Football Manager: Manchester United verklagt die Entwickler

Weil sie den Vereinsnamen verwenden.

16 Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Football Managers und 28 Jahre nach dem ersten Championship Manager verklagt jetzt Manchester United das Entwicklerstudio Sports Interactive, weil das Spiel den Namen des Vereins verwendet.

Der Verein argumentiert damit, dass es sich dabei um einen Verstoß gegen die Markenrechte handele, berichtet der Guardian. Sega und Sports Interactive argumentieren damit, dass die Verwendung des Namens "ein legitimier Verweis auf die Fußballmannschaft von Manchester United in einem Fußballkontext" sei. Dies sei seit 1992 der Fall und bisher habe es keine Beschwerden gegeben.

Seit 1992 hat Sports Interactive Spiele unter dem Namen Championship Manager entwickelt, bevor man sich 2003 von Publisher Eidos trennte. Seit 2004 erschien in jedem Jahr ein neuer Football Manager und 2006 übernahm Sega das Studio.

Außerdem stört man sich daran und wirft dem Studio eine Urheberrechtsverletzung vor, weil man das Vereinswappen nicht verwende. Dieses Vorgehen "entzieht dem eingetragenen Inhaber das Recht, das Clubwappen lizenzieren zu lassen", sagen die Anwälte des Vereins.

"Die Konsumenten erwarten, dass das Vereinswappen neben dem Namen Manchester United zu sehen ist ... und dieses Versäumnis führt zu einer missbräuchlichen Verwendung", heißt es. Im Gegenzug sagen die Entwickler, dass es sich dabei um ein "vereinfachtes" Clubwappen handelt. Beim Start eines neuen Spiels wähle das Spiel zufällig eines von 14 verschiedenen generischen Logos, zudem werde deutlich gemacht, dass es sich nicht um ein lizenziertes Wappen handele.

Besonders skurril: Der Anwalt von Sega und Sports Interactive weist darauf hin, dass man seit Jahren Exemplare des Football Managers an Offizielle und Spieler des Vereins geschickt habe "und es gab eine Reihe von positiven Pressekommentaren und Tweets über das Spiel von ihnen".

"Darüber hinaus haben die Mitarbeiter des Antragstellers, die in den Datenanalyse- und Scouting-Teams arbeiten, SI mehrmals kontaktiert und um Zugriff auf die Football Manager-Datenbank für Scouting- und Forschungszwecke gebeten."

Ein weiterer Vorwurf, den Uniteds Anwalt noch hinzufügen möchte, befasst sich mit Mods. Diese würden dazu genutzt, um Lizenzvereinbarungen zu umgehen, was im Endeffekt zu erhöhten Verkäufen des Spiels führe.

Lest hier mehr zum Football Manager 2020.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

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Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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