EA gibt Patente zur Barrierefreiheit für Konkurrenten und Entwickler frei

Electronic Arts hat sich dazu entschlossen, eigene Patente zur Barrierefreiheit auch für Konkurrenten und andere Entwickler freizugeben.

Barrierefreiheit ist ein Thema, das immer wichtiger in der Branche wird und im Hinblick darauf setzt Publisher Electronic Arts nun ein positives Zeichen, indem das Unternehmen eigene Patente zur Barrierefreiheit für Konkurrenten und alle anderen Entwickler freigibt.

Nach eigenen Angaben möchte der Publisher so weitere Entwickler dazu ermutigen, neue Features zu entwickeln, um Videospiele inklusiver zu machen. Dabei geht es um insgesamt fünf verschiedene Patente von EA, die nach Unternehmensangaben entwickelt wurden, um "Spielerinnen und Spielern mit Seh-, Sprach-, Hör- oder Wahrnehmungseinschränkungen beim Spielen zu unterstützen".

Um welche Patente geht es?

Das betrifft unter anderem das Ping-System, das ihr aus Apex Legends kennt und für das EA gerade erst ein Patent in den USA erhalten hat. Es hilft bei der Kommunikation im Spiel, indem es kontextuelle Kommandos und Ankündigungen über Ton und visuell erkennbar macht.

Drei weitere Patente beziehen sich auf Menschen mit Seheinschränkungen und kommen in Titeln wie Madden NFL und FIFA zum Einsatz. Diese Technologien erkennen Farben, Helligkeit und Kontrast in einem Spiel und passen sie an, um die Sichtbarkeit von Objekten mit ähnlicher Lichtstärke zu verbessern. Spielern und Spielerinnen soll so eine bessere Interaktion damit ermöglicht werden.

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Zu den Patenten für Barrierefreiheit zählt auch das Ping-System aus Apex Legends.

"Electronic Arts stellt für eine technische Lösung, die sich ganz ähnlich um Farbenblindheit, Helligkeit und Probleme mit dem Kontrast in digitalen Inhalten kümmert, auch eine offene Lizenz für den Quellcode bereit, um so eine industrieweite Kollaboration anzuregen sowie Innovationen für die Barrierefreiheit in Videospielen voranzutreiben", heißt es. Der entsprechende Code findet sich auf GitHub.

Das fünfte Patent befasst sich mit einer personalisierten Tontechnologie, die Spielern und Spielerinnen mit Höreinschränkungen helfen soll. Sie modifiziert die Musik je nach Gehörpräferenzen oder erstellt diese eigens, um sie an die jeweilige Einschränkung anzupassen.

"Unser Team für Barrierefreiheit hat sich schon lange dem Niederreißen von Barrieren in unseren Videospielen verschrieben, doch uns ist bewusst geworden, dass wir nur dann entscheidende Änderungen bewirken können, wenn wir als Industrie zusammenarbeiten, um die Erlebnisse unserer Spielerinnen und Spieler zu verbessern", sagt Chris Bruzzo, EVP of Positive Play, Commercial and Marketing.

"Wir hoffen, dass andere Entwicklerinnen und Entwickler großen Nutzen aus diesen Patenten ziehen können, und ermutigen diejenigen mit den nötigen Ressourcen, der nötigen Innovationskraft und der nötigen Kreativität dazu, ihre eigenen Zusicherungen zu machen, damit Zugänglichkeit in Videospielen an erster Stelle stehen kann. Wir heißen Zusammenarbeit mit anderen dabei, Ideen zu sammeln, um die Industrie nach vorne zu bringen, jederzeit willkommen."

In Zukunft möchte EA weitere solche Patente freigeben und mehr Technologien identifizieren, die das Unternehmen als offene Lizenzen freigeben kann.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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