Jim Ryan sagt, Sonys Cross-Play-Politik sei "konsistent"

Zahl der Cross-Play-Spiele soll wachsen.

Und wieder eine News, die mit "Jim Ryan sagt" beginnt. Diesmal spricht der CEO von PlayStation über Sonys "konsistente" Cross-Play-Politik. Das Unternehmen wolle in Zukunft außerdem mehr Cross-Play in Multiplayer-Titeln anbieten.

In einem Interview mit Axios sagte Ryan, dass "wir Cross-Play unterstützen und ermutigen" und betonte, dass dieses Feature bereits bei vielen großen Spielen wie Fortnite, Rocket League, Call of Duty und Minecraft verfügbar sei. "Diese Zahl wird weiter wachsen", sagte er.

Als einzige Plattform wehrte sich Sony seinerzeit bis ins Jahr 2018 gegen die Umsetzung von Cross-Play auf der PlayStation. Das Unternehmen fürchtete - und fürchtet es wohl immer noch -, dass Spieler Gegenstände auf anderen Plattformen erwerben, diese jedoch hauptsächlich auf der PlayStation nutzen.

Es geht also um mögliche finanzielle Verluste. Um diese auszugleichen, fordert Sony von anderen Plattformen Geld, wenn der Anteil der Einnahmen durch In-Game-Käufe weniger als 85 Prozent der PlayStation-Nutzer beträgt.

Laut Epic Games CEO Tim Sweeney sei Sony der einzige Hersteller, der Lizenzgebühren für Cross-Play verlangt. Alle anderen Plattformbetreiber nehmen dieses Risiko in Kauf, ohne davon zusätzlich zu profitieren.

Nur bei Borderlands 3 und vereinzelten anderen Titeln greift die einheitliche die Cross-Play-Politik von Sony nicht. Obwohl plattformübergreifendes Spielen bei mehr Multiplayer-Spielen unterstützt werden soll, stellte sich Sony hier als einziger Hersteller bei der Umsetzung quer. Nun gibt es nur Cross-Play zwischen Xbox und PC.

Das Argument, mit der Sony diesen Schritt begründe passt jedoch wieder ins Gesamtbild, denn Sony fürchtet durch das plattformübergreifende Spielen in Borderlands 3 reduzierte Einnahmen. Zumindest in einigen Fällen scheint der monetäre Aspekt die Cross-Play-Freundlichkeit noch zu überschatten.

Live auf Sendung wollte Ryan nicht über diese Geschäftsprobleme sprechen, betonte aber, dass "unsere Richtlinien über alle Publisher hinweg gleich sind". Ein wenig mehr Transparenz darüber, warum einige Verhandlungen trotz Sonys geänderter Sichtweise auf das plattformübergreifende Spielen scheitern, wären an dieser Stelle hilfreich. Was hinter den Kulissen abgeht, wissen aktuell nur die Betroffenen selbst.

Mal sehen, wie sich Sonys Cross-Play-Politik zukünftig entwickelt.

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Melanie Weißmann

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