E3 in Gefahr: Kalifornien ruft den Corona-Notstand aus!

ESA wertet die Situation "aktiv" aus.

Nach dem Staat Washington ruft nun auch Kalifornien wegen der Coronavirus-Epidemie den Notstand aus - und schürt damit Zweifel, ob es in diesem Jahr eine E3 geben kann. In den vergangenen Tagen hatte es das erste Todesopfer gegeben. Mehr als 50 Leute wurden bisher positiv auf den neuartigen Erreger getestet.

Die Entertainment Software Association ESA, die die aus Branchensicht wichtigste Spielemesse der Welt ausrichtet, sagte in einer Stellungnahme, man werte die Situation im Angesicht der veränderten Nachrichtenlage aktiv aus.

In einem Jahr, in dem sich nicht wenige auf auf breiter Front angekündigte Neuigkeiten zum Thema neue Konsolen eingestellt hatten, ist das natürlich ein Dämpfer. Aber umgestellte Marketingpläne sind wohl das geringste Problem in dieser Situation. Nicht wenige Hersteller, unter anderem Sony, hatten der E3 ohnehin schon den Rücken gekehrt und/oder planten offenbar ihr eigenes Format. Viele davon können auf Publikumsbeteiligung problemlos verzichten. Nintendo macht es mit seinen Directs ja vor.

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Schwenken die Hersteller auf ein Nintendo-Direct-artiges Format um, wenn die Messe abgesagt wird?

Für den Moment geht die ESA offenbar noch davon aus, die E3 im Juni auszurichten. Hier die offizielle Stellungnahme von der E3-Website:

"Die Gesundheit und Sicherheit unserer Besucher, Aussteller, Partner und Belegschaft haben absolute Priorität. Obwohl die ESA weiterhin plant, eine sichere und erfolgreiche E3 vom 9. bis zum 11. Juni auszurichten, beobachten und werten wir die Situation auf täglicher Basis aus."

"Unser E3-Team und Partner beobachten COVID-19 über die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und die World Health Organization (WHO). Wir befassen uns aktiv mit aktuellsten Informationen und werden Maßnahmen entwickeln, die Gesundheitsrisiken auf der Messe weiter zu minimieren."

Die GDC wurde bereits verschoben, nachdem zahlreiche Aussteller wegen des Coronavirus abgesagt hatten.

Gut möglich, dass der ESA also auch die Entscheidung abgenommen wird, sollten Unternehmen wie Microsoft und Nintendo vorsichtshalber einen Rückzieher machen.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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