Kein Fortnite mehr in China: Mitte November ist Schluss!

Es bleibt beim Test: Tencent und Epic werden ihr Lizenzabkommen über den Betrieb einer angepassten Version von Fortnite in China nicht verlängern. 

Ab dem 15. November wird man in China kein Fortnite mehr spielen können.

Nach nicht ganz drei Jahren ist damit Schluss mit der extra für den chinesischen Markt angepassten Version des größten Spiels der Welt. Die von Tencent betriebene Exklusivversion unterschied sich in einiger Hinsicht vom Original. Immerhin gibt es in der kommunistisch regierten Volksrepublik strenge Auflagen für Games.

Zum Beispiel hatte das Spiel keine Mikrotransaktionen und kosmetische Items durften weder Blut noch Totenköpfe zeigen.

In China gestaltete sich die Gesetzeslage für Videospiele-Fans immer schwieriger. Nicht zuletzt, weil Minderjährige unter 18 per Gesetz an nur drei Tagen der Woche je eine Stunde spielen dürfen.

Schon heute kann man sich nicht mehr für das Battle Royale registrieren, so die hiesige Website des Spiels, der Download wird nicht mehr angeboten.

Version war nie offiziell genehmigt

Bei der chinesischen Ausgabe handelte es sich von Beginn an um einen "Test", die chinesische Regierung hat den Zeitfresser nie offiziell durchgewunken.

Dass Epic bei der unsicheren Lage - die Bestimmungen änderten sich zuletzt vermehrt, auch die Genehmigung neuer Online-Spiele wurde erst im September vorerst eingestellt - irgendwann die Kosten-Nutzen-Rechnung zuungunsten der chinesischen Fortnite-Spieler aufmachen würde, war irgendwo auch klar.

So schreibt auch Branchenanalyst Daniel Ahmad auf Twitter:

"Letzten Endes gingen Epic und Tencent ein Lizenzabkommen über X Jahre ein, als sie entschieden, Fortnite nach China zu bringen. Und es ist klar, dass die Kosten der Änderungen / des Betriebs des Spiels / der Verlängerung der Lizenz keinen Sinn mehr ergibt, da es zu diesem Zeitpunkt keine Zulassung für das Spiel gibt."

Parallel zu den immer restriktiveren Bestimmungen zum Gebrauch von Videospielen wächst die dortige Entwicklerszene dennoch. Über Genshin Impact weiß wohl mittlerweile jeder Bescheid, Honor of Kings macht auch einen guten Eindruck, aber selbst Perlen mit Indie-Reizen kommen mittlerweile von dort, wie zuletzt F.I.S.T. - Forged in Shadow Torch.

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Über den Autor:

Alexander Bohn-Elias

Alexander Bohn-Elias

Stellv. Chefredakteur  |  derbohn

Alex schreibt seit 2001 über Spiele und war von Beginn an bei Eurogamer.de dabei. Er mag Highsmith-Romane, seinen Amiga 1200 und Tier-Dokus ohne Vögel.

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