Call of Duty Warzone: Hacker-Problem vertreibt bekannte Streamer, Activision will einschreiten

Update: Activision bannt ca. 60,000 verdächtige Accounts

Update vom 03. Februar 2021: Nachdem die Kritik an einer Vielzahl an Hackern und Cheatern in Call of Duty Warzone zunehmend Überhand nahm und sogar namhafte Streamer das Wort ergriffen, ist Activision nun offenbar endlich eingeschritten. Über Nacht wurden laut Activision ganze 60.000 Accounts wegen solcher Verstöße gesperrt.

In einem ausführlichen Blogeintrag von Activision, der auf den Druck aus der Community reagiert, heißt es außerdem, dass man seit dem Start von Warzone insgesamt mehr als 300.000 Permabans an Accounts verhängt habe. Damit versucht das Unternehmen offenbar, die Kritik auszuräumen, man habe nicht genug gegen Hacker und Co. im Spiel getan

Auch habe man seit Beginn des Spiels mit einer 2-Faktor-Authentifizierung über 180.000 verdächtige Konten ausfindig gemacht. Wie Eurogamer.net schreibt, ist das allerdings häufig ein Tropfen auf den heißen Stein, da man sich bei einem Gratistitel wie Warzone einfach wieder mit einem neuen Account anmelden und weiter schummeln kann.

60.000 Hacker sollen es nun weniger sein, aber hoffentlich hat es da diesmal auch die richtigen getroffen. Bisher gab es nämlich noch keine Informationen vonseiten der Gebannten, aber in der Vergangenheit sollen bisher auch schon Leute zu Unrecht so einer Strafe zum Opfer gefallen sein, während Hacker zum Teil nicht erwischt wurden. Kurz: Die bisherigen Anti-Cheat-Maßnahmen waren ziemlich willkürlich und wenig effektiv, behauptet zumindest Streamer Drift0r in seinem Kritik-Video.

Auch in Zukunft will Activison aber die Anti-Cheat-Maßnahmen ausweiten. So verspricht das Unternehmen unter anderem, demnächst auch noch zusätzliche Erkennungstechnologie für Cheater, konsequente Bannung und mehr Transparenz. Bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahmen fruchten, bevor noch mehr Leute fluchtartig das Spiel verlassen.

Ursprüngliche Meldung vom 02. Februar 2021:

  • Einige namhafte CoD-Streamer kritisieren das Hacker-Problem von Warzone
  • In Videos und Tweets teilen sie ihre Bedenken
  • Vikkstar will Warzone nach eigener Angabe vorerst verlassen

Das Hacker-Problem bei Call of Duty Warzone scheint offenbar langsam Überhand zu nehmen. In der Community gibt es seit einer Weile zunehmend Kritik an zahlreichen Cheatern und erste bekannte Spieler ziehen nun die Konsequenzen: Streamer beschweren sich in den sozialen Medien und YouTuber Vikkstar verlässt Warzone sogar.

Erst gestern haben wir darüber gesprochen, dass der fiese Stim-Exploit in Warzone, den Cheater regelmäßig ausnutzen, einfach nicht kleinzukriegen ist. Generell scheint Warzone bereits seit dem Start im März letzten Jahres ein Problem mit Hackern beziehungsweise Cheatern zu haben und die Einführung zahlreicher Glitches mit dem Start der neusten Saison hat dies nicht gerade geschmälert.

Das scheint mittlerweile derart Überhand genommen zu haben, dass bereits namhafte Warzone-Spieler wie zum Beispiel YouTuber und Streamer Vikkstar Warzone verlassen und kein Interesse mehr haben, noch Beiträge dazu zu machen. In seinem Video "This is why I quit Warzone..." erklärt der Zocker mit dem bürgerlichen Namen Vikram Singh Barn, was ihm Warzone fürs Erste verdorben hat und bezeichnet den Stand des Spiels sogar als den "schlechtesten Zustand, den es je gab".

Grund dafür seien seiner Meinung nach die schiere Menge an Hackern, die man in jedem Spiel trifft und anderen die Partien versauen würden: "Der Spielerstamm des Titels ist jetzt so übersättigt mit Hackern, man neigt dazu, sie in jeder einzelnen Lobby zu finden." Für dieses Problem nimmt er das Entwicklerstudio und den Publisher in die Verantwortung: "Activision geht nicht darauf ein, wie viele Hacker es im Spiel gibt", sagte Vikkstar. Er habe offenbar sogar schon einen Hacker entdeckt, der sich live bei seinen Aktionen gestreamt habe.

Vikkstar ist aber nicht der Einzige, der jetzt Kritik übt. Auch der bekannte Streamer Faze Nickmercs äußert sich dazu auf Twitter: "Ohne Anti-Cheat sind authentische Warzone-Turniere leider nicht mehr möglich."

summit1g nutzt ebenfalls Twitter als Plattform, um seine Unzufriedenheit über den Zustand von Warzone kundzutun, auch wenn er sich später dafür beim Entwicklerstudio entschuldigte und die Kritik somit ein wenig relativierte.

Recht klare Worte findet hingegen CoD-YouTuber Drift0r in einem ca. elfminütigen Video, in dem er seine Kritik und Besorgnis gegenüber den aktuellen Hacker-Entwicklungen in Warzone teilt, in der Hoffnung, eines seiner Lieblingsspiele wieder besser erleben zu dürfen. Darin spricht auch er darüber, dass er beinahe in jedem Match mittlerweile Cheatern begegnet und stellt wie einige andere vor ihm die Frage, warum bisher keine richtige, verlässliche Anti-Cheat-Software genutzt wird. Er beschreibt auch die bisherigen Maßnahmen in Warzone, um Schummler zu identifizieren, diese scheinen aber sehr ungenau zu sein.

Warzone ist nun also langsam, aber sicher ziemlich unter Druck: Neben der regelmäßigen Kritik aus der Community droht das Spiel nun auch zunehmend Unterstützung bekannter Spieler und Spielerinnen zu verlieren. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen Activision nun ziehen wird, irgendwelche sollte das Studio aber nun definitiv ergreifen.

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Über den Autor:

Judith Carl

Judith Carl

News-Redakteurin  |  TJudl

Adventure-Freak und Fan von guten Geschichten. Begeisterte Sängerin. Mag Rollenspiel, Podcasts und Trashfilme.

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