Days-Gone-Autor sagt, ihr sollt Vollpreistitel kaufen, wenn ihr ein Sequel wollt

Alles oder nichts.

  • Wer keinen Vollpreistitel kauft, braucht sich nicht zu beschweren, wenn keine Fortsetzung erscheint
  • So lautet die Aussage von Days-Gone-Autor John Garvin
  • Days Gone ist im April Teil von PlayStation Plus

Wer ein Spiel im Angebot kauft oder wartet, bis es gratis in einem Abo-Service erscheint, braucht sich nicht zu beschweren, wenn das Spiel keine Fortsetzung erhält. So lautet zumindest die Meinung des Autors und Creative Directors von Days Gone.

John Garvin spricht in einem Interview auf David Jaffes YouTube Kanal darüber, wie das Debüt von Days Gone im PlayStation-Plus-Abo verlaufen ist. Im April wurde der Titel für den Abo-Service von Sony freigeschaltet.

"Ich habe eine Meinung zu etwas, das für das Publikum von Interesse sein könnte, und es könnte einige von ihnen verärgern", sagte Garvin. "Wenn ihr ein Spiel liebt, kauft es zum verdammten Vollpreis. Ich kann euch nicht sagen, wie oft ich Gamer gesehen habe, die sagten 'ja, ich habe das im Angebot bekommen, ich habe es durch PS Plus bekommen, was auch immer'.

Wie Spieler vorher wissen sollen, ob sie ein Spiel lieben oder nicht, kann Garvin auch nicht sagen. Trotzdem betont er: "Man sollte sich nicht beschweren, wenn ein Spiel kein Sequel bekommt, wenn es zum Launch nicht unterstützt wurde."

In diesem Zusammenhang nennt der Entwickler God of War. Der Titel habe zum Launch Millionen von Verkäufen gehabt, Days Gone nicht. Ohne Einnahmen gibt es eben auch kein Sequel. Sind also die Spieler schuld daran, dass kein Days Gone 2 erscheint?

Auf Metacritic kommt Days Gone auf einen Score von 71 - God of War hingegen auf 94. Möglicherweise hängt die Bereitschaft, den vollen Preis zum Launch zu zahlen, auch mit der Qualität des Titels zusammen. Wer nach einem Test durch eine mittelmäßige Bewertung unschlüssig ist, ob ihm das Spiel wirklich Spaß macht, wartet lieber, bis er den Titel etwas günstiger abgreifen kann.

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Oh Boy! - Da vergleicht Garvin ja wirklich Äpfel mit Birnen.

Auch die Piraterie sieht Garvin in diesem Zusammenhang als Problem. "Ich kann dir sagen, als wir [Syphon Filter] Dark Mirror [für PSP] gemacht haben, wurden wir bei Dark Mirror so abgezockt, weil Piraterie eine Sache war und Sony nicht wirklich mitbekommen hat, was Piraterie mit den Verkaufszahlen macht", sagt der Days-Gone-Autor.

"Und wir zeigten ihnen Torrents, eine Torrent-Seite hatte 200.000 Kopien von Dark Mirror heruntergeladen. Wenn ich mich richtig erinnere, könnten die Zahlen falsch sein, aber egal, ich war damals stinksauer darüber, ich dachte: 'Das ist Geld aus meiner Tasche'."

"Ich denke also, dass der Anstieg der Nutzung des Spiels nicht so wichtig ist wie die Frage: Hast du das Spiel zum vollen Preis gekauft? Denn wenn du das getan hast, dann unterstützt du damit direkt die Entwickler."

Generell hat der Days-Gone-Autor damit Recht. Wer den vollen Preis zahlt, gibt dem Entwickler mehr Geld in die Hand, um an weiteren Projekten zu arbeiten. Ob ein Spieler 60 oder 70 Euro in die Hand nehmen will, bleibt am Ende ihm überlassen.

Der Markt ist so ausgelegt, dass ein gutes und gefragtes Produkt einen Gewinn erwirtschaftet, der dem Entwickler finanzielle Mittel für neue Spiele, Sequels oder DLCs einbringt. Ein weniger gefragtes Produkt bringt auch weniger Erträge ein und landet schneller im Sale oder im Konsolen-Abo-Service. Daran sind oft jedoch nicht die Spieler schuld, sondern das Produkt. Change my mind.

Ein Days Gone 2 wird jedenfalls nicht mehr erscheinen, wie Bloomberg Anfang des Monats berichtete.

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Melanie Weißmann

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