Tencent könnte seine Anteile an Riot und Epic Games verlieren

Verhandlungen mit US-Behörden laufen.

  • Tencent Holdings führt derzeit Gespräche mit den US-Behörden, um seine Anteile an Riot Games und Epic nicht zu verlieren
  • Der chinesische Gaming-Gigant muss beweisen, dass sein Umgang mit persönlichen Daten kein Risiko darstellt
  • Es wird über "risikomindernde Maßnahmen" diskutiert

Der chinesische Internet- und Gaming-Gigant Tencent verhandelt seit Ende 2020 mit den US-Behörden, um seine Anteile an Riot Games und Epic Games zu behalten. Im schlimmsten Fall könnte die US-Regierungsbehörde Tencent dazu zwingen, seine Anteile aufzugeben.

Laut einem neuen Reuters-Bericht befindet sich Tencent Holdings mit dem "Commitee on Foreign Investment in the United States" im Gespräch, damit es sein starkes Gaming-Imperium im Westen behalten darf. Entscheidend hierfür ist der Verlauf der Gespräche.

Tencent muss dem CFIUS beweisen, dass sein Umgang mit persönlichen Daten kein Risiko für die nationale Sicherheit der USA darstellt - erst dann kann das Unternehmen seine Anteile an den beiden Spielefirmen behalten. Aktuell besitzt Tencent Riot Games vollständig und ist mit satten 40 Prozent an Epic Games beteiligt.

Reuters schreibt, dass Tencent "über risikomindernde Maßnahmen verhandelt". Worum es sich bei diesen Maßnahmen genau handelt, wird nicht im Detail erläutert.

Wer das Geschehen in den USA unter der Führung von Trump im Auge behalten hat (und ich denke, dass ein Auge dafür sicher gereicht haben müsste), dürfte mitbekommen haben, dass der jetzt ehemalige US-Präsident Trump eine Exekutiv-Verfügung gegen einige chinesische Social-Media-Plattformen erlassen hat.

So wurden jegliche Transaktionen im Zusammenhang mit der chinesischen Kurzvideo-Plattform TikTok sowie Tencents Kommunikations-Dienst WeChat untersagt. Wie die South China Morning Post berichtet, wollte Oracle TikToks US-Geschäft übernehmen.

Im Februar brachen die Verhandlungen jedoch zusammen. Es wird vermutet, dass die Gespräche abgebrochen wurden, da "der Deal hauptsächlich dazu diente, Forderungen der Trump-Administration zu erfüllen".

Biden löst diese skeptische Haltung gegenüber China ib Bezug auf den Schutz der persönlichen Daten nicht auf, betont Reuters. Chinesische Firmen wie Tencent müssen sich also weiterhin mit den US-Behörden auseinandersetzen.

Riot Games möchte sich nicht zu diesem Thema äußern und behauptet, unabhängig von Tencent zu arbeiten, heißt es in dem Reuters-Bericht. Epic Games habe laut eigenen Aussagen keine Nutzerdaten mit Tencent geteilt.

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Melanie Weißmann

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