Offiziell: Take-Two möchte Codemasters kaufen

Update: Angebot abgegeben.

  • Codemasters steht vor einem Verkauf an Take-Two
  • Das Unternehmen hat bestätigt, dass es Gespräche gibt
  • Ein formelles Angebot liegt aber noch nicht vor

Update vom 10. November 2020: Gestern hatten wir über Übernahmegespräche zwischen Take-Two und Codemasters berichtet, nun wurde bereits ein formelles Angebot über den Verkauf von Codemasters an den Publisher abgegeben.

Take-Two würde sich das Unternehmen umgerechnet rund 837 Millionen Euro kosten lassen, dafür hat man ein entsprechendes Bar- und Aktienangebot abgegeben, berichtet VGC.

Fehlt noch die Zustimmung der Aktionäre, was in einer kommenden Versammlung passieren soll. Geht das erfolgreich über die Bühne, rechnen beide Unternehmen mit einem Abschluss des Verkaufs im ersten Quartal 2021.

Nach dem Deal soll Codemasters unter Take-Twos 2K-Label mit der bisherigen Führung operieren.

"Codemasters hat in der Vergangenheit einige der beliebtesten und kommerziell erfolgreichsten Rennsport-Franchises unserer Branche aufgebaut, und wir sind davon überzeugt, dass ihre Angebote unser Sportportfolio in hohem Maße ergänzen und das langfristige Wachstum unserer Organisation weiter fördern werden", kommentiert Take-Twos CEO Strauss Zelnick.

"Darüber hinaus freuen wir uns darauf, das leitende Management und die Entwicklungsteams von Codemasters in unserer Take-Two-Familie willkommen zu heißen und unsere Vision zu teilen, qualitativ hochwertige Unterhaltungserlebnisse zu bieten und das innovativste, kreativste und effizienteste Unternehmen unserer Branche zu werden."

"Mit einer führenden Position im Bereich Sportspiele ist der Vorstand von Codemasters fest davon überzeugt, dass das Unternehmen von Take-Twos breit gefächerten Fähigkeiten profitieren wird, die den langfristigen Erfolg von Codemasters vorantreiben werden", sagt Codemasters' Vorstandsvorsitzender Gerhard Florin.

Ursprüngliche Meldung vom 9. November 2020: Codemasters hat bestätigt, dass man sich in Gesprächen mit Take-Two über eine mögliche Übernahme befindet.

In einem internen Statement vom Freitag, das VGC zugespielt wurde, ist die Rede davon, dass Take-Two einen unverbindlichen Vorschlag zum Erwerb des gesamten Aktienkapitals von Codemasters gemacht habe.

Bevor es dazu kommt, käme es unter anderem zu einer eingehenden Prüfung durch den potenziellen Käufer. Allerdings gibt Codemasters an, den Aktionären die Annahme des Angebots zu empfehlen, sollte Take-Two sein Angebot offiziell machen.

In einem Statement gegenüber VGC teilt Codemasters mit, man sei der Ansicht, dass "die Kombination von Take-Two und Codemasters zwei interaktive Unterhaltungsportfolios von Weltklasseformat zusammenführen würde, die sich im Rennsportgenre in hohem Maße ergänzen".

"Take-Two ist davon überzeugt, dass das Unternehmen Vorteile für die Leistung von Codemasters bringen kann, indem es den globalen Vertrieb von Take-Two und die operative Kernkompetenz von 2K im Vertrieb, einschließlich Live-Betrieb, Analyse, Produktentwicklung sowie Marken- und Performance-Marketing nutzt."

Codemasters ist vor allem bekannt für seine Rennspielreihen wie Dirt, F1 und Grid, aber auch Titel wie Operation Flashpoint oder Overlord stammen vom Unternehmen, das eine lange Tradition hat und im Jahr 1986 gegründet wurde.

In diesem Jahr hatte das Unternehmen bekannt gegeben, sich die WRC-Lizenz ab dem Jahr 2023 gesichert zu haben. Darüber hinaus übernahm Codemasters im vergangenen Jahr das Project-Cars-Entwicklerstudio Slightly Mad.

Take-Two lässt seine Labels normalerweise autonom agieren, zum Beispiel Private Division, das 2017 startete und sich auf Indie-Titel konzentriert. Ebenso gehören 2K Sports, Rockstar und 2K Games zum Unternehmen.

In dieser Woche erscheint mit Dirt 5 ein neues Rennspiel von Codemasters. Lest mehr zum dem gelungenen Arcade-Fahrspaß im Test zu Dirt 5.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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