Sound Blaster X4 und SXFI Amp - Die musikalischen Außenposten für PC, Konsole und Handy

Zweimal extern, und doch sehr verschieden: Die X4 glänzt als stationärer Multitalent, während das kleine Amp unterwegs gut Stereo-Druck macht.

Soundkarten intern, so wie früher, gibt es auch noch, aber die externe Lösung wurde immer mehr zur Regel. Ist ja auch praktisch. USB-Kabel ran, erkannt wird eh alles, vielleicht noch eine Software dazu, fertig. Kein Schrauben, schnell mitnehmen und direkte Kontrolle sind zumindest in diesen beiden schicken Kästchen auch garantiert. Die Sound Blaster X4 und der SXFI Amp, beide aus Creatives SXFI-Reihe, bedienen dabei zwei sehr unterschiedliche Bedürfnisse, aber ein gemeinsames Ziel: guter Sound, Optionen und auf jeden Fall räumliches Klangerlebnis.

Inhalt und Äußeres von SXFI Amp und Sound Blaster X4

Der X4 kommt in einer etwas größeren Kiste, in der am Ende aber gar nicht so viel drin ist: Der X4 selbst natürlich, ein USB-C- und ein optisches Audio-Kabel. Den Zettel "Handbuch" zu nennen wäre danach großzügig. Der SXFI Amp dagegen kann schon mal in der Kiste des Zulieferers verloren gehen. Gefühlt kaum größer als eine Streichholzschachtel - na gut, Hülle eines Rennauto-Quartetts - enthält sie den winzigen Amp selbst, ein kurzes USC-C zu USB-C Kabel und einen Mikro-USB-Adapter.

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Nicht für die Hosentasche: Das könnte der SXFI Amp verloren gehen.

Die X4 ist ein beträchtlicher Brummer auf dem Schreibtisch, mit etwa 15 x 15 Zentimetern, aber so ein gewichtiger Drehregler muss halt schon mal sein. Der haptische Eindruck ist aber generell schon sehr wertig. Für die Hülle nahm man das gute Plastik, das nach was aussieht, der Regler und seine Einfassung sind aus Metall und die Gummifüße halten alles da, wo es stehen soll. Das ist ehrlich gesagt ein Gerät, das teurer aussieht und sich anfühlt, als es mit seinen knapp 150 Euro ist.

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Schreibtischstatement: Der wuchtige Sound Blaster X4 ruht sicher in sich selbst.

Für den SXFI Amp gilt das vor allem aktuell, jetzt, wo Creative ihn für 50 Euro raushaut. Für 150... Nun, die Hülle ist aus schick schwarzem Aluminium, die Enden aus Plastik, so wie auch die Super XFi-Taste. Die Lautstärke-Wippe ist dann wieder Aluminium, was ich etwas inkonsequent finde, aber der goldige Touch bei Schrift und Rahmen macht das wieder wett. Die Kabelverbindungen sitzen fest, das ist nicht unwichtig bei dieser Art von Amp und so ist der SXFI Amp auf Par mit anderen und teilweise deutlich teureren High-End-Mini-Amps, die ich hier mal hatte. Er hat keinen Akku und damit auch keine aktive Verstärkung wie zum Beispiel einige FiiO-Geräte. Bei einem Winzling mit 15 Gramm ist das aber auch kein Wunder.

Die Anschlüsse und Einsatzmöglichkeiten

Die Sound Blaster X4 ist eine vollwertige, rundum-glücklich-Lösung für alle klangliche Belange und auch entsprechend ausgestattet. Vorn habt ihr Klinkeneingänge für Kopfhörer und Mikro, hinten einen Klinken-Line-In auch für optisch, einen SPDIF-Optischen und vier Klinken für Multikanal-Boxen - Front, Rear, Side und C-SUB. Was außen vor bleibt, ist ein USB-Eingang für entsprechende Mikros und XLR gibt es auch nicht. Es ist am Ende immer noch eine Gaming-Lösung und kein Musiker/Streamer-Setup.

