Die EU hat Microsofts Zenimax-Deal genehmigt

Der Kaufabschluss rückt immer näher.

  • Die EU hat den ZeniMax-Deal von Microsoft genehmigt
  • Providence Equity Partners hat als Ex-Anteilsnehmer ZeniMax von der Website genommen
  • Diese Indizien deuten darauf hin, dass der Verkauf bald abgeschlossen ist

Im Rahmen einer Vorprüfung hat die EU den Deal zwischen Microsoft und dem großen Bethesda-Mutterkonzern ZeniMax als Übernahme genehmigt. Es sieht also aus, als wäre die Übereinkunft der beiden Firmen bald in trockenen Tüchern.

Schon im September 2020 wurde bekannt gegeben, dass Microsoft den Konzern ZeniMax aufkaufen will, zu dem unter anderem auch die berühmte Spieleschmiede Bethesda und Studios wie id Software und Arkane gehören. Dieser Deal war zwar bereits beschlossene Sache, sollte aber nicht vor 2021 zum Tragen kommen. Nun scheint die Übereinkunft langsam ihrem Abschluss entgegenzulaufen, denn die EU hat den Verkauf offiziell als rechtmäßig genehmigt. Das wird auf der offiziellen Webseite der Kommission deutlich.

"Die Europäische Kommission hat die Übernahme von ZeniMax Media Inc. durch die Microsoft Corporation nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt", heißt es. Weiter erklärt die EU: "Die Kommission kam zu dem Schluss, dass die geplante Übernahme keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken aufwirft, da die Marktposition des fusionierten Unternehmens auf dem vorgelagerten Markt begrenzt ist und es auf dem nachgelagerten Markt starke Wettbewerber im Vertrieb von Videospielen gibt." In der letzten Zeit gab es aber noch weitere Hinweise darauf, dass der ZeniMax-Deal bald über die Bühne geht.

Wie VGC berichtet, hat das Unternehmen Providence Equity Partners, das vorher ein Viertel der ZeniMax-Anteile besaß, zum Beispiel die Spielefirma von seiner Webseite entfernt, vermutlich weil sie nun bald zu Microsoft gehört. Zuvor hatte auch die US-Börsenaufsichtsbehörde United States Securities and Exchange Commission (SEC) grünes Licht für die Übernahme gegeben.

Schon ab dem vergangenen Herbst wurde munter spekuliert, was dieser Kauf für die Spielewelt bedeuten könnte, denn wenn Microsoft und Xbox nun Bethesda unter sich haben, wäre es möglich, dass beliebte Spielereihen wie The Elder Scrolls plötzlich exklusiv werden. Wie Todd Howard von Bethesda andeutete, sei es aber "schwer vorstellbar" dass die RPG-Welt von Tamriel ab jetzt nur noch für wenige Plattformen erscheinen könnte.

Auch Xbox-Finanzchef Tim Stuart deutete dazu bereits an, dass man zumindest nicht plane, bekannte Titel aus Prinzip nur noch für Microsoft-Plattformen herauszubringen und dass man das eher von Spiel zu Spiel entscheiden wolle. Auch wolle man die bestehenden Exlusivdeals vorerst noch einhalten. Ein Trost oder eine Absicherung ist das aber natürlich noch nicht, es zeigt eher, dass noch viele Entscheidungen offen sind. Es bleibt spannend, was der ZeniMax-Kauf mit sich ziehen wird, sobald er dann abgeschlossen ist.

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Über den Autor:

Judith Carl

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News-Redakteurin  |  TJudl

Adventure-Freak und Fan von guten Geschichten. Begeisterte Sängerin. Mag Rollenspiel, Podcasts und Trashfilme.

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