ASUS ROG Theta Electret Headset Test - Ein schwieriger Exot

Technik von gestern für keinen von heute

Groß und wuchtig sind nicht das Problem, vielmehr ist es die exotische Technik, die hier für Verstimmungen in den Klangverläufen sorgt.

Im Test: Das ASUS ROG Theta Electret Headset (ca. 280 Euro) ist ein sehr ungewöhnliches Set mit Stärken, aber leider auch vielen Schwächen.

  • Die exotische Technik sorgt für brillante Mitten und Höhen.
  • Die Bässe bleiben auf der Strecke.
  • Keines der Materialien für die Muscheln kann überzeugen.

Ich habe ja nun schon das eine oder andere Headset oder Kopfhörer getestet, aber eines wie dieses hier habe ich noch nicht erlebt. Das Asus ROG Theta Electret einen Exoten zu nennen, wäre fast noch eine Untertreibung. Sagen wir es mal so: Noch nie musste ich mit einem Set so sehr kämpfen wie mit diesem, selten hat sich der Kampf so gelohnt, wenn es funktionierte und selten war der Schock im ersten Moment größer.

Asus Theta Electret Headset: Der exotische Gaming-Riese

Das "ROG" im Titel sagt, dass dies ein Set aus Asus-Gaming-Linie ist. Das muss man zu einem gewissen Grad dazusagen, denn herzlich wenig deutet hier sonst darauf hin. Die monströse Verpackung geht ein wenig vom Look in die Richtung, aber das große, ehrlich gesagt schon ganz schön klobige Set gibt sich mattschwarz. Wenn da nicht das silberne Logo wäre, es könnte genauso gut ein beliebiges Hi-Fi-Gerät sein. Nicht mal der "Republic of Gamers"-Schriftzug auf der Oberseite wurde eingefärbt und scheint sich mehr verstecken zu wollen. Wenigstens bekam der silberne Metallbügel ein wenig Cyber-Tribal-Design ab.

Was erstaunt ist das Gewicht. Sicher, mit auf dem Papier ist das Theta Electret mit 550 Gramm ein Monster, aber es fühlt sich nicht so an, vor allem nicht auf dem Kopf. Der sehr bequem gepolsterte Bügel federt die Masse gut verteilt ab, der Andruck ist da, aber dezent und auch nach einer dreistündigen Session störte mich das Gewicht in keiner Weise. Zu meiner wie gesagt großen Überraschung, aber ja, anscheinend kann man ein halbes Kilo bequem auf dem Kopf verteilen. Als erstes musste ich allerdings die Kunstleder-Polster gegen sie mitgelieferte Stoff-Variante auszutauschen. Mit Ersteren hätte ich keine Stunde überlebt, die Dinger sind ja fast schon anti-atmungsaktiv. Die weichen Stoffpolster dagegen sind ein Traum und durch das weiche Material auch wirklich brillenfreundlich. Das wird später bei der Hörprobe noch zu einem echten Problem werden...

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ASUS ROG Theta Electret Headset Test: Für über 500 Gramm sitzt das Ding erstaunlich gut balanciert und bequem. Ich hatte mit dem Gewicht nie ein Problem. Was mich sehr überraschte.

Aber erst einmal: Sitzt, passt und hat mit Stoff auch Luft. Was also sitzt da jetzt Exotisches auf meinem Kopf? Ganz klar ein Headset, das mit einer Sache im Hinterkopf designt wurde: Mindestens eine Asus Essence STX II, besser noch ein Monster wie eine Essence One III. Wobei, wenn ich 1500 Euro für einen D/A-Wandler/Kopfhörerverstärker ausgebe, dann schaue ich mir wahrscheinlich schon wieder andere Kopfhörer an. Aber ja, das Electret hat keinen USB-Anschluss, keine integrierte D/A-Wandlung, es steht und fällt mit eurer Hardware dahinter und das darf ausdrücklich keine Mainboard-Soundkarte sein. Nicht mal eine der üblichen Standards. Selbst mein sonst kompetenter Allrounder Sennheiser GSX 1000 hat hier nicht viel zu melden und das liegt daran, wie das Electret aufgebaut ist.

Asus Theta Electret Headset: Was bedeutet eigentlich Electret?