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Alles, was man braucht, hat der X4, aber leider keine Cinch-Ausgänge.

Die X4 ist natürlich in erster Linie für PCs gedacht, aber sie ist auch Mac-kompatibel. Bei den Konsolen bleibt nur die Xbox außen vor, die wieder mal nichts mit der externen Karte anfangen kann. An der PS4 gibt es keine Probleme über den optischen Linie-In, die PS5 braucht einen HDMI-zu-optisch-Wandler und die Switch erkennt und nutzt die X4 auch. Sogar ein Handy könnt ihr per USB anschließen. Keine Ahnung, wie schnell die X4 den Akku leert, aber prinzipiell funktioniert es tadellos. Bei allen Varianten funktioniert auch das Mikrofon, damit ist die X4 als fast universelle Sound-Box qualifiziert. Interessanterweise kann die X4 Bluetooth, nutzt dies aber nur für die Konfiguration über die X-Fi-App und nicht für den eigentlichen Einsatz. Eine etwas seltsame Entscheidung, aber okay, ist halt so. Strom ist dabei kein Thema: Solange es einen USB-Port gibt, hat die X4 genug Saft, um zu laufen. Am PC oder einer PlayStation ist das kein Thema, beim Handy und der Switch wohl schon eher. Sie läuft mit einer USB-C zu USB-C Verbindung, aber dürfte auch ganz gut Strom ziehen, jedenfalls mehr als das übliche BT-Headset.

Der kleine SXFI Amp ist fast genauso universell, mit einer nicht unerheblichen Einschränkung: Das Ding ist ein reiner Verstärker und bringt kein eigenes Mikrofon mit. Wenn es zum Beispiel am Telefon hängt, dann wird das Mikrofon des Telefons genutzt, wenn ein Kopfhörer dran hängt. Schließt ihr ein Klinken-Headset mit einem Mikrofon an, dann kann der SXFI Amp das Signal durchschleifen und so bleibt das Headset normal nutzbar. Die Xbox ignoriert auch den kleinen Amp so wie den X4, keine Überraschungen hier, aber an PS4 und Switch gibt es keine Probleme und an PCs und Macs eh nicht. Auf der mobilen Seite erstaunt es etwas, dass nur Android (ab 7.0) unterstützt wird. iPhones und iPads bleiben außen vor und erkennen den Kleinen nicht als Sound-Gerät an.

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Fungiert quasi nebenbei als USB-C-Klinken-Adapter: SXFI Amp

Ein- und Ausgänge des SXFI Amp sind recht definiert. An einem Ende habt ihr die Klinke als Ausgang für alle Kopfhörer, die nicht USB getrieben sind. Am anderen Ende ist der USB-C-Eingang. Altmodische Quellen bleiben außen vor, sprich: ihr könnt nur über größere Umwege den Sound eures alten Sony Walkman mit Super X-Fi aufwerten. Aber so sehr mich das reizt, nachdem ich es getippt habe, die meisten dürften das eher als Randproblem sehen. Es gibt einen Lautstärkeregler, darauf sitzt die Stummschaltung und dann ist da noch die X-Fi-Taste, das war es dann auch schon. Letztere schaltet auch nur ein und aus, während der X4 auch Profile durchschalten kann. Konfigurieren lässt sich der kleine auch nur über den Anschluss ans Handy konfigurieren. Bluetooth kann er nicht.

Soundmodi und Software von X4 und SXFI Amp

Die X4 will ein echter Alleskönner sein und entsprechend lang ist die Liste. Dolby Digital Live? Klar. Super X-Fi? Die X4 wird bei Creative zwar nicht direkt als Super X-Fi Gerät geführt, aber das ist wohl eher der verwirrten Website geschuldet, denn der X4 kann das. Hi-Res Sound? 24/192 mit 114db DAC ist an Bord, das heißt, sodass sogar 600 Ohm Kopfhörer bespielt werden können. Aufnahmen in Hi-Res sind auch möglich, allerdings nur mit 24/96. Was wohl den meisten ausreichen dürfte. Crystal Voice und SmartComms sorgen dafür, dass das Mikro nach was klingt. Virtuelles 7.1 und Gamer-Modi wie Scout Mode und SXFI Battle Mode sind da praktisch nebenbei auf der Liste noch dabei.

