Call of Duty 4: Modern Warfare - Tuning Tipps

Schützenhilfe für die Hardware

Der Kampf um die Grafikreferenz ist eröffnet. Während Crysis vor allem technisch punktet, setzt Call fo Duty 4 auf eine fantastische Beleuchtung und optische Perfektion. Die Engine aus dem Jahre 2005 ist kaum wieder zuerkennen - es ist die aufgemotzte Call of Duty 2-Engine. Besonders der Detailgrad der einzelnen Objekte ist herausragend. Gleichzeitig sind die Hardwareanforderungen einigermaßen realistisch und dürften die meisten PC-Besitzer vor eine lösbare Aufgabe stellen.

Durch die Multi-Plattform-Entwicklung und die Ausrichtung an die Next Generation-Konsolen profitiert der Titel enorm von mehreren CPU-Kernen. Unsere Test haben aber gezeigt, dass man mit einigen Anpassungen auch mit einem starken Single-Core gute Ergebnisse erzielen kann. Ein weiterer Nebeneffekt der Multiplattform-Entwicklung ist das Fehlen eines DirectX 10-Modus. Ganz ehrlich? Wir haben ihn nicht vermisst und ich denke, der Titel sieht auch so fantastisch genug aus.

Bei unserem Call of Duty 4 Tuning-Guide werden wir ähnlich vorgehen wie bei den Vorgängern. Nach den allgemeinen Tipps gibt es erst einmal eine ausführliche Erklärung zum Grafik-Menü. Anschließend fassen wir noch mal die wichtigsten Hinweise zusammen, erklären Technik-Details und geben Tipps, welche Funktionen man an Hand unseres Referenzsystems nutzen sollte. Dabei betonen wir noch einmal: Der Guide ist für eher unerfahrene Spieler gedacht. Wer genug Zeit und Lust hat, wird die meisten Hinweise auch allein heraus bekommen. Wir wollen Euch nur ein wenig Arbeit ersparen und Euch damit mehr Zeit zum Spielen gönnen.

Anmerkung: Den nächsten Abschnitt kennt Ihr ja schon von der anderen Tuning-Guides. Veteranen sollten ihn also schnell überspringen. Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass die dort enthaltenen Maßnahmen wirklich viel bringen können, da selbst ein superschneller Rechner ohne genug RAM keinen Blumentopf gewinnt.

Grundlagen schaffen

1. Klassisch: Festplatte defragmentieren

5
Hier sieht man schön, wie mit Tiefenschärfe beim Anvisieren die Framerate einbricht.

Kein echter Tuning-Guide darf ohne den Tipp zur Festplatten-Defragmentierung beginnen. Die Auswirkungen machen sich zwar nur bei absoluten Schmutzfinken bemerkbar, die schon seit Jahren ihre Festplatte zumüllen, aber gerade bei wenig Arbeitsspeicher ein notwendiges Übel. Auf Maschinen mit weniger als 2 GByte RAM muss Call of Duty 4 bei den Ladesequenzen länger auf das Laufwerk zugreifen, was nach einer Weile ganz schön nervt. Um diesem Umstand Linderung zu verschaffen, VOR der Installation des Spiels das richtige Laufwerk defragmentieren! Wer nicht weiß, wo die Funktion zu finden ist, ein Doppelklick auf das Windows-Arbeitsplatz-Symbol genügt, dann Rechtsklick auf Lokaler Datenträger C: (oder D:) und einfach die unterste Option Eigenschaften auswählen. Im Menü Extras gibt es dann denn Button „Jetzt defragmentieren“.

2. Langweilig: Größe der Windows-Auslagerungsdatei festlegen

Noch so ein Tipp, den so ziemlich jeder PC-User wie die Pest hasst und dessen Wirksamkeit umstritten ist. Ja, Anwendungen, die viel RAM benötigen, zwingen Windows dazu, Daten in den sog. virtuellen Speicher auf Festplatte auszulagern. In der Standardeinstellung verwaltet Windows dessen Größe dann selbst - was theoretisch die Systemperformance ausbremst. Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, solltet ihr dem Betriebssystem eine feste Größe für die Auslagerungsdatei vorschreiben. Wer so etwas wirklich noch nie gemacht hat – soll es ja geben – folgt einfach dieser simplen Anleitung, und nehmt als Dateigröße den Wert 768 MB bei 512 MB Arbeitsspeicher und 1024 MB bei mehr RAM.

3. Teuer: Arbeitsspeicher aufrüsten

Dank der Rücksichtnahme auf die Next-Generation-Konsolen lädt Call of Duty 4 während den Leveln nicht nach. Die Größe des Speichers schlägt sich stattdessen in der Länge der Ladephasen nieder. Im Notfall reicht zwar sogar 512 MByte aus, aber dann kann man bis zum nächsten Level erst einmal gemütlich einen Kaffee trinken gehen. Um den Ladevorgang zu beschleunigen und damit seine Nerven zu schonen, sollte man sich eine Aufrüstung gönnen. 2 GByte DDR-2-RAM gibt es inzwischen schon ab 49,- Euro. Mal abgesehen davon, dass dann auch andere Titel deutlich besser laufen, freut sich selbst das Betriebssystem über eine kleine Speicherspritze.

Links zu Angeboten und Anbietern auf dieser Seite können sogenannte Affiliate-Links sein. Mit einem Kauf über einen dieser Links unterstützt ihr Eurogamer.de. Wir erhalten vom Anbieter eine kleine Provision.

Zu den Kommentaren springen (3)

Über den Autor:

Kristian Metzger

Kristian Metzger

Freier Redakteur

Weitere Inhalte

Weitere Themen

Kommentare (3)

Die Kommentare sind nun geschlossen. Vielen Dank für deine Beiträge!

Verstecke Kommentare mit niedrigen Bewertungen
Sortierung
Threading