Call of Duty: Activision trennt sich nach sexistischen Kommentaren von Ghost-Sprecher Jeff Leach

Wenn der Ghost geghostet wird.

  • Activision trennt sich von Ghost-Synchronsprecher Jeff Leach
  • Er soll sich als Partner von Activision und Facebook Gaming mehrfach sexistisch geäußert haben
  • Viele Community-Mitglieder machten auf sein Fehlverhalten aufmerksam

Activision hat alle Beziehungen zu Jeff Leach, dem neu gecasteten Synchronsprecher für den Operator Ghost von Call of Duty: Modern Warfare, beendet, da Leach sich in den sozialen Medien mit sexistischen Kommentaren unbeliebt machte.

Für den Reboot von Modern Warfare wurde die Originalbesetzung 2019 neu gecastet und Leach bekamt die Sprechrolle für den Charakter Ghost. Im Februar 2020 wurde dieser als Operator in Staffel 2 hinzugefügt.

Leach streamte seit 2020 als offizieller Partner auf Facebook Gaming und spielte dabei häufig Warzone. Dabei gab der Synchronsprecher ab und an extrem sexistische Kommentare von sich. Damit ihr einen Eindruck vom Ausmaß seiner Wortwahl erhaltet, haben wir euch hier einen Clip von NitroLukeDX auf Twitter rausgesucht:

An einer Stelle im Clip sagt Leach: "Ich liebe es, dass es immer so eine dreckige, schmutzige, eklig aussehende Emo-B**ch ist, die so aussieht, als hätte sie keine Chance, ein bisschen D**k abzubekommen." Es besteht absolut kein Diskussionsbedarf, ob diese Aussage als sexistisch oder unbedenklich gewertet werden kann.

Der Clip soll aus einem Livestream stammen, der im Dezember 2020 stattfand.

Aufgrund seines Verhaltens haben bereits viele Streamer und Community-Mitglieder zurecht infrage gestellt, wie dieser Mann immer noch als Partner auftreten darf. Auch Streamerin TheZombieUnicorn teilte ihre Gedanken und Erfahrungen mit den Kommentaren von Leach - sie wurde selbst Opfer seiner verbalen Ausbrüche - und wie diese sie beeinflusst haben. Auch sie fragte sich, wieso Facebook und Activision trotz allem mit Leach zusammenarbeiten.

Leach selbst äußerte sich bereits über Twitter zu den Vorwürfen und erklärte, dass seine Aussagen aus dem Kontext gerissen wurden, um ihn zu diffamieren. Er habe lediglich versucht, einen Troll aus dem Chat zu zerstören. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass es bessere und reifere Wege gibt, um Trolle in die Schranken zu weisen.

Activision hat nun auf die vielen empörten Streamer und Mitglieder der Community reagiert und in einer Stellungnahme vom 8. Mai erklärt, dass man die Arbeitsbeziehungen mit Jeff Leach beendet habe und alle seine Äußerungen "verurteile".

"Sexismus hat keinen Platz in unserer Industrie, unseren Spielen oder in der Gesellschaft", sagt Activision in seinem Statement gegenüber Charlieintel. "Activision arbeitet nicht länger mit Jeff Leach zusammen. Wir verurteilen diese Äußerungen aufs Schärfste. Wir sind bestrebt, allen Spielern ein unterhaltsames und sicheres Erlebnis zu bieten."

Facebook Gaming hat sich bisher nicht zu den sexistischen Kommentaren von Jeff Leach geäußert.

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Melanie Weißmann

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