EA hat im letzten Geschäftsjahr 1,62 Milliarden Dollar mit Ultimate Team verdient

FIFA war dabei der Kassenschlager.

  • EA machte im letzten Geschäftsjahr ca. 1,62 Mrd. Dollar Umsatz mit Ultimate Team
  • Das macht ganze 29 Prozent der Gesamterlöse aus
  • Die Einnahmen mit Ultimate Team sind die letzten Jahre deutlich gestiegen

Dass EA mit Ultimate Team recht gut verdient, ist bekannt, es gab auch schon Vermutungen, dass es sich dabei um eine der größten Einnahmequellen des Unternehmens handelt. Nun gibt es allerdings auch eine Umsatzzahl: 1,62 Mrd. Dollar hat Electronic Arts im letzten Geschäftsjahr damit gemacht.

Dabei handelt es sich um die Summe an Einnahmen über alle Ultimate-Team-Modi von EA hinweg, die laut Eurogamer.net 29 Prozent der Gesamterlöse von EA ausmachen. Was ebenfalls nicht erstaunlich ist: FIFA Ultimate Team spielte als beliebtestes dieser Formate offenbar den größten Teil ein, wie aus einem Finanzreport des Unternehmens hervorgeht.

Die Umsätze der Firma mit Ultimate Team sind in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. So waren es 2019 1,369 Mrd. und 2020 bereits 1,491 Mrd. Dollar. Das geht nicht nur aus dem Finanzbericht, sondern auch aus einem Tweet von Marktanalyst Daniel Ahmad hervor. Dieser basiert ebenfalls auf den Zahlen des EA-Dokuments und stellt den deutlichen Anstieg an Einnahmen mit Ultimate Team über die Jahre heraus:

Wie Ahmad klarstellt, hat sich nur in der ersten Zeile ein Fehler eingeschlichen und es sollte NHL heißen.

Wie zu erwarten, zeigen Tweet und Finanzunterlagen, wie wichtig Ultimate Team für EA ist und auch, warum das Unternehmen viel Arbeit darin investiert, den Modus zu verteidigen. Kürzlich war EA nämlich deshalb stark in die Kritik geraten und das nicht zum ersten Mal. Aus einer firmeninternen Präsentation ging hervor, dass Electronic Arts möglicherweise Leute - besonders FIFA-User - gezielt dazu bewegen möchte, den Ultimate-Team-Modus zu verwenden, um noch höhere Umsätze zu machen.

Das Problem daran? Das Spiel beinhaltet unter anderem kostenpflichtige Lootboxen und wurde daher von zahlreichen Seiten bereits als Glücksspiel kritisiert. Dabei gibt es Berichte von Pay-to-Win-Mechaniken, die nötig seien, um bei Ultimate Team in einer hohen Liga zu spielen, was einige gerade im Hinblick auf ein recht junges Zielpublikum, beispielsweise bei FIFA, kritisch sehen.

Ein paar Länder klagten deshalb bereits gegen das Unternehmen, um Ultimate Team als Glücksspiel zu verbannen, einige davon, wie die Niederlande und Belgien, sogar mit Erfolg. Auch hier in Deutschland könnten strengere Jugendschutzgesetze bald dafür sorgen, dass die Modi hierzulade dank der Lootboxen ab 18 eingestuft werden. Mehr zu diesem Krimi könnt ihr allerdings in unserem letzten Bericht zu besagten Marketing-Unterlagen von EA durchlesen.

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Über den Autor:

Judith Carl

Judith Carl

News Redakteurin

Die Neue bei Eurogamer. Adventure-Freak und Fan von guten Geschichten. Begeisterte Sängerin. Mag Rollenspiel, Podcasts und Trashfilme.

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