiel herausgebracht hat. Also, wollen wir?

Uncharted: The Nathan Drake Collection

Klar, die Remakes von Shadow of the Colossus (Test) und Resident Evil 2 (Test) haben die Latte, was Remakes angeht, deutlich höher gelegt. Das heißt aber nicht, dass die Nathan Drake Collection 2016 nicht schon Wertvolles leistete, als sie die wohl spektakulärste Spielereihe der PlayStation 3 auf die neue Konsole holte.

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Indy hat die besseren MacGuffins. Drake die besseren Sprüche.

Natürlich wurden die Games optisch generalüberholt, was sie nicht nur schöner aussehen, sondern in butterweichen 60fps auch flüssiger laufen lässt. Ein cooler Fotomodus kam hinzu, mit dem ihr jetzt auch den Hubschrauber-Moment aus Uncharted 3 für die Nachwelt festhalten könnt. Dazu einen Speedrun-Modus und neue Schwierigkeitsgrade. Aber auch die Steuerung - das Zielen vor allem - wurde über alle drei Teile hinweg vereinheitlicht und das klingt nach einer kleineren Sache, als es in der Praxis ist. Tatsächlich hat sich das erste Uncharted nie besser angefühlt als in diesem Remaster und von einem Spiel zum nächsten zu wechseln, ist, wie von einem Paar Lieblings-Sneaker ins nächste zu schlüpfen, selbst wenn man dem Gunplay dieser Reihe sonst nicht so zugetan ist (denn machen wir uns nichts vor, allein die 60fps machen schon einen gewaltigen Unterschied).

Sicher, für viele sind es vor allem der zweite und der vierte Teil, die diese Reihe definierten. Als Ganzes genommen ist das hier aber eine Reise, die jeder PS4-Besitzer einmal angetreten haben sollte. Diese Serie ist für Videospiele, was binge-freundliche Netflix-Serien fürs Fernsehen sind - und diese Collection bringt das mit Charme und technischer Beschlagenheit auf den Punkt wie wenig anderes. Unbedingt empfehlenswert, vor allem, wenn man Uncharted 4 (Test) noch vor sich hat.

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Goat Simulator

Das ist schon ein bisschen wie eine Zeitkapsel, oder? Goat Simulator (Test) wirkte schon zu seinem Erscheinen ein wenig zu sehr wie ein Streamer-Köder, was nicht heißen soll, dass man damit nicht eine Menge bescheuerten Spaß haben konnte. Vor allem aber ist es ein nettes Exempel für die offenbar verstrichene Phase der Fumblecore-Spiele der Marke QWOP, Octodad und Surgeon Simulator. Man sagt zwar, "Alles kommt wieder, irgendwann" - ein Satz, der angesichts der Tatsache, dass ich gerade de facto eine Karottenhose trage, gerade schockierende Wahrheit in sich trägt. Aber für diese Sorte Spiel dürfte er eher weniger gelten.

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Subversiv!

Wir sind mittlerweile an einem ganz anderen Ort, der "Alles lässt sich simulieren"-Gag hat sich totgelaufen und selbst Leute wie Bennett Foddy, die das "Genre" geprägt haben, sind mittlerweile an tieferen Dingen interessiert. Ich meine, wie erklärt man sich sonst eine brillant auslaugende Übung in Meditation über Versuch und Irrtum wie Getting Over It?

Trotzdem ist Goat Simulator einen Blick wert, weil er euch direkt zurück ins Jahr 2015 verschlägt - und weil es schon lustig ist, wenn Ziegen einfach nur herumstehen und glotzen. Wie viel Spaß man erst hat, wenn man sie durch die Luft katapultiert!

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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