Um das zu erklären, müssen als erstes die elektrostatischen Kopfhörer genannt werden - es gibt auch Boxen, das Konzept ist das gleiche. Die populärste Marke - und ehrlich gesagt, die einzige, die ich je in der Hand hatte - ist Stax. Die Japaner bauen seit den frühen 60ern elektrostatische Kopfhörer und wer einen kaufen möchte, muss sich auf größere Ausgaben einrichten. Nicht nur, dass das Einsteiger-"Billig"-Modell bei 500 Euro liegt, ihr braucht auch noch mal ein Netzteil für einen ähnlichen Preis. Elektrostatische Geräte sind Exoten für dicke Brieftaschen. Groß sind die Konstruktionen auch noch, die rechteckigen Flächen brauchen bei Kopfhörern wie Boxen Platz. Auf der technischen Seite erzeugt ein konstanter Stromfluss eine elektrostatische Anziehung zwischen sogenannten geladenen Statoren und der Membran. Dafür ist eine Menge Strom mit einem konstanten Fluss nötig, daher auch die besonderen Vorverstärker.

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ASUS ROG Theta Electret Headset Test: 'Normal' - im weitesten Sinne des Wortes - sind sonst reine Elektrostaten wie dieses Stax-Billigsystem (für 800 Euro ohne Verstärker...)

Ein Electret-Kopfhörer braucht das nicht, weil es ein dialektrisches Material nutzt, um eine quasi-permanente Spannung aufrecht zu erhalten und so die elektrostatische Anziehung aufrechtzuerhalten. "Quasi", weil es über die Zeit Verluste gibt und diese Anziehung immer schwächer wird, bis an den Punkt, wo der Kopfhörer schlicht nichts mehr tut. Das dauert ein wenig, mitunter tun Stax-Electrets aus den 80ern noch ihren Dienst. Das ist also nichts, was euch jetzt hier groß kümmern müsste.

Wichtiger ist, dass reine Elektrostatiker oder Elektrets große Probleme mit der Basswidergabe haben. Diese zu lösen ist die hohe Kunst der Kopfhörerbauer und auch ein Grund, warum diese Geräte gerne mal etwas teurer sind - die "guten" Stax liegen im mittleren vierstelligen Bereich. Das Asus-Set umgeht dieses Problem, indem es ein Hybride ist: Ihr habt eine Neodym-Membran, wie man sie überall findet für die Bass-Widergabe und eine Elektret-Konstruktion für Mitten und Höhen. Das scheint eine ausgesprochen seltene Mischung zu sein, ich habe einen AKG K340 gefunden, der vor 20 Jahren mal diesen Mix probierte. Mit eher mäßigen Erfolgen, denn es gibt zwar ein paar Enthusiasten, aber nur wenn der AKG gemoddet wurde. Sonst waren die Bässe eher matschig und die Höhen fielen früh ab. So sagt man wenigstens, hab' das Ding selbst nie auf dem Kopf gehabt.

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Eigenwillig und nie in Mode gekommen: Hybride aus dem Elektret oben und Neodym-Treiber unten.

Zurück zum ROG Theta Electret. Ihr seht, wenn ihr das Polster abnehmt - was schnell gemacht ist, aber beim Aufsetzen zu einem ziemlichen Gefummel ausartet - unten den runden Neodym-Basstreiber und oben hinter dem Plastik-Gitter die typisch rechteckige Electret-Membran. Diese hat sicher nicht die Größe von denen in einem Stax-Hörer, aber ist ja auch nur für einen Teil des Sounds zuständig. Ganz öffnen ließ sich das Set nicht, das nicht nur geschraubt, sondern noch zusätzlich verklebt wurde. Scheinbar wollte man sichergehen, dass niemand zu nah an die empfindliche Electret-Membran kommt, vielleicht auch besser so.

Eher ungewöhnlich ist das Kabel. Nicht, dass es Textil-umwickelt ist, das kommt leider zu häufig vor und schabt an Hemdskragen wie eh und je. Nein, es ist der analoge Anschluss selbst, der sich nicht in zwei Klinken trennt, eine für Aus- und eine für Eingabe. Stattdessen habt ihr nur eine Kombi-Klinke, was an Handys oder dem DualShock ein Vorteil ist - nicht, dass das Set da nach was klingen würde, aber es funktioniert. Sonst eher nicht so, ich musste erst ein Splitter-Kabel kaufen, um das Theta Electret an irgendeiner Soundkarte zu betreiben. Das kostete jetzt nicht viel, acht Euro, aber das ist ein Grund mehr, dass es als essenzielles Zubehör von vornherein in die viel zu große Kiste gehören sollte.

