The Legend of Zelda: Breath of the Wild Master Works - Buchrezension: Wahrhaft meisterlich

Groß und schwer.

Dieser perfekte Begleiter zu Links Open-World-Abenteuer versorgt euch mit einer Fülle an Hintergrundinfos und tollen Zeichnungen.

Wer The Legend of Zelda: Breath of the Wild gespielt hat, weiß, was für ein Zeitfresser dieses Spiel ist. Wenn ihr euch ganz darauf einlasst. Es steht euch frei, die Welt bis in die allerletzte Ecke zu erkunden - oder ihr lasst es, folgt überwiegend der Haupthandlung und somit dem roten Faden. Doch dabei verpasst ihr einiges. Wenn euch das bis jetzt nicht bewusst war, vermittelt es euch spätestens dieses Buch hier.

424 Seiten umfasst The Legend of Zelda: Breath of the Wild Master Works, für ein Artbook zu einem einzelnen Spiel ist das eine ganze Menge. Und keine Seite davon ist verschwendet. Es kommt im Premium-Format daher, ist mit 36x237x310mm ein wenig größer als das A4-Format und mit 2,5kg habt ihr hier ein wuchtiges Hardcover-Werk in der Hand. Noch ein wenig mehr und Link könnte es im Spiel problemlos als Waffe einsetzen.

Tokyopop beschreibt es als das "ultimative Nachschlagewerk" zum Switch- und Wii-U-Titel und das ist mitnichten übertrieben. Wer mehr über die Welt von Breath of the Wild und die Ideen hinter der Gestaltung ihrer zahlreichen Bestandteile erfahren möchte, erhält hier neben den entsprechenden Informationen massenhaft schicke Artworks, die den Entwicklungsprozess detailliert veranschaulichen.

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Es erwarten euch viele detaillierte Einblicke.

Auf den ersten knapp 50 Seiten geht es dabei vor allem um allgemeinere Artworks, zum Beispiel für Cover von Zeitschriften oder das Spiel selbst, ebenso sind verschiedene Zeichnungen von Charakteren zu sehen - das alles noch ohne große Textpassagen. Detaillierter geht es dann anschließend zur Sache. Rund 300 Seiten befassen sich mit der Entwicklung der zahlreichen Aspekte des Open-World-Spiels.

Das fängt natürlich bei den beiden Hauptfiguren Link und Prinzessin Zelda an, geht mit Ganondorf weiter und zieht sich über die Recken und diverse andere Charaktere, Schauplätze, Kreaturen und vieles mehr. Hier erfahrt ihr nicht allein in Texten mehr über den Entstehungsprozess dieser Bestandteile des Spiels, bei vielen Artworks gibt es zusätzlich kleine Anmerkungen und ebenso regelmäßige Kommentare der Designer, die zum Beispiel erklären, warum sie diese oder jene Entscheidung trafen.

Habt ihr die Entwicklung und Entstehung hinter euch gebracht, geht es auf den nächsten knapp 50 Seiten geschichtlich weiter. Hier befasst sich das Buch mit der Historie von Hyrule in Breath of the Wild, wirft einen Blick in die Vergangenheit, sortiert alles in einer Zeitlinie und zeigt, wie sich zum Beispiel die Kulturen im Zuge der Großen Verheerung verändert haben oder wie die Siedlungen früher aussahen und was in der Gegenwart von ihnen übrig blieb. Das alles ist wahnsinnig detailliert zusammengefasst und zeigt, wie viel Arbeit die Entwickler in diese Welt und die ganze Backstory gesteckt haben. Ihr spürt es förmlich, wenn ihr euch Seite für Seite durch dieses Buch blättert.

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Link, wie wir ihn kennen.

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Abgerundet wird das Buch am Ende durch ... sagen wir Kommentare von Director Hidemaro Fujibayashi, Art Director Satoru Takizawa, Illustrator Takumi Wada und Producer Eiji Aonuma. Das macht neun Seiten aus und wenn es hier inmitten all der brillanten Inhalte so was wie einen kleinen Wermutstropfen gibt, dann, dass ich mir an dieser Stelle eher noch ein paar ausführlichere Interviews mit ihnen gewünscht hätte. Was jetzt aber Meckerei auf hohem Niveau darstellt.

In seiner Gesamtheit ist The Legend of Zelda: Breath of the Wild Master Works ein faszinierendes Werk. Eines, das für Fans des Spiels zum Pflichtprogramm gehört, zumal der Preis mit 29,99 Euro für das Gebotene auf einem enorm guten Preis-Leistungs-Niveau liegt. Ihr lest und seht hier eine ganze Menge interessanter Details beziehungsweise Bilder zu Charakteren, Orten, der Geschichte und vielem mehr. Es lässt euch noch einmal die schiere Fülle an Details schätzen, die in Breath of the Wild stecken. Und es weckt den Entdeckerdrang und das Verlangen, sich das Spiel noch einmal anzuschauen, Hyrule noch eingehender zu erforschen, all seine Geheimnisse auf eigene Faust zu ergründen und die Dinge, von denen ihr zuvor noch gelesen habt, mit eigenen Augen im Spiel zu sehen. Da ich die DLCs bis jetzt nicht gespielt habe, wäre das mit Sicherheit ein guter Anlass, noch einmal darin einzutauchen. Das Buch macht definitiv Lust darauf und ist die perfekte Ergänzung zum Spiel.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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