Call of Duty: Black Ops

Der eigene Weg

“Schaut euch die ersten beiden Trailer genau an. Im fertigen Spiel werdet ihr gleich mehrfach darauf hingewiesen und werdet dann verstehen, was sie bedeuten“, murmelt Treyarchs Chef Mark Lamia verschwörerisch auf dem Pre-E3-Activision-Event. Und auch wenn diese Inszenierung nach Hype riecht, die Idee, versteckte Informationen und Story zu vermischen, ist und bleibt genial. Erfunden haben die Schnitzeljagd zwar die Kollegen von Infinity Ward, doch auch beim Black-Ops-Teaser ist die wilde Standbildsuche deutlich spannender als zum Beispiel die langweilige Kamerafahrt um einen Predator-Kopf herum bei der Vorstellung von Aliens vs. Predator.

Außerdem passt die Geheimniskrämerei hervorragend zu den namensgebenden verdeckten Operationen, die Call of Duty: Black Ops einen ganz eigenen Unterton verleihen. Und Treyarch geht sogar noch einen Schritt weiter: Im fertigen Spiel wird die Story anscheinend eine tragende Rolle spielen. „Black Ops markiert für uns einen Wendepunkt. Diesmal ist uns die Handlung extrem wichtig. Wir möchten mehr als nur bombastische Schlachten und spannende Actionsequenzen präsentieren. Wir möchten unseren eigenen Weg gehen“, erklärt Lamia im Interview.

Treyarchs neuster Versuch sich von Infinity Ward zu emanzipieren, setzt damit an einem der größten Schwachpunkte der Call-of-Duty-Serie an. Statt einem konfusen Story-Skelett wollen die Amerikaner diesmal mit einer dicken Portion Verschwörungstheorien aus dem Kalten Krieg eine packende Geschichte erzählen, in der der Protagonist erstmals eine Stimme erhält und damit auch so etwas wie eine Portion Charakter.

Zeitlich macht Treyarch mit Black Ops einen Schritt nach vorne und wird diesmal gleich mehrere Jahrzehnte abdecken. Los geht es anscheindend irgendwann in den Sechzigern und endet wohl spätestens mit dem Falll der Mauer. Wie genau dieser Kniff in die Spielrealität umgesetzt wird, wollte Treyarch noch nicht verraten. Fest steht nur, dass es diesmal deutlich abwechslungsreicher zugeht als bei ihrem letzten Projekt. Gleich zu Beginn der Präsentation geht es nämlich hoch hinaus in die Stratosphäre.

Schwer atmend schleppt ihr euch in einem Druckanzug in Richtung eines SR-71-Blackbird-Aufklärungsflugzeuges. Es ist das Jahr 1968 und gemeinsam mit einem Partner startet ihr zu einer geheimen Mission. Ihr müsst ein kleines Team der Special Operation Group (SOG) durchs Feindgebiet lenken, die eine gewaltige Radaranlage ausschalten sollen. Der Name der Mission: WMD – Weapons of Mass Destruction. Kaum hat sich das Kabinendach geschlossen, werden die Triebwerke hochgefahren und ihr hebt mit einem Druck nach unten am Analog-Stick von der Landebahn ab. In 20.000 Meter Höhe wechselt dann die Perspektive zum Co-Piloten, der sich um die Kamera am Rumpf der Maschine kümmert.

Ihr sehr ein Infrarotbild des Zielgebiets und macht nach einer Weile das Bodenteam aus, das sich in den verschneiten Wäldern versteckt. Auf Knopfdruck setzt ihr ihnen Wegpunkte und müsst sie so vor Patrouillen schützen. Kurz: Echtzeitstrategie light. Immer wieder ziehen Fahrzeuge vorbei und zwingen die Spezialisten ins Unterholz. Für die Präsentation wurde dieser Abschnitt stark gekürzt. Das frische Spielelement wird euch deutlich länger beschäftigen als die fünf Minuten, die wir zu sehen bekamen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in einem Haus ist an dieser Stelle Schluss und die Kamera fliegt auf Bodenhöhe.

Gut getarnt lauert das Team im Schnee, während Suchtrupps langsam an ihnen vorbeistapfen. Eine unbedachte Bewegung bedeutet den Tod. Gekonnt verlangsamt Treyarch hier das Tempo, lässt Erinnerungen an die Prypjat-Mission aus CoD 4 aufkommen und zieht die Spannungsschraube an. Überhaupt fühlt sich die Szene wie ein Déjà-vu an: Bei der Modern-Warfare-2-Vorstellung wurde auch die russische Tundra präsentiert. Dazu Lamia: „Der Level eignet sich eben am besten, um unsere Designphilosophie zu vermitteln. Ruhige Momente wechseln sich mit knallharten Actionszenen ab. Das ist alles, was zählt.“

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