Asus Theta Electret Headset: Das Setup entscheidet den Klang - und ist alles andere als einfach.

Hier wurde es jetzt kompliziert. Wie schon eingangs gesagt, vergesst einfach den Klinkenausgang am Laptop. Vergesst eine 50-Euro-Extern-Soundkarte. Es funktioniert, es kommt solider Klang raus, aber die Mischung des Klangverlaufs kommt nicht auf Touren. Der Basstreiber kommt gar nicht in Schwung und der Rest bleibt flach und leblos. Ihr solltet eine ordentliche Karte wie eine der besagten Essence-Karten oder eine gute alte Sound Blaster ZxR haben. Minimum. Bessere Ergebnisse bekam ich mit dedizierten Kopfhörerverstärkern wie dem kleinen Musical Fidelity, aber auch dem Kopfhörerausgang von ordentlichen Verstärkern. Ich hatte leider keinen von Asus Essence One oder einen seiner Nachfolger hier, aber ich nehme an, dass sie auch mehr als genug Leistung haben, um dem Electret Beine zu machen.

Aber selbst mit an sich vergleichbaren Geräten in ähnlichen Preisklassen - zum Beispiel der Musical Fidelity vs. eine Project Head-Box 2 - zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen, von sehr unterschiedlichen Geräteklassen mal ganz abgesehen. Insoweit kann ich es mir hier auch sparen, einzelne Musik- oder Sound-Beispiele universell zu analysieren, weil der Theta Electret an einer anderen Quelle einfach zu unterschiedlich klingt, um irgendeine Aussage relevant zu halten, sofern ihr nicht genau diese Quelle nutzt.

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ASUS ROG Theta Electret Headset Test: Ja, man kann ein Gaming-Set an dieses ASUS Essence III stecken. Das oder ich nehme ein paar Kopfhörer, die zu diesem 1500-Euro-Schlachtschiff passen.

Die Bandbreite, die ich am Ende hatte, reichte von unbrauchbar - billige Soundkarten - über interessant mit Schwächen - Project Head-Box und erstaunlicherweise ein geliehener Teac DU-505 - bis hin zu brillant. Letzteres hatte ich an dem Musical Fidelity, meinem alten Sony TA-F 870ES und, am wichtigsten, an der Sound Blaster ZxR. Während die anderen Geräte zwar die Höhen und Mitten brillant darstellten und damit die Stärke des Electret-Treibers ausspielten, passte das Bass-Verhältnis einfach nicht. Die Bässe waren schlicht nicht da und selbst mit Equalizer-Nachhilfe ließ es sich einfach nicht vernünftig ausgleichen.

Aber auch bei den anderen drei Geräten wurde schnell klar, dass Donner-Bässe nicht die Stärke des Theta Electret sind, jedenfalls nicht im Sinne der üblichen Gaming-Headsets. Ich habe selten einen so klaren, aber gleichzeitig fast nicht existenten Bass-Sound gehört wie auf diesem Set. Es ist die schiere Brillanz eines Live-Donners, bei dem ein höheres Wesen den Regler so weit runterdrehte, damit sich nur niemand gestört fühlt. Nicht mal der Zuhörer selbst. Die Verlaufskurve zeigt ein dramatisches, klar hörbares Abfallen in den unteren Hz-Zahlen. Das erstaunt etwas, denn eigentlich sollte der Neodym-Basstreiber an sich keine Probleme haben oder sogar zu übertreiben, wenn das das Ziel wäre. Aber scheinbar wollte man das Klangverhalten eines elektrostatischen Kopfhörers komplett simulieren und so ist das definitiv kein Hörer für Leute, die gerne Bässe mögen. Ich mag keine Bässe, die übertreiben, aber ganz ehrlich, das hier ist schon etwas zu wenig, selbst bei den Best-Case-Szenarien der Technik oben. Erst mit einem guten alten Hi-Fi-Equalizer kam ich dahin, wohin ich wollte. Aber das ist schon eine Menge Aufwand, um ein paar Bässe mehr rauszukitzeln.

