FIFA schießt gegen EA: Fußballverband ist offen für neue Partnerschaften

In einer neuen Erklärung sagt die FIFA, dass sie offen für neue Partnerschaften im Gaming-Bereich ist. 

Nachdem die FIFA nun deutlich mehr Geld für die Verlängerung der Lizenz verlangt, teilt der Fußballverband der Welt in einer neuen Erklärung mit, dass sie offen für die Zusammenarbeit mit neuen Videospielunternehmen sei.

Die FIFA erkennt ihren Wert auf dem Spielemarkt

Die Erklärung trägt den Titel "FIFA will Gaming- und Esports-Portfolio ausbauen" und ist ein großer Schlag ins Gesicht für Electronic Arts, die lange Zeit einziger die offizielle FIFA-Lizenz nutzen durften.

"Die FIFA ist optimistisch, was ihre langfristige Zukunft im Bereich Gaming und eSports angeht, nachdem sie eine umfassende und strategische Bewertung des Marktes für Gaming und interaktive Unterhaltung vorgenommen hat", heißt es in dem Statement.

"Die Zukunft von Gaming und eSports für Fußball-Akteure muss mehr als eine Partei beinhalten, die alle Rechte kontrolliert und verwertet." Viel Potenzial läge in der Zusammenarbeit mit weiteren Unternehmen.

"Technologie- und Mobilfunkunternehmen konkurrieren jetzt aktiv darum, mit der FIFA, ihren Plattformen und globalen Turnieren in Verbindung gebracht zu werden. Aus diesem Grund arbeitet die FIFA mit verschiedenen Akteuren der Branche zusammen, darunter Entwicklern, Investoren und Analysten, um eine langfristige Perspektive für den Gaming-, eSports- und interaktiven Unterhaltungssektor zu entwickeln."

Kritische Situation für EA

Durch neue Gaming-Partner will das Unternehmen sicherstellen, "dass die FIFA über eine Reihe geeigneter Parteien mit speziellen Fähigkeiten verfügt, um die bestmöglichen Erfahrungen und Angebote für Fans und Verbraucher aktiv zu gestalten." Künftige Möglichkeiten für Fußball- und Gaming-Fans sollen dadurch maximiert werden - und die Einnahmen der FIFA schadet es sicher auch nicht.

Fast wie eine Drohung klingt einer der letzten Sätze der Erklärung: "Die Beziehung und die Affinität, die der Gaming- und eSports-Markt im Laufe der Zeit zum Namen FIFA entwickelt hat, unterstreichen deutlich, dass fußballbasierte Spiele und der Name FIFA untrennbar miteinander verbunden sind." Wer den Namen FIFA nicht nutzt, hat auf dem eFußball-Markt also schon verloren. EA wird hier ganz schön unter Druck gesetzt, die doppelte Lizenzgebühr zu zahlen.

Das kommende FIFA 22 wurde mit keinem Wort im Statement erwähnt.

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Über den Autor:

Melanie Weißmann

Melanie Weißmann

News-Redakteurin  |  Melancholia_Mel

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.

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