Bungies Destiny-Deal mit Activision war "von Anfang an schlecht"

Sagt Ex-Bungie-Mitarbeiter Martin O'Donnell.

Bungies Destiny-Deal mit Activision war "ganz und gar keine Traumhochzeit", sagt Ex-Bungie-Mitarbeiter Martin O'Donnell.

O'Donnell machte früher Musik für Halo und saß damals im Vorstand des Studios, in einem neuen Interview mit YouTuber HiddenXperia spricht er offen über diese Zeit und liefert interessante Einblicke.

Die sieben Vorstandsmitglieder, zu denen er wie gesagt ebenfalls gehörte, stimmten damals gemeinsam für die Zusammenarbeit mit Activision.

"Wir wussten von Anfang an, dass es ein Risiko war", erzählt er. "Es stellte sich heraus, dass es genauso schlimm war, wie wir es uns vorgestellt hatten. Jeder, der nicht mehr für Bungie arbeitet, wird sagen: 'Ja, es war von Anfang an schlecht.'"

Und das sei etwas, was die aktuelle Führungsspitze des Studios nie zugeben würde: "Wer immer noch für Bungie arbeitet, wird politisch sein und alle möglichen Dinge sagen wie: 'Oh, wir hatten eine gute Partnerschaft und bla bla bla, wir konnten eine wundervolle Sache aufbauen. Und es war an der Zeit, getrennte Wege zu gehen, weil wir alle unterschiedliche Ziele hatten, aber wir sind glücklich und lieben uns'", erzählt er. "Das ist Bullshit. Es gibt so viele vorbereitete Antworten, die ich höre."

Bungie entschied sich für Activision, weil der Publisher dem Studio erlaubte, die Rechte an der Marke zu behalten. Der Grund dafür war die vorherige Zusammenarbeit mit Microsoft, hier hatte das Studio die Rechte verkauft. Für ihn sei dieser Punkt in Gesprächen mit den anderen Vorstandsmitgliedern "nicht verhandelbar" gewesen. Interessanterweise wäre Bungie aber erneut fast bei Microsoft gelandet. Man sei "sehr nah" dran gewesen, einen Deal für Destiny zu unterzeichnen.

O'Donnell wurde im Jahr 2014 gefeuert. Ihm zufolge geschah das, weil Bungie Activision mehr Kontrolle über Destiny einräumen wollte, wozu der Publisher die Zustimmung des gesamten Vorstands brauchte. Da O'Donnell dagegen war, habe man ihn gefeuert.

"Das war wahrscheinlich meine größte Enttäuschung - wir haben ein Jahrzehnt lang daran gearbeitet, sicherzustellen, dass wir in der Lage sind, uns gegen einen Publisher zu behaupten und zu sagen, nein, wir besitzen die Marken - ihr könnt damit nicht herumspielen", sagt er. "Und ich wurde überstimmt und schließlich entlassen."

Rückblickend denkt er, dass es genügend Anzeichnen gegeben habe, um dieser Zusammenarbeit nicht zuzustimmen. Und er wünschte, er hätte damals seine Bedenken gegenüber seinen Kollegen geäußert.

Was er nicht tat, wodurch beide Unternehmen für mehrere Jahre zusammenarbeiteten, bevor sie Ende 2019 getrennte Wege gingen.

Zuletzt hatte Bungie ein Destiny 3 ausgeschlossen, stattdessen setzt das Studio auf neue Erweiterungen für Teil zwei.

Im PlayStation Store erhaltet ihr derzeit Destiny 2: Forsaken (14,99 Euro), Destiny 2: Festung der Schatten (20,99 Euro) oder beides zusammen in der Upgrade Edition (33,49 Euro) günstiger. Darüber hinaus gibt's dort ein dynamisches Cayde-6-Design und ein Community-Grafik-Design - beide kostenlos.

Lest hier mehr zu Destiny 2.

Bungies Destiny-Deal mit Activision war von Anfang an schlecht
Martin O'Donnell hat keine schöne Erinnerungen an den Destiny-Deal zwischen Bungie und Activision.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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