Assassin's Creed: Brotherhood

Wiederholungstäter

Er hat euch nicht gesehen. War also doch eine gute Idee, kurz auf der Bank zu verweilen. Nur noch wenige Meter. Wäre das nicht bloß ein Spiel, ihr hättet schwören können, den Schweiß auf dem gestählten Körper des Scharfrichters zu riechen. Eurem Opfer! Als ihr ihm von hinten die Todesspritze in seinen Hals drückt, habt ihr es geschafft. Punkte wandern auf euer Konto. Jeder hat eine andere Figur. Ihr spielt den Doktor. Ist das wirklich Assassin's Creed? Allerdings.

Sofern ihr das Ende von Assassin's Creed 2 gesehen habt, wisst ihr eines: So endet keine Serie. Zu viele Fragen stehen noch offen, zu viele Handlungsstränge laufen noch ins Leere, zu viele Ideen drängen sich auf, verwirklicht zu werden. Einer dieser Einfälle lautet: Mehrspieler-Modus. Wäre es nicht fantastisch, gemeinsam mit Freunden in der Sandkasten-Spielwelt von Assassin's Creed unterwegs zu sein?

Gemeinsam Hauswände erklimmen, in der Verfolgeransicht mit Schwert und Bogen die Allmachtsfantasien der Templersekte zu durchkreuzen und mehr der Geheimnisse zu lüften, die sich die Geschichtenschreiber von Ubisoft für euch ausdenken? Das wäre es in der Tat. Doch für derart komplexe Videospiel-Träume sind aktuelle Abenteuer offenbar noch nicht bereit. Erst recht wenn sie gleichzeitig gut aussehen und mit herkömmlicher Hardware spielbar sein sollen. Es gibt sie eben noch nicht, die perfekte virtuelle Welt. Aber es gibt gute Ansätze. Und einen davon scheint Ubisoft mit Assassin's Creed: Brotherhood zu verfolgen.

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Ist er es oder ist er es nicht? Der Arzt und der Scharfrichter begegnen sich im Mehrspieler-Modus.

Assassin's Creed 2 war ein episches Spiel. Beeindruckend groß, lebendig und spannender als jede Folge von Criminal Intent. Daran änderten auch die zwei halbherzig hinterher geschobene Bezahl-Levels Schlacht um Forli und Fegefeuer der Eitelkeiten nichts. Die meisten Spieler konnten daher über die vorhandenen Fehler hinwegsehen: Eintönige Kämpfe, ein gegen Ende überflüssiges Finanzsystem oder vor allem Missionen, die offenbar auch ein blinder Affe problemlos lösen können soll.

Assassin's Creed 2 ist eben nicht perfekt, aber die Entwickler haben sich Mühe gegeben, es so vielen Spielern wie möglich recht zu machen. Doch wenn nun die Hersteller einen Nachfolger ankündigen, der gerade mal ein Jahr später erscheinen soll, riecht es für Kenner der üblichen Branchenmechanismen zunächst nach saurer Milch von der Geldmelke-Kuh. Kann so ein Spiel etwas taugen? Gut, bei Sportspielen nimmt man das jährliche Spielernamen- und Grafikupdate mehr oder meistens weniger wohlwollend in Kauf, doch bei einem Assassin's Creed?

Zu allem Überfluss spricht Ubisoft selbst nicht von einem offiziellen dritten Teil, sondern sieht das Spiel als eine Art Einschub. Sollt ihr also nur als Konsumvieh dienen, das jeden Mist mit dem Erfolgstitel Assassin's Creed kauft, um das Konzernergebnis zu frisieren? Nein. Assassin's Creed: Brotherhood verdient es, von euch beachtet zu werden. Es ist ein eigenständiges Spiels, das den Weg des Vorgängers weiter beschreitet und dabei eine ganze Menge neuer Ideen einführt.

Wie schon erwähnt, bietet Brotherhood einen Mehrspieler-Modus, allerdings herausgelöst aus der Hauptgeschichte. Wobei Ubisoft sogar hierfür eine plausible Erklärung abliefert. „Die Kämpfe finden im Animus-Netzwerk der Templer statt“, verrät Stephane Baudet, der als Kreativdirektor bei Ubisoft Annecy an der spielerischen Neuheit feilt.

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Brotherhood bietet durch neue Angriffsoptionen mehr Anreize, im Spiel zu reiten.

Ihr erinnert euch vielleicht an die ganzen Konsolen im Keller des Hauptquartiers von Bösewicht-Firma Abstergo: Jetzt wisst ihr, wofür sie gut sind. Hier trainieren die Templer in der virtuellen Realität heimlich tödliche Assassinen-Fertigkeiten. Falls ihr Assassin's Creed nicht kennen solltet, versteht ihr jetzt nur Bahnhof. Macht nichts, wichtig ist nur: Es gibt Mehrspieler-Modi und sie scheinen zu funktionieren.

Bisher zu sehen war der Wanted-Modus, aus dem die beschriebene Szene am Anfang dieser Vorschau stammt. Ihr wählt einen Charakter aus, zum Beispiel Priester oder Kurtisane, und sollt eine andere, vorgegebene Figur meucheln. Gleichzeitig sind andere Mitspieler auf euch angesetzt. Ubisoft fängt dabei geschickt das Katz- und Maus-Versteckspiel des Einzelspieler-Vorbilds ein. Es bevölkern neben den aktuell acht Spielern auch jede Menge Nicht-Spieler-Charaktere die Karten. Ihr könnt also auch in der Menge untertauchen oder eure Gegner durch Extras ablenken, etwa kurzzeitige Verkleidungen, Bomben oder einem Mittel, das dafür sorgt, dass sich unbeteiligte Personen auffällig verhalten.

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