Pokémon Unite: Spieler beschweren sich über Pay-to-win durch Mikrotransaktionen

Money Unite.

Pokémon Unite erschien am 21. Juli 2021 kostenlos für die Nintendo Switch. Bereits einen Tag nach der Veröffentlichung beschweren sich die Spieler des MOBAs über Pay-to-win, denn mit der Premium-Währung können sich die Trainer Items kaufen, die ihre Werte verbessern.

Mikrotransaktionen wie diese verschaffen zahlenden Spielern einen unfairen Vorteil und machen besonders in kompetitiven Spielen für den Spaß am Game kaputt.

Wie das Währungs-System in MOBA von Tencents TiMi Studio Group funktioniert und wo die Spieler noch auf bedenkliche Methoden der Monetarisierung gestoßen sind, erklären wir euch jetzt.

Wenn ihr Pokémon Unite spielt, erhaltet ihr Aeos-Münzen. Diese In-Game-Währung, die ihr für Kämpfe verdienen könnt, ist auf 2.100 Münzen pro Woche begrenzt. Darüber hinaus könnt ihr Münzen durch die Teilnahme an bestimmten In-Game-Events erhalten.

Nicht zu verwechseln mit den Aeos-Tickets, die als Premium-Währung ausschließlich bei In-Game-Events erworben werden kann. Zum Schluss gibt es noch die Aeos-Edelsteine, die ausschließlich mit Echtgeld erwerbbar ist.

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Die Aeos-Edelsteine und ihre Preise im Überblick.

Im Aeos Emporium, dem Shop, könnt ihr eure Aeos-Währung ausgeben - so zum Beispiel für Items die eure Stats boosten. In einem Reddit-Beitrag merken die Spieler an, dass diese Boosts einen beachtlichen Einfluss auf die Kämpfe haben können. Für viele Spieler ist es problematisch, dass solche Gegenstände auch mit der Echtgeld-Währung erworben werden kann, besonders da der Erwerb der anderen In-Game-Währungen limitiert ist.

Ein zweites Problem sieht die Community darin, dass die Pokémon selbst ziemlich teuer sind und somit schwer zu sammeln, ohne ein paar echte Scheine dafür flattern zu lassen. Die fragwürdige Obergrenze zum Sammeln der Aeos-Münzen wird hierbei ebenfalls zu einer großen Hürde.

So kostet Gengar zum Beispiel 10.000 Münzen, was etwa einer Spielzeit von fünf Wochen entspricht, bis ihr endlich die Lizenz für die graue Grinsebacke in euren Händen halten dürft. Und Gengar ist natürlich nicht das einzige Pokémon, das gesammelt werden will. Da sehen die knapp sieben Euro für das giftige Geister-Pokémon doch gar nicht mehr so schlimm aus, oder?

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Gengar gehört zu den teureren Pokémon.

Klar, dass sich hier einige Spieler vor den Kopf gestoßen fühlen, denn immerhin soll Pokémon Unite ja ein Free-to-Play sein, indem es auf den Skill der Trainer ankommt und nicht auf die Größe ihres Geldbeutels.

Fun Fact: Pokémon-Skins und Spieler-Outfits könnt ihr nicht mit Echtgeld kaufen, dafür benötigt ihr Fashion- und Holowear-Tickets, die ihr nur durch In-Game-Events und Missionen verdienen könnt.

Immerhin gibt es ein paar kleines Monster, die euch bereits zum Start zur Verfügung stehen. So wie es aussieht könnte es jedoch ein teurer oder steiniger Weg werden, bis ihr sie alle geschnappt habt.

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Über den Autor:

Melanie Weißmann

Melanie Weißmann

News-Redakteurin  |  Melancholia_Mel

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.

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