Games with Gold im März 2020 mit Batman: The Enemy Within, Sonic Generations und Shantae

Plus: Lords of Shadow 2 als Beispiel dafür, wie ein Experiment schiefgehen kann.

Und da war der Februar auch schon wieder rum. Wir hoffen, ihr habt euch diesen Monat von den Spielen im Angebot alle gesichert, die euch interessierten. Unter anderem waren TT Isle of Man, Call of Cthulhu, Fable Heroes und Star Wars Battlefront dabei. Falls noch nicht geschehen, könnt ihr euch diese Titel noch bis Ende des Monats sichern.

Kleine Auffrischung gefällig, worum es im einzelnen ging? Dann lest euch den entsprechenden Artikel vom letzten Monat durch: Games with Gold im Februar 2020: Mit dem Motorrad zu Cthulhu.

Batman: The Enemy Within (Xbox One, 1. bis 31. März)

Wenn ihr das hier schon vergessen habt, nehme ich es euch nicht übel: Telltale hatte teilweise so vieler Serien in der Mache, dass man schon mal die eine oder andere unterschlagen kann. Das soll nicht heißen, dass die beiden Batman-Staffeln des mittlerweile geschlossenen Spielehauses schlecht gewesen wären. Tatsächlich waren sogar einige extrem nette Story-Entwicklungen dabei, die der Fledermaus gut zu Gesicht standen. Es waren damals nur einfach zu viele von der Sorte, als dass das Interesse jetzt allzu hoch gewesen wäre - ein Problem, das sich mittlerweile erledigt hat. Ich denke, jetzt mal wieder einen Telltale-Titel zu spielen, könnte sogar ganz erfrischend sein. Warum also nicht diesen hier?

Allerdings fehlt euch ein wenig der Story-Vorbau der ersten Staffel, in der die Ursprünge des Verhältnisses zwischen Batman und dem Joker auf durchaus interessante Weise aufgeklärt werden. In der zweiten Staffel spielt der böse Clown ebenfalls wieder eine prominente Rolle, wenngleich zunächst der Riddler im Vordergrund steht, als er beginnt Gotham City zu terrorisieren.

Telltales Batman zeigt das Studio auf der Höhe seines Schaffens. Das hat zwar mehr mit Routine zu tun, als dass man sich zu neuartigen Zeniten aufgeschwungen hätte, aber nette, eigenständige Geschichten rund um den Dark Knight und seine Riege an Widersachern sind es aber allemal.

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Shantae: Half-Genie Hero (Xbox One, 16. März bis 15. April)

Die Shantae-Reihe kommt von den Jump-and-Run-Experten bei Wayforward und gehört gewissermaßen schon zum alten Eisen in der Szene farbenfroher und immens befriedigender Hüpfer. Der erste Teil erschien bereits 2002 und hat sich bis heute bestens gehalten. Mittlerweile ist die Serie fünf Teile lang, mit Half-Genie Hero gesellt sich nun der vierte zu den Games with Gold.

Ich bin eigentlich kaum sicher, wie ich Shantae beschreiben sollte: Es ist einfach die Destillation von allem, was man in der 16-Bit Ära hoch und heilig gehalten hätte und hat darüber hinaus das, was man in Amerika landläufig als "Pazazz/Pizzazz" bezeichnen würde. Eine Art schwungvolles, gewisses Etwas, ein bestimmter, lebhafter Glanz, der schwerlich greifbar ist. Womit wir wieder beim Anfang dieses Absatzes wären. Hrmpf ... Sagen wir es einfach so: Wenn ihr Platformer mit Verve und Charme mögt, werdet ihr Shantae lieben.

Wundervoll designte Gegenden, tighte Level und leichte Metroidvania-Anleihen laden zur Erkundung ein und Shantaes formwandlerisches Moveset an sich ist die schiere, aus der Seitenansicht herumspringende Freude. Unbedingt einen Blick drauf werfen, falls nicht schon geschehen.

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Castlevania: Lords of Shadow 2 (Xbox 360/Xbox One, 1. bis 15. März)

Tja. Ehrlich gesagt, schon auf den ersten Teil konnten sich längst nicht alle Fans einigen - auch wenn er uns hier durchaus gefiel, wie ihr auch im Castlevania: Lords of Shadow Test nachlesen könnt. Lords of Shadow 2 nahm aber ein paar der falschen Ausfahrten - eine davon führte in die Moderne - und führte letztlich dazu, dass die Zweifler am Experiment einer 3D-Origin-Story westlicher Prägung recht behalten sollten.

Schlecht ist es dennoch nicht, es ist nur nicht das, was man sich nach dem guten Debüt erhoffen durfte. Trotzdem übt der Werdegang Draculas eine gewisse Faszination aus, das ist nicht zu leugnen. Auch wenn das Spiel letzten Endes nicht in der Klarheit Position bezieht, was es nun eigentlich aussagen will, die man sich erhofft hatte, ist das Spiel zum Preis von mehr oder weniger keinem Euro einen Blick wert - vor allem wenn man Lords of Shadow spielte und es mochte.

Dank der Welle an exzellenten Metroidvanias, unter anderem eines direkten Klons von Castlevania in Form von Bloodstained, ist dieser Ausflug in die dritte Dimension längst nicht mehr so mit Erwartungen belastet, wie er das seinerzeit war. Heute spielt man ihn deshalb deutlich entspannter. Man weiß einfach, dass dieses Genre sich bester Gesundheit erfreund - und sicher irgendwann auch wieder diese Marke eine Heimat bei einem Studio finden wird, das etwas damit anzufangen weiß.

Sonic Generations (Xbox 360/Xbox One, 16. bis 31. März)

Im immer wiederkehrenden Sonic-Zyklus war Generations war eines der Sonic-Spiele die einem die Hoffnung an den schnellen Igel zurückgaben. Es mixte tatsächlich ausgezeichnete 2D-Passagen mit immerhin passablen, manchmal sogar guten 3D-Einlagen und sah dabei auch noch prächtig und zeitgemäß aus. Fast so, als wäre der Igel nicht längst qualitativ ins mittlere B-Feld der Spielemarken abgerutscht.

Der Igel setzt immer noch hier und da Bestmarken, manchmal gefällt er nur mit ein paar Erinnerungen daran, weshalb man ihn immer so mochte und ab und an erschreckt man sich, wenn man einen Screenshot seines ursprünglichen Film-Designs als Meme unter die Nase gerieben bekommt. Sonic ist eben vieles, nur kein konsistenter Performer in Sachen Spiele.

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Im Grunde gefallen wir Fans des blauen Blitzes uns aber mittlerweile ein bisschen in der Rolle der wechselweise mitfiebernden, mitleidenden, mitfeiernden Gefolgschaft, fast wie bei einer Fahrstuhlmannschaft im Fußball macht man alle Höhen und Tiefen mit. Sonic Generations hatte in erster Linie Höhen zu bieten. Und deshalb macht es sich gut unter den Games with Gold.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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