GTA Underground: Macher der San-Andreas-Mod geben auf - aufgrund "zunehmender Feindseligkeit" durch Take-Two

Die Macher der ambitionierten San-Andreas-Mod GTA Underground geben freiwillig auf, weil sie keine Lust auf Stress durch Take-Two haben.

Die Macher von GTA Underground, einer Mod für GTA: San Andreas, geben ihr langjähriges Projekt freiwillig auf und nennen dafür die "zunehmende Feindseligkeit" von Take-Two gegenüber der Modding-Community als Grund.

Der Lead Designer der Mod kündigte an, dass die Arbeiten daran eingestellt und alle Downloads nach sechs Jahren Arbeit offline genommen wurden.

Dies geschah "aufgrund der zunehmenden Feindseligkeit gegenüber der Modding-Community und der drohenden Gefahr für unser geistiges und finanzielles Wohlergehen", schreibt dkluin auf GTAForums.com.

"Wir möchten uns bei der Community für die immense Unterstützung bedanken, die sie uns in den letzten Jahren gegeben hat, und bei unserem talentierten Modding-Team für die unglaubliche Arbeit, das Engagement und die tolle Zeit, die wir zusammen hatten.

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Modder geben ihre GTA-San-Andreas-Mod freiwillig auf.

GTA Underground, ein Projekt eines Teenagers

dkluin begann als Teenager im Jahr 2014 mit der Arbeit an GTA Underground. Ziel der ambitionierten Mod war es, das gesamte Universum der Rockstar-3D-Ära in einer einzelnen Mod zu vereinen.

Und das sollten neben San Andreas auch noch GTA: Vice City, GTA 3 und sogar Bully aka Canis Canem Edit mitsamt eigener Waffen, Fahrzeuge und mehr sein - und das ohne die ursprünglichen San-Andreas-Inhalte zu ersetzen. Im vergangenen Jahr fügte das Team einen Multiplayer-Modus zu GTA Underground hinzu.

GTA Underground musste wegen eines DMCA-Takedowns nach Take-Twos Rundumschlag gegen verschiedene Modding-Projekte im Juli von ModDB entfernt werden. Damals hieß es, das Team suche nach einer Lösung für die Situation.

Take-Two gegen die Modding-Community

Dass die Lösung nun die freiwillige Beerdigung des Projekts ist, ist wie gesagt Take-Twos Vorgehen geschuldet. Wie wir vergangene Woche berichteten, hat der Publisher nun sogar mehrere Modder verklagt, weil diese an einem Reverse-Engineering Projekt arbeiten.

Im folgenden Video verabschieden sich dkluin und das Modding-Team von ihren Fans:

Was für das Team aber nicht das Ende bedeuten muss: "Viele Mitglieder des Teams sowie einige Modder außerhalb des Teams haben Interesse an der Entwicklung eines eigenen Spiels gezeigt", schreibt dkluin. "Wir können das weder bestätigen noch dementieren, aber wir werden euch auf dem Laufenden halten."

Es wird vermutet, dass das zuletzt aggressiven Vorgehen von Take-Two gegen Modder damit zu tun hat, dass Berichten zufolge an Remasters von GTA 3, San Andreas und Vice City gearbeitet wird. Und dabei sind dem Publisher Mods anscheinend ein Dorn im Auge.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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