Monster Hunter Rise ist auch auf dem PC schnörkellos und unendlich hardcore zugleich

Wir konnten die PC-Demo schon vorab spielen - und haben abgesehen von fehlendem Cross-Save und Cross-Play ansonsten nur Gutes zu berichten.

Nachdem ihr heute die schlechte Nachricht zuerst bekommen habt - Monster Hunter Rise wird auf dem PC ohne Cross-Saves und Cross-Play erscheinen, alte Switch-Spielstände also nicht importierbar sein - habe ich auch ein paar gute Neuigkeiten für euch:

Wenn Monster Hunter Rise am 12. Januar auf dem PC erscheint, werden wir uns allerhöchster Wahrscheinlichkeit nach über einen anständigen Port freuen können.

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Die Biester wirken reichlich lebendig - und bedrohlich.

Das ist zumindest mein Erlebnis nach gut drei Stunden mit der Steam-Demo, die morgen, den 13. Oktober erscheinen wird und die einen exzellenten Eindruck von der Umsetzung vermittelt. Neben zwei Trainings-Quests, die sich vor allem für Neulinge lohnen, gibt es drei Monsterjagden im Gebiet Heilige Ruinen: Einen Groß-Izuchu, einen Mizutsune und einen Magnamalo. Doch natürlich gibt es auch noch einige andere Viecher hier, mit denen ihr euch anlegen könnt - und diverse endemische Fauna zu entdecken.

Ich probierte die Demo sowohl auf einem "dicken" Spiele-PC mit i9 CPU und RTX 3080 in 1440p (mit 150 Prozent Supersampling) als auch auf einem AMD-getriebenen Laptop mit RTX 3060 in 1080p und fand nicht nur, dass das Spiel trotz seiner Switch-Vergangenheit gut aussieht, es performt auch auf beiden Testrechnern sehr erfreulich.

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Palamut tut immer gut!

Am "Großen" bewegte sich das Spiel trotz maximaler Einstellungen und Supersampling so gut wie immer zwischen 120 und 165 FPS, auf dem Laptop waren die 60 FPS nie in Gefahr, und er wurde nicht mal wahnsinnig laut, was bedeutet, dass nicht allzu viel zu tun war. Das mag für die Umsetzung eines Switch-Spiels selbstverständlich klingen, aber auf dem Weg von einer Plattform zur nächsten kann das eine oder andere schiefgehen.

Und es ist ja auch nicht so, dass nichts passiert wäre, am Spiel. Am meisten ins Auge stechen natürlich die neuen Texturen, im Anlauf auf diesen 4K-tauglichen Release eine gute Idee waren. Vor allem die schuppigen Häute der Monster sehen toll aus, aber auch das Fell des Groß-Izuchu zum Beispiel wirkt wunderbar fein. Dazu habt ihr am PC HDR-Support und größere Kontrolle über einzelne Effekte.

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Der Wyvern-Ritt: Auch hier machen sich die Seilkäfer - das vielleicht beste Feature im Spiel - nützlich.

Technisch steht es also schon drei Monate vor dem Verkaufsstart recht gut um das Spiel, weshalb Interessierte und vor allem Neueinsteiger sich jetzt schon auf ein schnörkelloseres, aber dennoch keinesfalls verwässertes Monster Hunter freuen dürfen. Tatsächlich stellt Rise nach World sogar wieder mehr die Jagd als das Erleben seiner Welt in den Vordergrund. Dank eures hundeartigen Palamut-Begleiters und der Seilkäfer kommt ihr schneller und dynamischer durch die Areale, der Aufenthaltsort eurer Beute ist von vorneherein genauer eingegrenzt und alles in allem hat man das Gefühl, ein etwas zielstrebigeres, geschmeidigeres Monster Hunter vor sich zu haben. Gleichzeitig ist der Kampf ist immer noch unnachgiebig knifflig, die verschiedenen Waffengattungen und Werkzeuge zu meistern, wahnsinnig tiefschürfend und die vielen miteinander verzahnten Systeme komplex. Man zahlt viel Lehrgeld in den fünf großen Arealen, die Kamura Village umgeben und erhält zur Belohnung fürs Durchhalten ein Abenteuer, dessen Triumphe sich immer verdient anfühlen. Dazu gehört für Neueinsteiger sicher auch diese Demo, denn hier wird euch wirklich nichts geschenkt.

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Den Überblick zu behalten - und alle Möglichkeiten auszukosten -, das ist das A und O in Monster Hunter Rise.

Die Probierversion, die ab morgen erhältlich ist, ist die perfekte Gelegenheit für alle Monster-Hunter-Neugierigen, die World zwar prinzipiell interessant fanden, sich aber nicht ganz sicher waren, ob sie wirklich Freude an der schwierigen Jagd nach diesen Fantasiekreaturen haben werden.

In nur wenigen Stunden werdet ihr bemerken, ob ihr den Hype um World zu Recht von euch habt abprallen lassen oder ob euch doch ein Erlebnis durch die Lappen ging, das euer Gamer-Leben bereichert hätte. Zum Start in eure Richtung vielleicht nur so viel: Schaltet in den Kamera-Optionen den Punkt "Kamera-Stil" auf "Fokus-Kamera". So habt ihr zumindest bei den Haupt-Monstern eine klassische Zielaufschaltung, die die Biester immer im Blickfeld hält. Monster-Hunter-Puristen schüttelt der Gedanke sicher, aber Anfänger profitieren nach meiner Meinung enorm davon, sich nicht ständig um die Kamera kümmern zu müssen.

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Das wird jetzt sicher zwicken...

Ansonsten bleibt mir nur, euch viel Spaß und Durchhaltevermögen zu wünschen. Einmal wirklich Monster Hunter probieren - sollte jeder irgendwann mal von seiner "Bucket-List" streichen.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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