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Kann viel, die Software der X4, aber hinter dem unscheinbaren Button für Super X-Fi lauern ungeahnte Login-Problemchen.

Dass für all das eine Software nötig ist und sich nicht mit drei Tasten regeln lässt, dürfte klar sein. Und hier ist der Punkt, an dem die Probleme des X4 beginnen. So sehr ich das Gerät schätze, die Software ist ein unaufgeräumtes Schlachtfeld an Klangeinstellungen. Nach drei Wochen entdecke ich hier noch Dinge, vergesse und wiederentdecke andere. Das spricht für die vielfältigen Optionen, aber zum Beispiel eine der ersten Einstellungen für Super X-Fi in eine zweite App zu packen, die einen eigenen Log-in braucht, ist schon mal sehr Creative. Noch schlimmer wird es dann, wenn ihr zwischen der Creative-App, der X-Fi-App und der X-Fi-App auf dem Handy herumturnt, in der Hoffnung, dass sich die drei irgendwie auf einen Account einigen können. Nach einer Stunde gab ich auf. Um am nächsten Tag durchzustarten. Hier überwand ich schließlich den Punkt, mich in die X-Fi-App einzuloggen, die dann aber feststellte, dass ich mich auch in einen Creative-Account einloggen muss. Das wieder endete mit sich endlos drehenden Warte-Symbolen. Ich gab auf.

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Die Super X-Fi App ist beim kleinen Amp nicht optional. Prinzipiell ist aber der Gedanke nett, Presets für bestimmte Kopfhörer fertig anzubieten. Leider hatte ich außer den kleinen Aurvana keinen von denen aus der Liste.

Und begann noch mal neu. Muss ja irgendwie laufen. Tat es dann auch so ungefähr und irgendwann, aber das war schon eine peinliche Vorstellung in Sachen Benutzerfreundlichkeit. Nun, zumindest erschließt der Akt dann endlich alle Features und auch die Super X-Fi-Optionen und ihr habt Zugang zu den DSP-Raumklang-Effekten, die insbesondere für Kopfhörer gedacht sind. Sich diese zu erkämpfen, ist vor allem für Film und Spiel die Mühe wert, denn da holt Creatives hauseigene Abmischung aus eigenem Chip noch mal ganz gut was raus.

Am Ende ist schöne Verarbeitung und fragwürdige Software nur der kleinste Teil der Gleichung, denn wenn die Dinger nach nichts klingen, was soll dann der nicht unbeträchtliche Aufwand?

Klangeigenschaften des SXFI Amp

Diesmal fange ich mal mit dem kleinen SXFI Amp an. Der hat schon mal einen gewaltigen Vorteil: An meinem Handy ohne Klinkenausgang kann ich mit dem Adapter nun Kopfhörer normal nutzen. Sicher, ein USC-C-Audio-Adapter hätte den gleichen Vorteil und kostet je nach Qualität nur 10-20 Euro, aber es ist ein Feature. Wo die Website von Creative dann ein wenig zu pauschal ist, das ist die Aussage, dass Studio-Kopfhörer betrieben werden können. Sicher, können sie. Es gibt anspruchslose Studio-Kopfhörer, für die die Power des SXFI Amp ausreicht. Aber weder der Beyerdynamic DT-1770 noch der Austrian Audio Hi-X65 fühlten sich hier wohl und produzierten Klang weit ab dessen, was sie an einer guten Quelle zustande bringen. Wenn gemeint war, dass höhere Ohmzahlen jenseits von 32 bespielt werden können, ja, das geht. Meine 250 Ohm T-90 brachte der Kleine ordentlich in Schwung, aber am Ende des Tages fühlt er sich mit 32 Ohm Hörern am wohlsten. Keine große Überraschung.

