Knappheit von PS5 und Xbox Series X "wird schlimmer, bevor sie besser wird"

Kampf um die Halbleiter.

  • Eine anonyme Quelle berichtet, dass die Halbleiterknappheit noch bis Weihnachten andauern könnte
  • Auch eine übermäßige Lagerung und fehlende Produktionsmöglichkeiten im Westen seien für die Knappheit verantwortlich
  • Ob Sony sein Verkaufsziel für die PS5 jetzt noch schafft?

Berichten zufolge könnte die weltweite Verknappung von Halbleitern dazu führen, dass noch bis Weihnachten nicht genügend Chips für PC und Konsolen zur Verfügung stehen. Schmilzt der Traum von einer PS5 unter dem Weihnachtsbaum langsam dahin wie der Schnee an einem warmen Dezembertag?

Bloomberg bezieht sich in seinem Bericht auf eine anonyme Quelle innerhalb der Lieferketten, die behauptet, dass Videospielfirmen mit ihren "kleinvolumigen" Käufen gegenüber den großen Tech-Giganten den Kürzeren ziehen werden, wenn es um den Kampf um die Halbleiter geht.

"Die Spiele-Hardware-Industrie macht sich darauf gefasst, dass die Versorgung im Jahr 2021 schlechter wird, bevor sie besser wird, was sich möglicherweise sogar auf das nächste Weihnachtsgeschäft auswirken könnte", hieß es.

Microsoft und Sony sind bereits seit vielen Monaten von Lieferengpässen betroffen. Besonders die Halbleiterknappheit zieht den Konsolen-Giganten einen Strich durch die Rechnung. Durch die fehlenden Halbleiter können die Hersteller keine Grafikkarten und Prozessoren für die Next-Gen-Konsolen produzieren und die Nachfrage nach PS5 und Xbox Series X kann nicht befriedigt werden.

Laut Bloomberg seien für die Knappheit auch übermäßige Lieferungen an große Unternehmen wie Apple und Huawei verantwortlich. Ebenso die gestiegene Nachfrage nach Halbleitern durch einige wenige asiatische Unternehmen, die mit damit während der Pandemie überfordert seien.

Samsung und TSMC seien die einzigen Möglichkeiten, außerhalb des asiatischen Raums die verknappten Teile zu produzieren. Einen Deal mit diesen Firmen einzugehen, sei jedoch ein langwieriges und kostspieliges Unterfangen, in das Jahre und Millionen gesteckt werden müssten, bis es Früchte trage.

Zuletzt zeigte sich Chip-Hersteller AMD noch hoffnungsvoll und berichtete, dass das Unternehmen mit einer Chip-Knappheit bis zum Sommer rechne. Der Insider-Bericht von Bloomberg deutet jedoch auf eine längere Dürreperiode hin.

Sonys ambitionierten Pläne, im ersten Jahr nach Markteinführung mehr PS5-Konsolen zu verkaufen als bei der PlayStation 4, scheint nun noch unerreichbarer als zuvor. Die durch die Corona-Wirtschaftskrise entstandene Knappheit wird sich sicherlich stark auf die Einnahmen der Konsolenhersteller auswirken.

Mit der jetzigen Produktionsgeschwindigkeit sehen Sony, Microsoft und Co. bald nicht mehr Schwarz auf ihrem Papier, sondern Rot. Schade eigentlich, den die Nachfrage nach elektronischen Geräten zu Unterhaltungszwecken war selten so hoch wie aktuell. Ohne die Verknappung hätte Sony sein Verkaufsziel sicher bald erreicht.

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Melanie Weißmann

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