Ghost Recon Advanced Warfighter 2

Einmal Facelifting, bitte

Sinnvolles Update oder radikale Neuerfindung? Die ersten Level von Tom Clancy's Ghost Recon Advanced Warfighter 2 zeigen deutlich, welchen Weg das Entwicklerteam von Ubisoft einschlägt.

Sierra de Juarez, 30 Grad, der Helm sitzt. Captain Scott Mitchell und seine drei Teamkameraden der Ghost-Einheit sind wieder in mexikanischen Gefilden unterwegs. Auf den ersten Blick scheint es in Ghost Recon: Advanced Warfighter 2 also kaum auffällige Neuerungen zu geben. In Anbetracht des packenden und gut durchdachten Vorgängers war dafür ja auch wenig Anlass. Und unter uns gesagt: Bei lediglich einem Jahr Entwicklungsabstand konnte auch jeder an einer Hand abzählen, dass der Nachfolgetitel wohl eher auf ein paar frische Ideen und technische Verbesserungen setzt.

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Faules Pack: Einige Soldaten feiern Siesta.

Nach dem Tutorial (lässt sich übrigens nicht überspringen) offenbaren die ersten beiden Level mit den Namen „Opfermut“ und „Alle ausschalten“ dann auch relativ schnell einige Änderungen, die eindeutig in der Kategorie Verbesserungen einzuordnen sind. Direkt ins Auge springen die flüssigeren Bewegungsabläufe und die verbesserte KI der eigenen Teammitglieder, die nun bei den zwei Befehlsformen „Aufklärung“ und „Angriff“ wesentlich zielorientierter zu Werke gehen.

Als zentrale Kommunikationseinheit fungiert das so genannte Crosscom 2.0, das im linken oberen Bildfenster einen erweiterten Funktionsumfang vorweist. Denn ähnlich wie bei der „Sticky-Cam“ von Agent Sam Fisher ist es in GRAW 2 möglich, die Ansicht der Helmkamera eines Teamkollegen im eigenen Crosscom 2.0 bzw. vollformatig am Bildschirm anzeigen zu lassen.

Kam es im ersten Teil in hektischen Situationen bei der Befehlsvergabe über das Crosscom schon mal zu Flüchtigkeitsfehlern, gelingen nun Kommandos im wahrsten Sinne des Wortes treffender. Eine weitere Ergänzung betrifft ebenfalls das konkrete Kampfgeschehen: Zum großen Gunship-Helikopter AH-64 Apache gesellt sich wie in der Realität auch noch der kleinere Hubschrauber MH-6 Little Bird als Aufklärer und leichte Unterstützung hinzu.

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Schießübungen extreme: Unsichtbare Gegner treffen.

Neben der größeren Vielfalt durch Orts- und Landschaftswechsel sorgen weitere neue Accessoires für mehr taktische Freiheiten. So steht dem Team mit dem M.U.L.E eine Art fahrbare Drohne samt Waffenlager zur Verfügung und die UAV-Cyperdrohne kann erstmals auch manuell gesteuert werden. Somit dient sie sehr flexibel zur tatsächlichen Echtzeit-Aufklärung und durch die vollformatige Aufsichtsdarstellung der Drohnenkamera ähnelt der Spielablauf von GRAW 2 dann schon fast beängstigend der einer CNN-Übertragung aus einem Krisengebiet.

Die wohl markanteste Verbesserung scheint zuerst nebensächlich, trägt aber dann doch viel zur Stimmung von GRAW 2 bei. Wirkten die Umgebungen im Vorgängerspiel teilweise noch sehr leblos, haben jetzt die Natureffekte ihre ganz eigene Rolle: Staub-, Sand- und Nebelschwaden durchsetzen dynamisch die Landschaft und beeinflussen die Sicht auf mögliche Ziele. Auch die Hitze-Effekte über Asphaltboden oder am Heck eines Panzers wirken auf einem HD-Fernseher äußerst realistisch.

Selbst Bäume und Sträucher zeigen jetzt eine ganz eigene Art von Interaktion: Zündet man zum Beispiel in der Nähe eines Baumes eine Handgranate, fallen kurz darauf alle Blätter zu Boden. Immer noch beeindruckend sind die ausgeprägten Lichteffekte der tief stehenden mexikanischen Sonne. Der Wechsel von Tag zu Nacht läuft in GRAW 2 nun fließend ab, so dass der Eindruck der insgesamt 72 Stunden Missionszeit nun nicht mehr so abgehackt erscheint.

Vor Captain Scott Mitchell und seinem Team liegen also drei aufreibende Tage, die man sich ab Mitte März nicht entgehen lassen sollte.

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Gregor Wildermann

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