Star Wars: Die 5 besten und 5 schlechtesten Spiele • Seite 2

Gleichgewicht im Universum.

Das viertbeste Star-Wars-Spiel: Jedi: Fallen Order (PC, PS4, Xbox One, 2019)

Ich bin ehrlich gesagt selbst überrascht, dass dieses Spiel so weit oben in meiner persönlichen Liste gelandet ist. Als ich es letzten Herbst testete (lest dazu auch den Star Wars Jedi: Fallen Order (Test)), war ich beeindruckt und motiviert, aber nicht unbedingt begeistert bei der Sache. Das Spiel wirkte in der Art, wie es sich seine Zutaten aus verschiedenen modernen Klassikern von Uncharted bis Dark Souls zusammenborgte, mehr als nur ein wenig berechnend auf mich. Drei Monate später stimmt das für mich nicht weniger, gleichzeitig hänge ich Fallen Order aber immer noch nach und spiele regelmäßig mal wieder ein paar Meter auf einem neuen Spielstand. Was soll ich sagen, irgendwie hat es mich durch die Hintertür dann doch noch mit einem Force Choke erwischt. Dabei ist es bei weitem nicht die eleganteste Interpretation eines Dark-Souls-Kampfsystems oder eines Lichtschwerter-Kampfes, denn dass hier keine Körperteile durch die Luft fliegen, mag zwar Disney-konform sein, passt aber trotzdem nicht mit meiner Vorstellung der Jedi-Waffen zusammen.

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Und doch: In Fallen Orders Routine liegt eine gewisse, unnahbar wirkende Meisterschaft. Ein irgendwie unbeirrbares Selbstbewusstsein, das irre anziehend wirkt. Es hilft, dass Respawn es mal wieder leicht aussehen lässt, wundervoll vor sich hinfließende Erkundung und eingängige Steuerung vor einem einladenden Hintergrund zu vereinen. Und wenn die Herren um Vince Zampella dann eine Überraschung auf den Tisch knallen, dann rummst es umso heftiger. Fragt ihr mich in drei Jahren noch mal - ich weiß nicht, ob das hier dann immer noch an derselben Stelle in meiner Liste rangiert. Aber für den Moment fühlt sich alles andere als Platz vier schlichtweg nicht richtig an.

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Gleich passiert's, hört gut hin. Einer der schönsten 'Holy S***'-Momente des letzten Jahres.

Das viertmieseste Star-Wars-Spiel: Obi-Wan (Xbox, 2001)

Hierzu gibt es eigentlich nicht viel mehr zu sagen, außer, dass wir damals Gerüchten geglaubt hatten, dass es sich bei Obi-Wan um eine Art inoffizielle Fortsetzung des legendären Jedi Knight handeln würde. Und wenn euch angesichts der Bewegtbilder gerade der Kaffee durch die Nase rauskommt, keine Sorge, das ist die normale Reaktion. Es ist nicht einmal aggressiv schlecht - okay, gaaanz knapp davor -, sondern einfach nur irrsinnig enttäuschend. Dieses Spiel mit diesen Erwartungen auf der noch beinahe fabrikneuen Konsole zu erleben, der man mit dem ersten Halo gerade erst einen technisch wie spielerisch wegweisenden Shooter zu verdanken hatte, das war schon ein starkes Stück.

Dabei hätte man dem LucasArts dieser Ära eigentlich schon länger nichts mehr zutrauen dürfen, der qualitative Sturzflug war hier längst fast an seiner Endstation angekommen, wir hatten es nur noch nicht gemerkt. An Obi-Wan macht einfach alles traurig - auch wenn die gestelzte Ewan-McGregor-Imitation, wann immer der ratlose Jedi auf euer ratloses Interaktionstasten-Gehämmere mit einem blasierten "I'm nawt shuah!" reagierte, bis heute für einige Erheiterung sorgt. Auf den Müllhaufen der Geschichte damit!

Weiter gehts mit Platz 3 der besten und schlechtesten Star-Wars-Spiele

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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