Asus Theta Electret Headset: Flachste Tiefe, höchste Höhen

Dazu kommt, dass ich selbst diese Ergebnisse nur mit den Kunstleder-Polstern bekam. Da mir diese schnell zu warm wurden, wechselte ich zu den so bequemen Stoff-Polstern und ich habe noch nie so einen dramatischen Unterschied zwischen zwei Materialien gehört. Die leichten Stoffpolster scheinen direkt die Bässe aufzusaugen und für sich zu behalten, es gab praktisch keine unteren Frequenzen mehr. Die Kunstledervariante scheint diese zum Ohr zurück zu reflektieren und packt sie dahin, wo sie sein sollten. Für eine Stunde oder so, denn dann fielen mir schlicht die Ohren ab, so warm wurde es. Und nein, diese Tests fanden statt, bevor es draußen so richtig Sommer wurde. Jetzt, bei 35 Grad das Kunstleder des Electret zu ertragen? Schlicht undenkbar. Ein sehr schwieriger Fall, dieses Headset, egal wie man es dreht, wendet, anschließt oder ausrüstet.

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ASUS ROG Theta Electret Headset Test: Problemzone: Mit den Polstern rechts schmelzen die Ohren nicht, mit denen links klingt es ganz gut. Man kann hier nicht alles haben.

Auf der anderen Seite des Klangspektrums habt ihr pure Freude. Eine unglaublich weite Soundstage eröffnet sich den glasklaren Mitten und Höhen, die eine reine Freude sind. War der ganze Raum um die Ohren in den riesigen Muscheln also nicht umsonst, hier können die Theta Electret sogar mit weit teureren Hi-Fi-Schlachtschiffen mithalten. Ich habe damit ein paar MS-DOS-Klassiker mit Midi-Sound gespielt und das Ergebnis war schlicht und ergreifend so brillant, dass ich auf dem Boden kniete und vor Glück weinte. Nicht wirklich, aber es war wirklich gut. Nicht weniger gut ist die Orientierung in modernen Spielen. Der Wumms der Explosionen in einem Destiny 2 oder CoD: Black Ops 4 mag fehlen, aber dafür hört ihr exakt Richtungen. Alle Richtungen. Schritte, Explosionen, Entfernungen lassen sich gut einschätzen. Es ist natürlich auch hier kein wirklich exaktes Surround im Sinne von dedizierten Boxen, aber die Klarheit und Brillanz der Mitten und Höhen hilft euch bei praktisch allen Spiel-relevanten Dingen. Und wenn doch mal was explodiert, dann stört der Bass wenigstens nicht... Ich kann es nicht schönreden. Sicher, wenn man besser spielen möchte und sich wirklich auch auf Geräusche verlässt, um sich besser zu orientieren, Gegner abzupassen oder rechtzeitig gewarnt zu sein, dann gibt es kaum ein besseres Set. Aber Spaß habe ich mit anderen und zwar deutlich mehr.

Für Musik und Film dann kann ich dem Theta Electret wirklich nicht viel abgewinnen. Bei fast jeder Art von Musik fällt der schwache Bass-Verlauf so sehr ins Gewicht, dass einfach etwas fehlt und alles irgendwie unvollständig klingt. Bei Filmen ist es nicht anders. Ja, ein reiner "Talkie" wie Frost/Nixon funktioniert ausgezeichnet, aber ein Inception verliert einfach mit einem Mager-Bass. Ich habe eine Menge Non-Gaming-Dinge mit einer Menge Setups mit dem Theta Electret ausprobiert, aber wirklich zufrieden war ich am Ende nie.

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ASUS ROG Theta Electret Headset Test: Nicht das beste Mikro der Welt, aber schon sehr gut.

