Epic Games: Der Borderlands-3-Deal kostete 146 Millionen Dollar - für sechs Monate PC-Exklusivität

Jeden Cent wert.

  • Epic Games hat insgesamt 146 Millionen Dollar investiert, um Borderlands 3 PC-exklusiv anzubieten
  • Durch diese Aktion hat Epic Games viele neue Kunden gewonnen

Epic Games wurde schon vor Jahren von der Investitionswut gepackt. Ein besonders aufsehenerregender Deal entstand mit 2K, dem Publisher von Borderlands 3. Der Titel erschien zu Release für ganze sechs Monate PC-exklusiv beim aufstrebenden Steam-Konkurrenten. Dank des laufenden Prozesses mit Apple wissen wir jetzt auch, wie viel Kohle Epic bei dieser Investition verbrannt hat.

Ein Dokument, das im Rahmen des Prozesses veröffentlicht und von Simon Carless - Gründer von GameDiscoverCo - getwittert wurde, zeigt, dass Epic Games 146 Millionen Dollar (etwa 121,6 Millionen Euro) im Voraus gezahlt hat, um Borderlands 3 für den PC sechs Monate exklusiv auf seiner Plattform anbieten zu dürfen.

Die Fortsetzung der verrückten Shooter-Reihe erschien am 13. September 2019 und wurde erst am 12. März 2020 auf Steam angeboten. Wer Borderlands 3 direkt zu Release auf dem PC spielen wollte, musste den Titel also bei Epic kaufen. So bin auch ich auch bei Epic Games gelandet, liebe Leser.

Genau auf Spieler wie mich hatte es Epic dabei abgesehen: Neukunden. Liegt der Triple-A-Titel erst einmal in der Bibliothek, haben die Spieler immer wieder einen Grund, den Store zu besuchen, holen sich nebenbei noch ein, zwei kostenlose Spiele ab und richten sich - ehe sie es sich versehen - ein weiteres Spieleparadies ein.

Im Detail zahlte Epic etwa 115 Millionen Dollar für den Borderlands-3-Deal, also etwa 95,8 Millionen Euro. Die Vereinbarung beinhaltete eine Mindestgarantie von 80 Millionen Dollar, eine Marketing-Verpflichtung von 15 Millionen Dollar und eine einmalige Gebühr von 20 Millionen Dollar. Zusätzlich zahlte Epic Games weitere 31 Millionen Dollar, um die Borderlands: The Handsome Collection und Civilization 6 kostenlos im Store anbieten zu dürfen.

Insgesamt beläuft sich der gebündelte 2K-Deal also auf 146 Millionen Dollar. Für die Kundenneugewinnung haben sich die Ausgaben allemal gelohnt. Die Mindestgarantie von 80 Millionen wurde bereits innerhalb der ersten zwei Wochen wieder hereingeholt und überschritten.

Mit seinem Anteil von 12 Prozent verdiente Epic Games mit Borderlands 3 in diesem Zeitraum 9,2 Millionen Dollar und erreichte knapp über 1,5 Millionen Nutzer. Ganze 53 Prozent dieser Spieler waren neu im Epic Game Store.

Auch im letzten Jahr hat Epic Games tief in die Tasche gegriffen und etwa 444 Millionen Dollar an die Entwickler gezahlt, um sie auf die eigene Plattform zu holen.

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Melanie Weißmann

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