Grand Theft Auto IV: The Ballad of Gay Tony

Mit ordentlich Action

In Liberty City liegt mal wieder Ärger in der Luft. Der russische Gangster Rodislav Bulgarin möchte gerne einen Eishockeyclub übernehmen, doch dessen Besitzer ist von dieser Idee alles andere als angetan. Sein Pech, denn ein „Nein“ akzeptiert Bulgarin keineswegs. Genau der richtige Job also für Luis Lopez, rechte Hand und Bodyguard des namensgebenden Gay Tony. Luis soll dafür sorgen, dass der Besitzer seine Meinung doch noch ändert – Überzeugungsarbeit mit bleihaltigen Argumenten, wenn man so will.

Gemeinsam mit einem von Bulgarins Handlangern macht man sich auf den Weg zum Bürogebäude, in dem besagter Eishockeyclubbesitzer residiert. Allerdings nicht über die gewöhnliche Route. Da am normalen Eingang zu viele Sicherheitsleute postiert sind, geht die Reise per Helikopter vonstatten. Sobald dieser eine ausreichende Höhe erreicht hat, hüpft Luis hinaus und segelt still, leise und vor allem unbemerkt per Fallschirm auf das Dach des Hochhauses. Zumindest momentan noch, denn das ändert sich schnell.

Schon kurz nach Betreten des Gebäudes bekommt es Luis mit den ersten Wachleuten zu tun, die seiner schnellfeuernden und durchschlagskräftigen P90 – nur eine der neuen Waffen – nichts entgegenzusetzen haben. Dennoch sollte er sich lieber beeilen, denn das Scharmützel hat den Feueralarm aktiviert und damit das restliche Sicherheitspersonal auf ihn aufmerksam gemacht. Bis die Beschützer aber ganz oben ankommen, dauert es ein Weilchen. Genug Zeit, um sich durch die Gänge voranzubewegen, Gegner über den Haufen zu schießen und schlussendlich ein Büro zu betreten. Darin wartet schon der Eishockeyclubbesitzer, dessen letztes Stündlein geschlagen hat. Mit einem Volltreffer erwischt ihn Luis, woraufhin er in Folge des Treffers durch die Fensterscheibe geschleudert wird und hinunter in die Tiefe stürzt.

Genau der richtige Augenblick, um selbst auch die Beine in die Hand zu nehmen. Anstatt sich jedoch bis nach unten durchzukämpfen, hüpft Luis kurzerhand aus dem Fenster und fällt nach unten. Für eine gewisse Zeit jedenfalls, denn er hat ja noch immer seinen Fallschirm. In aller Ruhe setzt er einige Sekunden später auf dem Heck eines Trucks auf und braust unbeschadet davon.

Nur eine der Missionen, die Rockstar Games letzte Woche bei einem Besuch vorführte. Und vielleicht bemerkt ihr dabei auch schon den Ansatz der zweiten Download-Episode für Grand Theft Auto IV. The Ballad of Gay Tony soll in punkto Action überzogener rüberkommen als The Lost and Damned und auch das Hauptprogramm. Man spricht von insgesamt drei unterschiedlichen Perspektiven auf Liberty City, die man durch GTA IV und die beiden DLCs erhält. The Ballad of Gay Tony besteht demnach nicht nur aus Glanz und Glitter, wie es die Trailer vermuten lassen, sondern bringt auch eine zusätzliche Portion „Schmutz“ mit ein. Was den Umfang anbelangt, will man sich hingegen nicht genau auf eine Spielzeit festlegen, da ja jeder GTA IV auf seine Art und Weise spielt. Die Zahl der mit The Lost and Damned verbrachten Stunden soll aber mehr oder weniger dem entsprechen, was man in The Ballad of Gay Tony serviert bekommt.

Nach der Vorführung von Luis' kleinem Büroausflug konnte ich dann auch noch selbst Hand an drei weitere Missionen anlegen, zum Beispiel „For the man who has everything“. Die machte gleichzeitig nochmals deutlich, dass man es mit der „überzogenen Action“ wirklich ernst meint. Ein arabischer Immobilieninvestor sucht für seine kleine Privatsammlung noch ein nettes Schmuckstück. Genauer gesagt den Antriebswagen einer U-Bahn von Liberty City, den er sich schnappen möchte – während der Fahrt. Und während Luis darauf rumklettert. Muss er nämlich auch, um das Gerät für den Abtransport vorzubereiten. Mit dem Auto fährt man daher anfangs erstmal zu einer Brücke und wartet, bis die Bahn darunter vorbeirauscht. Kleiner Sprung und schon sitzt man auf dem Dach. Hier kann man sich langsam nach vorne bewegen und gleichzeitig zielen, was auch bitter nötig ist. Schnell kreisen die ersten Polizeihubschrauber durch die Gegend eröffnen das Feuer. Zum Glück hat Luis seine mächtige Wumme eingepackt und bringt die fliegenden Verfolger mit wenigen Schüssen zur Explosion, woraufhin sie als Feuerball vom Himmel fallen.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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