GCDC: Too Human-Macher sieht neuen Konsolenstandard

Nintendo und Sony am Ende?

Wird es auf dem Spielemarkt eine ähnliche Konsolidierung geben, wie schon beim Fernsehen, den Video-Formaten oder im Print-Sektor? Zumindest Too Human-Schöpfer Denis Dyack ist der Ansicht, dass diese Entwicklung nicht mehr aufzuhalten ist. Bei seinem Vortrag auf der Games Convention Developer Conference zeichnete er gestern ein Bild von nur einem Hardware-Standard, der ähnlich wie damals beim 3DO nur von verschiedenen Herstellern - diesmal Sony, Microsoft, Toshiba, Samsung, Sharp und Dell - in unterschiedlichen Varianten veröffentlicht wird.

Als einen der Gründe nannte er die ständig wachsenden Entwicklungskosten und die immer geringeren Gewinn-Margen für Dritthersteller. Es könnte sich in Zukunft einfach nicht mehr lohnen, einen Titel für mehrere Plattformen zu entwickeln, vor allem da es sich abzeichnet, dass keine Konsole den Wettlauf um die Spitze gewinnen könnte. Deshalb prophezeit er einen "zusammengelegten Spiele-Standard", der "genau wie bei der DVD oder einer Kamera bekannten Spezifikationen entspricht".

Durch die Konsolidierung werden die Kosten für die einzelnen Produkte sinken und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit in die Höhe schnellen. Außerdem hätten die Entwickler viel mehr Zeit und Geld, sich um ihre Spiele zu kümmern, da sie ja 100 Prozent Abdeckung erreichen würden. Die Qualität der Spiele würde dadurch steigen und jeder würde von dieser Entwicklung profitieren. Leider würden nicht alle Entwickler seinen Anzeichen für eine Konsolidierung unterschreiben. Gerade die "Überperformance" der Konsolen ist laut Entwickler-Legende Don Daglow von den Stormfront Studios nur ein vorübergehendes Phänomen, das durch längere Produktlebenszyklen aufgefangen wird. Auch das Zeitfenster, das er schon bei der nächsten Generation sieht, ist zumindest diskussionswürdig.

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Kristian Metzger

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