Bowser drohen bis zu 10 Jahre Gefängnis - der Switch-Hacker bekennt sich schuldig

Dem Switch-Hacker Gary Bowser droht eine Gefängnisstrafe und viel Geld muss er auch noch zahlen.

Bowser muss womöglich bald ins Gefängnis. Nein, nicht der Bowser. Auch nicht Doug Bowser, der Chef von Nintendo of America. Es geht um Gary Bowser - immer diese Namenszufälle -, einen bekannten Switch-Hacker.

Wie wir im April berichteten, hatte Nintendo den Switch-Hacker verklagt und der hat sich nun in mehreren Anklagepunkten als schuldig bekannt.

Welche Strafe droht Bowser?

Der 51-jährige Kanadier Gary Bowser muss nun 4,5 Millionen Dollar als Strafe zahlen. Darüber hinaus drohen ihm bis zu zehn Jahre Gefängnis.

Bowser gehörte lange Zeit zum Team Xecuter, einer Gruppe, die Modchips für Konsolen designte und verkaufte.

Torrentfreak berichtet, dass Bowser sich kürzlich schuldig bekannt hat und damit die Umgehung technischer Maßnahmen und die Verwendung von entsprechenden Geräten zugegeben hat.

Nintendo gegen Team Xecuter

Bowser gibt zu, dass er seit Juni 2013 Mitglied von Team Xecuter war, mit dem er "wissentlich und willentlich an einem cyberkriminellen Vorhaben teilgenommen hat, um führende Spielkonsolen zu hacken", heißt es.

In seinem Geständnis heißt es, er habe "eine Reihe von Umgehungsvorrichtungen entwickelt, produziert, vermarktet und verkauft, die es den Kunden ermöglichten, raubkopierte Versionen urheberrechtlich geschützter Videospiele zu spielen, die gemeinhin als 'ROMs' bezeichnet werden".

Team Xecuter habe dadurch Millionen von Dollar im Jahr verdient, Bowser soll pro Jahr rund 320.000 Dollar erhalten haben. Man verteidigte sich damit, dass die Geräte Homebrew-Entwicklung ermöglichen - ebenso verlangte man nach einer Lizenzgebühr, um die Möglichkeit zum abspielen illegaler Versionen von Spielen freizuschalten.

Nintendo hat Team Xecuter schon seit einer Weile im Visier. Im vergangenen Oktober eskalierte die Situation und es wurde Anklage gegen Bowser, Max Louam, einen 48-jährigen Franzosen, sowie den 35-jährigen Yuanning Chen aus China erhoben.

Bowser wurde anschließend in der Dominikanischen Republik verhaftet und in die USA ausgeliefert. Louam wurde in Kanada inhaftiert, hier bemüht man sich noch um die Auslieferung. Chen wurde bisher nicht gefasst.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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