FIFA 11

'Kinect ist eine äußerst interessante Sache'

In München konnten wir FIFA 11 nicht nur erstmals selbst anspielen – sieh dazu auch unsere Vorschau zu FIFA 11 –, sondern erneut auch David Rutter, Producer der Next-Gen-Versionen des Spiels, zum mittlerweile dritten Mal interviewen.

Rutter plaudert darin unter anderem über die jüngst zu Ende gegangene Weltmeisterschaft, schnelle Einwürfe, das übernomme Feedback vom WM-Spiel, die Bewegungssteuerungen von Microsoft und Sony sowie etwaige 3D-Features für die FIFA-Reihe.

Eurogamer: Letztes Jahr hast du mir gesagt, dass England Weltmeister wird...

David Rutter: Ich muss offensichtlich verrückt gewesen sein.

Eurogamer: Nun, wie sieht dein persönliches Fazit der WM aus?

David Rutter: Ich denke, es war eine unterhaltsame Weltmeisterschaft. Eine Menge Leute sagen, dass es nicht sehr aufregend war, aber meiner Meinung nach schon. Deutschland hat fantastischen Fußball gespielt und ich fand es sehr schade, dass sie ausgeschieden sind. Davon abgesehen sind einige der großen Fußballnationen der Welt deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

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FIFA 11s Producer David Rutter

Wir haben aber auch einige absolut brilliante Leute gesehen, von denen wir es nicht unbedingt erwartet haben, insbesondere etwa Diego Forlan, dem ich wirklich gerne zugesehen habe. Ich habe auch seine Entwicklung verfolgt, als er noch in England bei Manchester United spielte. Ich war erstaunt, wie er selbst die Bälle kontrollierte, die man eigentlich nicht kontrollieren konnte. Ich hatte also wirklich Spaß damit, die Vuvuzelas werde ich allerdings nicht so sehr vermissen. Es ist aber toll, vielleicht auch ziemlich eigenartig, wieder ein Fußballspiel ohne dieses Dröhnen zu sehen.

Eurogamer: Ich hoffe, es gibt keine Vuvuzelas in FIFA 11.

David Rutter: Nein!

Eurogamer: Das ist gut.

David Rutter: Du kannst es aber mit dem Feature zur Audio-Individualisierung integrieren, wenn du willst.

Eurogamer: Will das wirklich jemand?

David Rutter: Die Vuvuzelas? Ich weiß es nicht. Vielleicht irgendwann mal.

Eurogamer: Was ich noch immer vermisse, sind schnelle Einwürfe. Gibt es Pläne dafür?

David Rutter: Nicht zum jetzigen Zeitpunkt und sicherlich nicht für FIFA 11, aber sie befinden sich auf unserem Radar. Wir sind uns der Sache gewissermaßen bewusst.

Eurogamer: Es ist manchmal schon nervig, wenn der Ball ins Aus geht, diese kleine Pause kommt und die Teams dann wieder ihre Standardpositionen eingenommen haben. Das könnte den Spielfluss etwas erhöhen, mehr Möglichkeiten eröffnen.

David Rutter: Da stimme ich dir zu.

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Eurogamer: Was ist mit den Torhütern? Sie bekommen keine gelbe Karte, wenn sie dann Ball zu lange halten oder den Abstoß verzögern.

David Rutter: Nein. Im Allgemeinen ist das einer dieser Momente im Spiel, in denen die Leute ihren Controller mal kurz hinlegen, etwas trinken oder was auch immer. Sie erhalten also keine Verwarnung, stattdessen wird der Ball weggeschlagen.

Eurogamer: PES bietet in diesem Jahr auch automatische Taktiken, mit denen das Team bei einem Rückstand von beispielsweise 0:2 automatisch offensiver ausgerichtet wird. Plant ihr sowas auch für FIFA?

David Rutter: Ich würde nicht wollen, dass die KI ohne meine Zustimmung meine Taktik verändert, also Nein, wir verändern nicht das Momentum des Spiels auf Basis von Entscheidungen, die der Computer trifft. Wenn ihr eure Taktik ändern wollt, dann tut das einfach. Abgesehen davon ändert die KI aber ihre Einstellung je nachdem, was auf dem Feld passiert.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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