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Die PlayStation mag X4 und SXFI Amp, die Xbox will mit beiden nichts zu tun haben.

Verbaut ist in dem Winzling ein Asahi Kasei 4377 DAC, erschienen 2018 und bietet mit THD+N -109 dB sowie einem SNR von 128 dB. Das sind anständige Werte für einen mobilen Klein-DAC und man findet den 4377 auch nicht im unteren Regal bei den Großhändlern, hier wurde also nicht am falschen Ende gespart. Bei einem 32 Ohm Hörer holt er recht satte 370 mW raus, was bedeutet, dass man sich damit die Ohren ruinieren kann. Bei einem 600 Ohm Hörer sind es dann noch 26 mW. Oder einfacher gesagt, das lässt man besser, denn die großen Treiber solcher Kopfhörer wird das bisschen Leistung nicht in Schwung bringen.

Klanglich war ich durchaus positiv überrascht. Ich hatte vom Start weg mit einer Equalizer-Explosion und eher unnatürlichem Sound gerechnet, aber wenn man die Finger vom SXFI lässt, dann gibt es erst mal natürlich die satte Verstärkung. Der Winzling hat ordentlich Power bei entsprechend niedrig-ohmigen Hörern - aber auch einen runden, warmen Sound, der vor allem erdigen Rock- und Metal-Dingen sehr entgegenkommt. Egal, ob Greg Graffins Country-Hommage Millport oder Gloryhammers Legends from Beyond the Galactic Terrorvortex - ja, das gibt es und man bekommt, was der Name verspricht -, Drums und Bässe kommen ohne zu übermäßige Betonung und doch fordernd genug. Die Mitten haben eine exzellente Sprachverständlichkeit, was bei der letzten Loki-Folge perfekt passte, die ohnehin nur aus Erklärungen bestand, und die Höhen sind nicht schrill, sondern vielleicht sogar ein klein wenig zu geschliffen und mitunter etwas unterrepräsentiert.

All die schlechten Dinge, die ich vom SXFI Amp erwartete, bekam ich, sobald ich die X-Fi-Taste drückte. Ich tat das zuerst zusammen mit den Aurvana Trio LS und das zusammen ging gar nicht. Soundmatsch mit verschwundenen Bässen, entrückte Mitten und dominante, aber unpräzise Höhen. Selbst im Musik-Setting wurde das nur marginal besser, für Stereo würde ich X-Fi an dem Mini ganz schnell vergessen. Im Film dann, bei der Schlussszene von Iron Man 3 zum Beispiel, würde ich sagen, dass die Action etwas besser und leicht räumlich klingt, aber ehrlich gesagt nicht wirklich besser. Vor allem, weil die Mitten komplett mit der Lage überfordert sind und die Sprachverständlichkeit den Bach runtergeht. Nicht, dass das in diesem Falle schlimm wäre, aber es gibt ja zum Glück noch andere Filme.

Auch bei Spielen dann das gleiche Bild: Horizon Chase Stereo an der Switch: Awesome! Mit S-XFi: Meh. Immortals Fenix Rising: Satter Stereo-Sound, klingt ausgezeichnet. Mit X-Fi dann etwas räumlicher, aber eben auch dünn und unpräzise. Mit einem offenen Kopfhörer, dem offenen 32-Ohm Beyerdynamic Tygr war es dann etwas besser und für solche Hörer ist hier der X-Fi-Modus wohl am Ende gemacht. Die Mitten hatten mehr Kraft, alles wirkte ausgeglichener und mehr so, wie es sein sollte. Immer noch nicht optimal, da gibt es ganz andere räumliche Klangerlebnisse auch mit normalen Kopfhörern, aber man kann zumindest ahnen, warum X-Fi überhaupt existiert.

