In #Drive geht es nur um euch, euer Auto und die endlose Strecke

So lange ihr möchtet. Oder könnt.

Wenn ich nicht gerade mitten im Berufsverkehr unterwegs bin und jeden dritten oder vierten anderen Autofahrer verfluche, ist Autofahren durchaus eine entspannende Sache für mich. Es hat seine Vorteile, nicht in einem großen Ballungszentrum zu wohnen. Zum Glück bleiben mir der Berufs- oder Feierabendverkehr häufig erspart, zumal ich dank Home Office sowieso nicht zur Arbeit fahren muss. Und wenn ich einfach so ein paar Runden drehen möchte, ohne gleich an adrenalingeladenen Rennen mit aggressiven KI-Fahrern à la Dirt 5 teilzunehmen, schnappe ich mir meine Switch, starte #Drive und fahre einfach der Nase lang.

Inhalt:

Wobei ein wenig Adrenalin und Fingerspitzengefühl hier definitiv mitspielt, denn es geht darum, mit nichts anderem zusammenzustoßen, ob Verkehr oder Hauswände - ist nicht gesund! Okay, kleinere Rempler sind hier und da drin. Und wenn ihr von hinten oder vorne auf ein anderes Fahrzeug kracht oder von der Strecke fliegt, ist das nicht gleich dramatisch. Ein Tastendruck und es geht dann einfach von vorne los.

Mit #Drive im Flow

Im Grunde besteht das Ziel aber darin, in einen Flow zu geraten, sich durch den Verkehr an allen Hindernissen vorbeizuschlängeln, so lange wie möglich zu fahren - hey, es ist ein Endlos-Rennspiel, was erwartet ihr... - und so den eigenen Highscore im jeweiligen Level in die Höhe zu treiben. Von wenigen Sekunden, weil ihr nicht aufgepasst habt und gleich ins erstbeste Heck kracht, bis hin zu Minuten und Stunden ist alles möglich. Würde mich auch nicht überraschen, wenn es manche tagelang schaffen. Zugegeben, das ist in manchen Situationen nicht mehr ganz so entspannend, aber immer noch weit besser als im Feierabendverkehr zu stecken. Ihr seid hier nämlich nicht ganz ohne Ziele und Aufgaben unterwegs, wie es unter Umständen bisher den Anschein erweckt.

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Mit dem Foto-Modus setzt ihr euren Wagen in Szene.

Klar, ihr könnt einfach drauflos fahren und euch um nichts anderes kümmern, wenn ihr möchtet. Abseits dessen habt ihr euren Fahrerlevel, der anhand verschiedener Aufgabenstellungen steigt, indem ihr unter anderem Postkarten oder Donuts einsammelt. Die Kurse sind an verschiedene echte Schauplätze angelehnt, zum Beispiel steht Holzberg für Deutschland und erinnert ein wenig an ein bayerisches Dorf, weiterhin verschlägt es euch nach Japan oder Frankreich. Die letzte Strecke hebt dann ordentlich ab und führt euch auf den Mars!

Mehr als nur endloses Fahren

Mit den Postkarten schaltet ihr die Kurse nach und nach frei, während die Fahrzeugsammlung einen weiteren Sammleraspekt darstellt. Auf den Strecken sind zusätzlich Kronkorken verteilt, die eure Garage durch deren Investition Stück für Stück vergrößern. Am Ende habt ihr die Wahl zwischen 90 verschiedenen, nicht-lizenzierten Fahrzeugen - statt eines Volkswagen gibt's hier den Holzwagen - mit unterschiedlichen Werten in Sachen Tempo, Beschleunigung und Grip. Es gibt Upgrades für diese drei Kategorien, ebenso ein Coolness-Upgrade für ein anderes Design. Damit keiner behaupten kann, es stecke nicht ein wenig Anreiz hinter all der Fahrerei.

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Willkommen in Holzberg.

Beim Handling gibt's ebenso Unterschiede, abhängig vom gewählten Fahrzeug und dem Untergrund. Ihr merkt, wenn ihr auf Schnee, Sand oder Asphalt unterwegs seid, wenngleich die Fahrzeuge insgesamt einen leicht rutschigen Eindruck hinterlassen. Ist aber nicht mehr als Gewöhnungssache und kein großes Hindernis. Wohlüberlegt ist der Einsatz der Bremse, denn die hat einen kleinen Cooldown, sodass ihr nicht ständig mit gedrückter Bremse durch die Landschaften düst. Es gilt, diese in den richtigen Momenten einzusetzen, um ein Ausweichmanöver noch zu schaffen, die Ausfahrt zur Tankstelle zu erwischen, euer Gefährt zu reparieren oder Upgrades einzusammeln. Letztere sorgen für zusätzliche Abwechslung, indem ihr kurzzeitig freie Fahrt habt oder wie ein Schneepflug mit großer Schaufel andere Verkehrsteilnehmer einfach aus dem Weg rammt. So was wäre im echten Straßenverkehr ab und an ganz praktisch.

Ihr seht, hinter #Drive steckt mehr, als es nach den ersten Runden den Anschein erweckt. Im Kern ist es ein simples Endlos-Rennspiel, das mit seinen freischaltbaren Wagen, Strecken und Upgrades im Hintergrund sowie dem Highscore ausreichend Anreize anliefert, einen Run so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. Das ist kurzweilig, das macht Spaß und kostet mit 11 Euro nicht die Welt. Obendrein hat's einen simplistischen, aber schicken Stil, der sich mithilfe des enthaltenen Foto-Modus gut in Szene setzen lässt.

  • Entwickler / Publisher: Pixel Perfect Dude / PM Studios
  • Plattformen: Android, iOS, Nintendo Switch
  • Release-Datum: Erhältlich
  • Sprache: Deutsch, Englisch und weitere
  • Preis: 11 Euro

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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