All Points Bulletin

GTA Online?

Die bisherige Geschichte von APB ist nicht unbedingt eine gerade Linie. Das erste Mal tauchte der Name schon 2005 auf und sollte damals noch 2007 auf den Markt kommen, was offensichtlich nicht passiert ist. Dann gab es sogar Gerüchte, dass APB wirklich ein offizielles GTA Online werden könnte. Wieder Fehlanzeige. Nachdem es danach ein lange Zeit gar kein Publisher hatte, ist Entwickler Realtime nun beim Branchenmonster Electronic Arts gelandet und seit dem scheint alles voll auf Kurs zu sein. Gab es auf der E3 vor ein paar Monaten nur eine Videopräsentation zu sehen, bekamen die Journalisten auf der gamescom letzte Woche schon eine Straßenschlacht live vorgespielt.

Für alle Unwissenden: APB, ausgeschrieben All Points Bulletin, ist eine Online-Version von Räuber und Gendarm, platziert im urbanen Großstadtdschungel der fiktiven Stadt San Paro. Dort liefern sich Kriminelle und Ordnungshüter schwere Gefechte, 24 Stunden am Tag, jeden Tag der Woche. Der Trick dabei ist: die Welt, oder besser gesagt Stadt, ist persistent. Sie bleibt immer Online, auch wenn sich alle ausloggen. Und alles, was der Spieler dort anrichtet, bleibt so angerichtet. Jedes Waffen-Upgrade wird gespeichert, kein Kill vergessen.

Die Server fassen dabei zwar nur 100 Spieler (also, wenn überhaupt, eher ein Mini-MMO), jedoch kann der Server immer und ohne Probleme gewechselt werden. Egal wo eure Freunde sich rumtreiben, ihr werdet sie finden und auf sie schießen können. Und auch müssen.

Denn obwohl es 1000 NPCs pro Server gibt, die der Stadt Leben einhauchen, wird ausschließlich gegen menschliche Gegner gekämpft. Und das läuft hoch dynamisch ab und völlig unberechenbar. Ein Beispiel aus der Präsentation: eine Gruppe Krimineller bekommt den Auftrag, eine Bank zu überfallen. Ein Wegpunkt erscheint auf dem Display, da müssen sie hin. Um nicht zu Fuß zu gehen, wird vorher noch kurz ein Bulli geklaut. Der Diebstahl wird aber von der NPC-Polizei gesehen, die sofort Alarm schlägt und Hilfe anfordert.

Am anderen Ende der Karte erhält eine Gruppe von Spieler-Polizisten den Notruf der NPC-Kollegen. Sie bekommen jetzt auch Koordinaten, nämlich die der "bösen" Spieler, und machen sich sofort mit Blaulicht auf den Weg. Gleichzeitig kommen die Verbrecher aber schon an der Bank an, und das im besten Scarface-Style. Zwei vorne im Bulli, einer in der offenen Seitentür mit der Uzi im Anschlag. Nicht sehr unauffällig. So viel Diskretion löst jetzt natürlich den Alarm in der Bank aus. Ein weitere Gruppe von "guten" Spielern wird benachrichtigt. Achtung, Banküberfall, schnell alle herkommen und helfen.

Während die Gangster mit der Beute aus der Bank gelaufen kommen, schleudert gerade ein Polizist mit seinem Streifenwagen um die Ecke und anstatt auszusteigen und sich an die Regeln zu halten, geht er auf Nummer sicher und überfährt einen der Bankräuber, ohne seinen Fuß auch nur in der Nähe der Bremse gehabt zu haben. Nun tretten auch die andere Gruppen Gesetzeshüter ein und ein Feuergefecht bricht aus. Die Bankräuber fliehen in eine Seitengasse, klettern über einen Zaun, immer im Kugelhagel der Verfolger. Die Polizei hinterher...

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Thomas Sieben

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