HyperX Alloy Origins Core im Test - Große Qualität ganz klein!

Perfekt für den kleinen Schreibtisch!

ASDFG ... Jap, funktioniert. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit von meiner Low-Profile-Tastatur fällt mir das Schreiben nicht mehr schwer und das Zocken ist trotz der kompakten Größe der Himmel. Wer sich ohne einen Nummernblock an der Tastatur nackt fühlt, braucht den Test zur HyperX Alloy Origins Core im TKL-Design nicht weiterlesen. Für alle, die es klein und praktisch brauchen, dennoch das Gefühl einer hochwertigen Gamer-Tastatur nicht vermissen wollen, könnten hier einen neuen Weggefährten für ihr Setup finden.

Was ist drin im Paket?

Über Verpackung und Inhalt lohnt es sich kaum groß auszuholen. Die mechanische Tastatur und das geflochtene abnehmbare Kabel sind zusammen mit einer kleinen Anleitung platzsparend eingepackt. Anschließen lässt sich die HyperX problemlos aufbauen: Einfach USB-A-Kabel hinten in die Tastatur hinein, dann noch eine schicke USB-C-Schnittstelle am PC suchen und fertig. Auch für Konsolenspieler ist diese Tastatur eine Option, da sie mit PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series kompatibel ist.

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Da seht ihr das gute Stück.

Gehäuse und Tasten fühlen sich wertig und gut verarbeitet an. Was direkt auffällt, ist das verhältnismäßig hohe Gewicht der kleinen Tastatur. Trotz ihrer schmalen Länge von 36 Zentimetern, die sich wunderbar auf kleinen oder vollen Schreibtischen macht, wiegt das gute Stück durch das Vollaluminiumgehäuse ganze 900 Gramm. Vergleichbare Modelle anderer Hersteller wiegen oft 100 bis 200 Gramm weniger. Je nachdem wie ihr eure Prioritäten legt, könnt ihr nun mit dem Verlust von Flexibilität oder mit einem wertigeren Eindruck des Materials argumentieren. Mir gefällt das stabile und hochwertige Gefühl dieser kräftigen kleinen Kommandozentrale.

Weniger flexibel - eigentlich gar nicht flexibel - ist die Wahl der Switches. Wollt ihr die Tastatur im deutschen Layout, könnt ihr nur die linearen roten HyperX-Switches wählen. Die taktilen Switches, egal ob leise oder mit dem gewissen Klick, gibt es nur für das englische Layout. Ein kleiner Minuspunkt für alle, die mit dem freien Fall des Fingers nichts anfangen können.

Mit den Fingern auf Wolken gleiten

Als Liebhaberin der leisen taktilen Switches habe ich mich dennoch schnell an die linearen Tasten von HyperX gewöhnt und finde sie zum Spielen super. Der benötigte Druck von 45 Gramm ist genau richtig, um sich nicht anstrengen zu müssen, aber auch nicht mit den Fingern direkt auf das Aluminium zu klatschen. Dabei fühlen sich die Tastenschläge sehr weich und sauber an und auch der Auslösepunkt bei 1,8 Millimetern wirkt natürlich und wurde von mir stets intuitiv erreicht. Mit ganzen 80 Millionen Schlägen macht die Tastatur diesen Spaß auch noch eine ganze Weile mit.

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Das Rot der Switches guckt gut erkennbar unter den Tasten hervor.

Wie die meisten Gaming-Tastaturen lässt sich auch die HyperX Alloy Origins Core im Neigungswinkel einstellen, damit ihr sie an eure Bedürfnisse anpassen könnt. Eine Handballenablage besitzt die TKL nicht, benötigt sie nach meiner Erfahrung aber auch nicht zwingend. Meine Hände haben mir nach meinen abendlichen Zockersessions oder nach dem Arbeiten nie wehgetan - und das ist, was ich die meiste Zeit des Tages mache.

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Die kleinen Füßchen mit Gummiboden machen einen echt guten Job.

Für Gamer nützlich sind außerdem enthaltene Funktionen wie N-Key-Rollover, also die Fähigkeit mehrere Eingaben gleichzeitig erkennen zu können, Anti-Ghosting und ein Game-Mode, der gefährliche Tastenkombinationen wie Alt+F4 sperrt.