Wo das Theta Electret dann aber wieder gewann, war Kommunikation. Wir leben in der Zeit der virtuellen Presse-Events, ich hatte ein paar mehr Slack- und Zoom-Calls quer über den Globus als sonst und bei jedem davon verstand mich die Gegenseite glasklar, wenn auch ohne allzu viel Dynamik, wie mir berichtet wurde. Aufnahmetests scheinen das zu bestätigen, aber dafür werden Umgebungsgeräusche gut gefiltert. Nur das sehr laute Tippen auf klappernden mechanischen Tasten war dann doch zu viel und kam noch leicht durch. Dafür bleiben Atemgeräusche auf meiner Seite, wenn ich das bequem zu positionierende Mikro etwas tiefer schob, ohne dass dies die Qualität der Sprache groß veränderte. Es ist vielleicht nicht das beste Mikro am Markt, aber es erledigt seinen Job sehr gewissenhaft und solide. Lediglich der Regler für die Stummschaltung überrascht: Während der Rest nahezu tadellos verarbeitet wurde, habt ihr hier einen der haptisch billigsten Schiebeschalter aller Zeiten. Ernsthaft, ein 15-Euro-China-Set würde sich ein wenig für diesen Schalter schämen. Nun, zumindest funktioniert er ohne Probleme.

Asus Theta Electret Headset: Was sind die Konkurrenten?

Nun... Eigentlich gibt es keine. Jedenfalls keine direkt vergleichbaren. AKG hatte mal vor Ewigkeiten was, aber das ist eine Frage von Ebay und viel Geduld, mal eines zu finden, so alt und obskur ist das K340. Dann ist da natürlich noch Stax und andere reine elektrostatische Hörer, aber das sind auch keine Headsets und bewegen sich preislich in komplett anderen Sphären. Auf der anderen Seite habt ihr jede Menge Gaming-Headsets aller Preisklassen. Hier wäre das wohl Beyerdynamic MMX 300 für etwa 300 Euro ein preislicher Konkurrent. Sennheisers GSP 550 ist für 250 Euro mit 7.1 ausgestattet und es gibt zig mehr. Alle müssen ohne die brillanten Höhen und Mitten einer Elektret-Lösung leben, haben dafür aber sinnvolle Bässe zu bieten. Also ja, in seiner verschrobenen Existenz als Exot ist das Theta Electret weitestgehend allein am Markt.

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Asus ROG Theta Electret Headset Test Fazit - Sie bauten es, weil sie es konnten.

Ich habe selten so mit einem Set gekämpft, wollte es wirklich lieben und habe über Monate immer neue Technik auf es geworfen, um zu sagen: "Da kannst das, ich weiß, dass du das kannst, du kannst mich zu einem Electret-Gläubigen machen!" Aber es hat nicht sollen sein. Sicher, die Brillanz und Weite des Hoch- und Mitteltonbereichs ist in dieser Preisklasse unerreicht, aber das Klangspektrum geht nun mal auch nach unten und da habe ich die Wahl zwischen fast nichts, aber meine Ohren dürfen leben - Stoffpolster - oder nicht viel und meine Ohren fallen ab - Kunstleder. Das ist für fast 300 Euro ehrlich gesagt der Punkt, an dem ich die Waffen strecken muss. Wenn ihr die Chance habt, euch das Set auszuleihen, wenn euer Setup viele Möglichkeiten zu Klangkorrektur und hohe Ausgangsleistung zu bieten hat, dann kann man aus dem Theta Electret fast so etwas wie ein ganzheitliches und dann auch exzellentes Klangbild herausholen. Aber ehrlich gesagt ist das ein wenig zu viel Aufwand für ein vielleicht dezent besseres Ergebnis als gute Hörer mit normaler Treiberbestückung es abliefern.

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An eine Switch? Kann man machen. Weil es geht. Nicht, weil es irgendwie sinnvoll wäre.

Ich habe keine Ahnung, ob jemand bei Asus an diese Technik glaubt und sie für ein Theta Electret 2.0 verbessern will, aber irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen. Es fühlt sich an wie ein verschrobenes Vanity-Projekt eines Tüftlers, der vielleicht ein Fan des alten AKG war. Es hat definitiv seine Stärken, aber die Kompromisse in der Bauweise halten es zurück und zu entscheiden, ob ich den Wärmetod sterben will oder keine Bässe habe, ist leider für mich der Todesstoß für ein Headset, das ich um jeden Preis lieben wollte, aber einfach nicht konnte.

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Über den Autor:

Martin Woger

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Chefredakteur

Chefredakteur seit 2011, Gamer seit 1984, Mensch seit 1975, mag PC-Engines und alles sonst, was nicht FIFA oder RTS heißt.

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