Klangeigenschaften der Creative Sound Blaster X4

Dass Super X-Fi mehr kann, das zeigt der deutlich potentere Sound Blaster X4. Dessen DAC und ADC sind schwieriger definierbar, weil in den großen S-XFi Chip eingelassen. Dass sie was können, das zeigen sie dann aber mit Verve. Dank der sehr umfangreichen, wenn auch nicht immer leicht zu handhabenden Software, lässt sich das hier alles deutlich feiner einstellen, als nur mit der noch recht eingeschränkten reinen X-Fi-App und das, zusammen mit der leistungsfähigeren Technik, macht sich bezahlt. Erst einmal ist der X4 sehr wohl in der Lage, einen anspruchsvollen Kopfhörer wie den Austrian Audio Hi-X65 oder den Amiron zu bespielen. Noch nicht ideal, aber schon so, dass man die Qualitäten solcher Hörer erkennen und auch zumindest im Ansatz nutzen kann.

Dann klingt die X4 einfach gut. Richtig rund. Bässe, Mitten, Höhen, nichts sticht heraus oder schiebt sich ungebührlich in den Vordergrund. Auch klingt nichts davon absolut brillant, aber alles liegt durchaus im oberen Qualitätsspektrum, vor allem für den Preis. Den Schlachtenlärm von Call of Duty fangen sie mit einem schönen Panzer-Basslauf ein. Die Brücke über einem spürt man förmlich knarzen, wenn das tiefe Motorbrunnen in die Geräusche des 1kHz-Bereiches geht. So wie dieser dann einen weit friedlicheren Verlauf mit den hohen Hz-Zahlen eingeht, als dass die scharf pfeifenden Kugeln mit meinem Charakter tun. Es ist ein sehr homogenes Klangbild, gut ausgewogen und auch schön räumlich, denn hier, mit einem entsprechenden Headset, zeigt der X-Fi sehr viel deutlicher, was möglich ist. Wie immer, es geht noch mehr und auch ist das Ergebnis stark vom angeschlossenen Hörer abhängig. Aber an der X4 soll es nicht scheitern.

Rune Kruse · Glorious day choose one

Das Klangbild mag am Ende natürliche Instrumente und Effekte lieber als elektronische Musik. Hier scheinen am Ende die Bässe nicht die Präzision zu liefern, die Rune Kruse in Glorious Day abrufen möchte. Das hat schon Druck, aber Beat-Linien, die man auf einem besseren DAC-System mit einem feinen Bleistift ziehen kann, werden hier ein klein wenig weicher, als es sein sollte. Das stört aber die meiste Zeit nicht wirklich und der eigene Hörgeschmack lässt sich eh recht gut mit all den Spielereien im X4 anpassen. Nur ganz sauber, klar und dynamisch wird es nie. Die X4 ist ein wirklich guter externer DAC, aber ein Zauberwesen zum kleinen Preis.

Alternativen zur X4

Trotzdem, die X4 ist eine der besten externen Gaming-Soundkarten, die ihr bekommen könnt, ohne komplett arm zu werden. Nun, ehrlich gesagt ist sie klanglich nicht mal viel schlechter als Creatives eigenes Vanity-Schlachtschiff X7. Die glänzt zwar mit Cinch-Anschlüssen, die sich die X4 ruhig auch hätte gönnen dürfen, sowie teuren Op-Amp-Spielereien und mehr, aber die X7 ist sicher nicht drei Mal besser. So viel mehr kostet sie nämlich. Wirklich besser wird es klanglich, zumindest im Stereo-Bereich, erst bei echten Hi-Fi-DACs, die aber natürlich viel eingeschränkter in der Funktion sind und haben keinen ADC für das Mikro mit an Bord. Und professionelle Audio-Interfaces, da wird es teuer... Fürs Gaming, aber auch so ziemlich alles andere, bietet die X4 eines der besten Preis-Leistungsverhältnisse am Markt. Nun, einen direkten Konkurrenten gibt es, EPOS GSX 1000 liegt klanglich auf dem gleichen Niveau, kostet aber knapp 200 Euro. Dafür bekommt ihr eine umfassendere Bedienoberfläche an der Oberseite, wo ihr Profile sehr einfach direkt definieren könnt. Schon schick, aber eben auch etwas teurer. Und auf dem Tisch wertiger fühlt sich die X4 allemal an.