Bitte ein bisschen bunt

Da das Auge ja bekanntlich mitisst, geht es jetzt nochmal um die oberflächlicheren Werte. Ohne RGB geht heutzutage nichts mehr, das weiß auch eine TKL-Tastatur. Durch die freiliegenden LED kommt die Farbe richtig gut zur Geltung. Mit einer eigenen HyperX-Software namens NGENUITY könnt ihr die Tastatur nach eurem belieben Funkeln lassen. Dabei stehen euch zwar weniger Effekte zur Verfügung, wie bei anderen großen Herstellern, dafür ist das Programm sehr viel einfacher zu bedienen.

Ich hatte etwa zehn verschiedene Effekte zur Auswahl, die ich in ihrer Intensität, Helligkeit und Schnelligkeit einstellen konnte. Dabei könnt ihr die zu beleuchtenden Areale frei wählen. Besonders gut hat mir der Konfetti-Effekt gefallen, der eure Tasten zufällig bunt färbt und mit einem weichen Übergang abwechselnd die Farbe einzelner Tasten ändert. Das Ganze etwas langsamer und nicht ganz so grell und ich habe trotz der kleinen Auswahl ein echt hübsches Ergebnis.

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So habe ich meine Tastatur angepasst.

Alles ist das aber noch nicht, denn auch der Game-Mode kann hier ein- und ausgeschaltet werden und ihr könnt jede Taste mit Makros oder anderen Tastatur-Funktionen belegen. Da die Software noch in der Beta ist, kommen im Laufe der Zeit vielleicht noch ein paar Effekte oder Funktionen dazu.

Abseits von NGENUITY bietet die HyperX auch ein paar nette Features, die auf Teufel komm raus noch in die kompakte Tastatur gequetscht werden mussten. So erreicht ihr über die F-Tasten die drei Profile, die ihr über die Software erstellen könnt. Auch Multimedia-Tasten sind quasi vorhanden. Mit FN+F8 schaltet ihr zum Beispiel ein Lied weiter.

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Alle Multimedia-Tasten auf einen Blick.

In der Theorie cool in der Praxis etwas unpraktisch da zwei Tasten zum Bedienen benötigt werden (und man nur bequem an diese herankommt, wenn man sie mit der linken Hand bedient, wie ich mit meiner rechten schmerzlich feststellen musste). Zudem funktioniert die Pause- und Skip-Funktion nur, wenn die Anwendung nicht minimiert ist. Lautstärke, Mute-Button, Helligkeit und Game-Mode, der auch direkt auf der Tastatur eingeschaltet werden kann und sogar eine Kontrollleuchte besitzt, funktionieren unabhängig davon.

Die HyperX Alloy Origins Core TKL im deutschen Layout könnt ihr auf Amazon bestellen.

HyperX Alloy Origins Core Test Fazit

All das bekommt ihr für 109,99 Euro - ein wirklich gutes Preis-Leistungsverhältnis wie ich finde. Obwohl die HyperX Alloy Origins Core keinen Nummernblock besitzt, braucht sie sich nicht neben ihren großen Brüdern zu verstecken. Ich bin wirklich überrascht wie viel in dieser hochwertigen kleinen Tastatur steckt. Ein paar kleine Kompromisse muss sie an einigen Stellen eingehen, denn genug Platz für separate Multimedia-Knöpfe gibt es nicht. Zudem lässt sich über das Gewicht, die Vorliebe für bestimmte Switches und die abgespeckte Software streiten.

Abgesehen von diesen Punkten bringt die Alloy Origins Core alles mit, was sich ein Gamer mit Mittelklasse-Setup nur wünschen kann: ein solides Alu-Gehäuse mit einem tollen Tastengefühl, ein abnehmbares geflochtenes Kabel und einige Individualisierungsmöglichkeiten. Mich wird die kleine TKL wohl noch weiter auf Beutezügen, Arena-Runden, Entdeckungstouren und auf der Arbeit begleiten.

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Über den Autor:

Melanie Weißmann

Melanie Weißmann

News-Redakteurin  |  Melancholia_Mel

Melanie ist meist online am PC zu finden. Neben Multiplayern und Meer mag sie Alliterationen und dumme Wortspiele. Gelegentliches Lego-Bauen hilft ihr beim Abschalten.

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