Pokémon Go: Niantic möchte in Zukunft transparenter sein - bessere Kommunikation mit der Community

Nach der jüngsten Kritik an Pokémon-Go-Entwickler Niantic möchte das Unternehmen in Zukunft transparenter agieren.

Nach der zuletzt heftigen Kritik an Pokémon Go-Entwickler Niantic hat sich das Unternehmen nun dazu geäußert, wie es zukünftig mit der Community umgehen und kommunizieren möchte.

In einem neuen Blogeintrag kündigt Niantic an, in Zukunft transparenter zu sein und seine Kommunikation mit den Spielern und Spielerinnen zu verbessern.

Was war passiert?

Grund für die heftige Kritik war Niantics Entscheidung, die Interaktionsdistanz mit Pokéstops und Arenen von 80 auf 40 Meter zu reduzieren. Die Distanz wurde nach dem Start der Corona-Pandemie erhöht und sollte es erlauben, beim Spielen besser auf Abstände zu achten.

Zuvor hatte Niantic schon einmal angekündigt, die Distanz wieder zu reduzieren, diese Entscheidung aber nach Kritik revidiert. Im zweiten Versuch ging es so weit, dass es testweise in Australien und den USA umgesetzt wurde.

Daraus resultierten heftige Proteste und auch Boykottaufrufe. Am Ende knickte das Unternehmen doch wieder ein und nahm zur Freude der Spieler und Spielerinnen auch diesmal seine Entscheidung zurück.

Was Niantic jetzt sagt

"Wir haben uns das Feedback der Spieler angehört und außerdem vier Gesprächsrunden organisiert, bei denen ich mit über 30 Community-Leitern aus der ganzen Welt gesprochen habe (vielen Dank an alle für ihre Teilnahme!)", schreibt Executive Producer Steve Wang.

"Die beiden wichtigsten Themen, die wir gehört haben, waren: Der 80-Meter-Interaktionsradius für Pokéstops und Arenen war eine unglaublich positive Verbesserung der Lebensqualität in den letzten anderthalb Jahren. Und Niantic hat noch viel Raum für Wachstum, wenn es um die Kommunikation mit unseren Spielern geht."

Niantic betont, dass man die In-Game-Locations als eine Möglichkeit sieht, Spieler und Spielerinnen nach draußen zu locken, wogegen mit Sicherheit keiner was einzuwenden hat. Man wolle neue Ideen entwickeln, um "Trainer zu motivieren und zu belohnen, damit sie die reale Welt erkunden und sich dort bewegen", und gleichzeitig den aktuellen Interaktionsradius beibehalten.

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In Zukunft soll die Kommunikation besser laufen.

Wie es in Zukunft laufen soll

Das Unternehmen habe vor kurzem eine "harte Lektion" gelernt, als Pläne für die Entfernung von Pandemie-Boni in Neuseeland schnell verworfen werden mussten, nachdem es dort einen neuen Lockdown gab.

"Diese Erfahrung hat uns gelehrt, dass wir nicht in der Lage sein werden, die Erfahrungen in jedem einzelnen Land in Echtzeit effektiv anzupassen", schreibt Wang. Alle Gameplay-Boni werden demnach weltweit an die Jahreszeiten im Spiel gebunden.

Zugleich gelobt Niantic mehr Transparenz und eine bessere Kommunikation, zum einen durch regelmäßige Entwicklertagebücher, in denen es um aktuelle Prioritäten, Events und Features gehen soll. Ebenso seien regelmäßige Gespräche mit wichtigen Persönlichkeiten aus der Community geplant, ähnlich wie bei den oben von Wang erwähnten Gesprächen in Bezug auf die jüngste Kritik.

"Die mangelnde Kommunikation in Bezug auf den Interaktionsradius mit Pokéstops und Arenen wurde von unserer Seite aus nicht gut gehandhabt, und es war eine großartige Lernerfahrung, wie wir in Zukunft besser mit unseren Spielern zusammenarbeiten können", betont Wang. "Unsere oberste Priorität ist und war es schon immer, die Menschen nach draußen in die reale Welt zu bringen und zwischenmenschliche Verbindungen zu schaffen. Vielen Dank, dass ihr diese Reise mit uns mitgemacht habt - ihr werdet bald wieder von uns hören."

Nächste Woche bekommt ihr im Spiel unter anderem zwei neue Pokémon zum Fangen beziehungsweise Entwickeln, ebenso ist Niantic gerade dabei, das Pokémon Hoopa über eine neue Spezialforschung einzuführen.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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