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Als Verbesserung des sonst üblichen Handy-Sounds bei einfachen Steck-Kopfhörern oder als Brücke aus dem USB-C-Port heraus bin ich auch vom SXFI Amp überzeugt. In Sachen Preis-Leistung liegt er in etwa auf einem Nenner mit entsprechenden FiiOs. Diese haben etwas mehr Power und eine etwas bessere Klangauflösung, aber sind auch deutlich wuchtiger und unhandlicher. Im Vergleich zu dem zurückhaltenden Astell&Kern USB Dual-DAC, der angesichts des Namens ehrlich gesagt eine Enttäuschung war, überzeugt der SXFI Amp und Ihr bekommt auch einen guten Sprung im Vergleich zum alten Sound Blaster G3. Über Pro-Ject DAC Box E mobile habe ich gute Dinge gehört, der allerdings ein reiner Stereo-Mikro-Amp ist - was jetzt nicht unbedingt ein Nachteil angesichts der X-Fi-Schwächen am Mini-Amp sein muss.

Sowohl die Sound Blaster X4 wie auch den SXFI Amp gibt es direkt bei Creative zu kaufen. Die X4 bekommt ihr auch überall sonst, zum Beispiel bei Amazon oder Alternate.

Creative Sound Blaster X4 und SXFI Amp Test Fazit

Die Creative Sound Blaster X4 ist auf jeden Fall der Tipp, den ich ab jetzt gebe, wenn mich jemand nach einer soliden externen Soundkarte im bezahlbaren Rahmen fragt. Die Technik ist einwandfrei und klingt besser als sie für den Preis müsste. Alles ist wertig verarbeitet und sieht auch noch nach was aus, was will man also mehr? Nun, dass die Software ein wenig intuitiver ist, vielleicht. Aber das ist nicht mal der große Knackpunkt. Dass ein so wichtiges Feature wie die Super-X-Fi-App sich hinter undurchsichtigen Anmeldungen und Logins versteckt, das darf einfach nicht sein. Es ist schlimm genug, dass man sich für alles anmelden muss, aber auch noch mehrfach? Irgendwann ist mal gut. Trotzdem, hat man diese Hürden überwunden, dann steht dem Klangvergnügen mit dem X4 nichts im Wege.

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Auch sein kleiner Gefährte funktioniert wunderbar bei dem, was er am besten können muss und das ist Stereo-Sound für unterwegs. Wer am Laptop und vor allem am Handy mehr Punch haben will, der dann auch klanglich kompetent ankommt, der findet hier einen niedlichen Gefährten. Dass er jetzt nicht den epochalen 7.1-Mix aus seinem Winz-Gehäuse zaubert, das war zu erwarten, aber mit den X-Fi-Spielerein lässt sich zumindest der Sound ganz nett modulieren. Außerdem bietet der SXFI Amp eine gute Schnittstelle zwischen USB-C-Ausgang am Handy und dem Kopfhörer. Es gibt bessere Handy-Analog-Kopfhörer-Amps, aber die sind entweder deutlich größer, teurer oder meist beides.

Ein Hinweis: Normalerweise kostet der kleine SXFI Amp um die 130 Euro, dafür ist er empfehlenswert. Aktuell aber verkauft Creative den SXFI Amp auf seiner eigenen Seite für 50 Euro und im Bundle mit den durchaus validen Aurvana Trio LS Ohrsteckern für zusammen 60! Das sind Spitzenpreise, bei denen ich nur raten kann, zuzuschlagen, falls ihr diese Geräte irgendwie braucht.

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Über den Autor:

Martin Woger

Martin Woger

Chefredakteur  |  martinwoger

Chefredakteur seit 2011, Gamer seit 1984, Mensch seit 1975, mag PC-Engines und alles sonst, was nicht FIFA oder RTS heißt.

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