Riders Republic zeigt, dass ein Multiplayer mehr sein muss als nur ein Spiel

Riders Republic bietet mehr als nur eine reine Multiplayer-Sportsimulation. Das alleine reicht auch nicht mehr, um als Online-Game erfolgreich zu sein, findet Melanie.

Riders Republic hat mich nach der Beta zum Nachdenken gebracht. Der Titel hat meine unverdient niedrigen Erwartungen übertroffen und mir wirklich viel Spaß gemacht. Obwohl das Prinzip der Wettrennen im Bereich der Rennspiele nicht Neues ist und wir auch die einzelnen Sportarten von Riders Republic aus Spielen wie Steep oder Descenders kennen, macht der kommende Titel von Ubisoft etwas anders.

Es ist mehr als nur ein Spiel. Es ist eine ganze Reihe davon, geschnürt in einem Paket.

Riders Republic spickt bei den erfolgreichen Multiplayern

Anstatt sich auf eine Sportart oder einen Modus zu konzentrieren, bietet der Titel einfach sechs verschiedene Disziplinen und verschiedene Modi für jeden Geschmack. Du magst lieber Snowboarden und das Meistern von schweren Tricks? Dann geht's für Dich ab in die Trainings-Akademie oder die Trick-Battles.

Lieber allein im Wingsuit durch die Lüfte gleiten? Geht im Karrieremodus. Wer alles cool findet oder sich nicht entscheiden kann, geht einfach auf die Multisport-Piste. Mit bis zu fünf weiteren Freunden könnt ihr viele Aktivitäten auch in einer kleinen Gruppe wagen. Eine offene Welt gibt es auch zu entdecken.

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Die große Welt bietet einen schönen Ausblick und einige Artefakte, die ihr einsammeln könnt.

Es reicht gerade online also nicht mehr nur einen Weg einzuschlagen, viel eher will man den Spielern immer einen möglichst umfangreichen Spielplatz bieten. Anderenfalls könnten diese schnell das Interesse verlieren und einfach zum nächsten kompetitiven Multiplayer wandern.

So machen es andere Online-Größen

Diese Entwicklung sehen wir in vielen Genres, die auf die knapp bemessene Aufmerksamkeit und Geduld von Online-Spielern angewiesen sind. Im "Battle of Royales" kämpfen Apex Legends, Fortnite und PUBG mit klassischen Mitteln wie neuen Karten, Modi und Skins um die Gunst der Spieler.

Je mehr Content und Auswahl geboten wird, desto besser. So sieht es auch bei Destiny 2 aus. Neben der Story und einigen Solo-Missionen gibt es kompetitive PvP- und PvEvP-Modi sowie große Raids. Alles was man als Multiplayer-Fan ebenso brauchen könnte - bis auf ein aussagekräftiges Rangsystem und E-Sport-Relevanz.

League of Legends bringt das zum Beispiel mit, fährt aber einen anderen Ansatz, wenn es darum geht, Spieler auf vielen Ebenen zu unterhalten. Statt Solo- und Mehrspieler-Modi setzt das MOBA auf das Hauptspiel als Basis und bietet ringsherum einige Spaß-Modi sowie einen im Launcher integrierten Auto-Battler.

Mehr Spiel für Mehrspieler

Das was Destiny 2 durch seine Vielfalt an Waffen und Gegnern und League of Legends durch seine vielen Champions und Items bietet, macht Riders Republic mit seinen verschiedenen Sportarten und dem entsprechenden Equipment wett. Jedes BMX, jedes Paar Ski und jedes Snowboard hat individuelle Stärken und Schwächen und bietet Balancing-Potenzial.

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Jedes Rad ist anders und bietet neue Möglichkeiten. Da dauert es eine Weile, bis man seinen perfekten Begleiter gefunden hat.

In Sachen Modi-Auswahl und Erlebnisvielfalt steht der Multisport-Multiplayer von Ubisoft anderen Online-Games nicht in viel nach. Darf er auch nicht, wenn er in diesem hart umkämpften Feld erfolgreich sein will.

Ein Multiplayer muss heutzutage eben mehr sein als nur ein Spiel - es muss mehrere, vollwertige Spiele gleichzeitig sein, um mit den hohen Ansprüchen der Gamer mitzuhalten und sie auf lange Sicht bei Laune zu halten.

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Über den Autor:

Melanie Weißmann

Melanie Weißmann

News-Redakteurin  |  Melancholia_Mel

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.

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