Activision wagt erste Schritte gegen neue Cheat-Software mit Auto-Aim

Umgeht die Sicherheitssysteme der Konsolen.

Update vom 9. Juli 2021: Activision ist das erste Studio, dass offiziell Maßnahmen gegen die von der Anti-Cheat-Gruppe ACPD gefundene Cheat-Software einleitet. Besonders für Konsolen stellt das Cheat-Programm ein Problem dar, da es die Sicherheitssysteme von PlayStation und Xbox umgehen kann.

Wie ACPD berichtet, hat der CoD-Publisher bereits jetzt damit begonnen YouTube-Kanäle abschalten zu lassen, die für die illegal Software werben. Wahrscheinlich hat Activision auch schon erste Schritte zur Bekämpfung des Super-Cheats vorgenommen. Da kann dem Publisher zumindest keiner vorwerfen sie hätten nicht früh genug die Initiative ergriffen.

Ursprüngliche Nachricht vom 7. Juli 2021: Eine neue und gleichzeitig beunruhigende Cheat-Software wurde entdeckt. Diese soll maschinelles Lernen benutzen, um den Spielern automatisches Zielen auf "jeder Konsole" zu ermöglichen.

Über die Anti-Cheat-Gruppe ACPD (Anti-Cheat Police Departement) wurde auf die neue Software aufmerksam gemacht. Was sie gerade für Konsolen so gefährlich macht, ist die Nutzung eines PC-Passthroughs über Netzwerk-Streaming oder eine Capture-Karte, mit der sie die Sicherheitssysteme von Xbox oder PlayStation umgeht.

Ein wenig bissig schreibt ACPD: "Meine Damen und Herren, ich präsentiere Ihnen die nächste Generation des Cheatens, die jetzt auf Konsolen verfügbar ist - und das schon seit einer Weile". Konsolen seien nun kein sicherer Ort mehr, um seine Spiele auf legale Weise zu genießen.

"Der Cheat nutzt maschinelles Lernen und sendet Eingaben an Ihren Controller, sobald er ein gültiges Ziel sieht", erklärt das selbsternannte Department.

"Das ist wie eine Zielhilfe, nur verstärkt, ohne dass Sie etwas tun müssen - Sie müssen nur in den allgemeinen Bereich zielen und die Maschine wird die Arbeit für Sie erledigen."

Das gezeigte Werbevideo aus dem Tweet deutet darauf hin, dass die Cheat-Software eine KI verwendet, um bestimmte Elemente des Spiels zu erkennen - das können etwa Bewegungen der Gegner oder Waffentypen sein. Diese laufen dann durch die genutzte PC-Software und aktivieren über diesen kleinen Umweg die Cheats für Auto-Aim und Auto-Shoot.

ACPD fügte hinzu, dass die gezeigte Software zwar immer noch von Sony und Microsoft erkannt werden könne, jedoch sei dies ein viel größerer Aufwand als bei bisherigen Cheat-Programmen. Es werden eben nicht nur die Maßnahmen zur Bekämpfung von Cheatern hochwertiger, sondern auch die Cheat-Software selbst.

Besonders in Shootern ist das ein großes Problem, denn die Entwickler kommen mit dem Bannen von Schummlern und dem Sichern der Server kaum hinterher. So bannte Activision Anfang des Jahres mehrere zigtausende Warzone-Accounts und auch Respawn bemüht sich aktuell um Besserung für sein Battle Royale.

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Melanie Weißmann

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