Sony und Discord werden Partner - Messaging-Dienst kommt 2022 auf die Playstation

Ein Angebot von Microsoft wurde zuvor abgelehnt.

  • Sony und Discord gehen eine Partnerschaft auf Basis einer Minderheitsbeteiligung ein
  • Daher kommt Discord Angang 2022 auf PS4 und PS5
  • Ein Angebot von Microsoft lehnte Discord ab

Sony kündigt eine Partnerschaft mit Discord an - und das nur Wochen nachdem der Messaging-Dienst das Übernahmeangebot von Microsoft abgelehnt hat. Sony Interactive Entertainment hat am Montag bestätigt, dass das Unternehmen eine Minderheitsbeteiligung an Discord getätigt hat. Der beliebte Sprachchat soll Anfang nächsten Jahres auf PS4 und PS5 kommen.

"Unsere Teams arbeiten bereits hart daran, Discord mit dem sozialen und Gaming-Erlebnis im PlayStation Network zu verbinden", sagte SIE-Präsident Jim Ryan in einem Statement. Für Sony öffnet sich durch die Partnerschaft mit der sozialen Plattform eine Tür zu einer riesigen Community.

"Unser Ziel ist es, die Discord- und PlayStation-Erlebnisse auf Konsolen und Mobilgeräten ab Anfang nächsten Jahres näher zusammenzubringen, damit Freunde, Gruppen und Communitys zusammen abhängen, Spaß haben und einfacher kommunizieren können, während sie gemeinsam Spiele spielen."

Um ihr Netzwerk auszubauen und das gemeinsame Zocken auf den Geräten von Sony zu vereinfachen, hat SIE in den beliebten Online-Dienst investiert.

"Schon bei unserem ersten Gespräch mit den Mitbegründern Jason Citron und Stan Vishnevskiy war ich von ihrer lebenslangen Liebe zum Gaming und der gemeinsamen Leidenschaft unserer Teams inspiriert, Freunde und Communitys auf neue Weise zusammenzubringen", sagte Ryan.

"Spieler in die Lage zu versetzen, Communitys zu gründen und gemeinsame Spielerlebnisse zu genießen, ist das Herzstück dessen, was wir tun, daher sind wir mehr als begeistert, diese Reise mit einem der beliebtesten Kommunikationsdienste der Welt zu beginnen."

Ende April war das Übernahmeangebot von Microsoft an Discord abelehnt worden, berichtet Bloomberg. Um sich den Sprach- und Videochat-Dienst anzueignen, bot der Xbox-Hersteller zehn Milliarden Euro. Discord lehnte das Angebot mit der Begründung ab, dass es sich langfristig auf einen möglichen Börsengang konzentrieren wolle.

Naja, immerhin haben sie ja noch Skype. Wobei dieses alte Tool zur Videotelefonie mit rund 47 Millionen monatlichen Nutzern im Januar 2021 das Nachwuchstalent Discord nur noch am fernen Horizont erspähen kann.

Die einst für Gamer gegründete Plattform ist in den sechs Jahren seiner Existenz mächtig gewachsen. Bereits mehr als 140 Millionen monatliche Nutzer verzeichnet der praktische Video-Chat-Dienst, der inzwischen nicht nur unter Spielern für die Kommunikation genutzt wird.

Für PlayStation bedeutet die Partnerschaft mit Discord den Zugang zu einer Community, die sich normalerweise außerhalb von Sonys Gerätelandschaft aufhält. Potenzielle Neukunden, soweit das Auge reicht...

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Melanie Weißmann

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