Levine: BioShock hat Shooter gerettet

Es öffnete einen völlig neuen Markt

Ken Levine ist der Ansicht, dass BioShock das Shooter-Genre gerettet hat, indem es einen völlig neuen Markt öffnete.

"Ich kann Euch ziemlich sicher garantieren, dass es bei einem Misserfolg von BioShock niemals wieder ein solches Spiel gegeben hätte", so Levine gegenüber Eurogamer. "Ich weiß nicht mal, wie wir die Leute davon überzeugt haben, für BioShock zu bezahlen. Diese Spiele haben noch nie Geld eingebracht - jeder Publisher sagte uns bei der Vorstellung von BioShock, dass sich die Idee großartig anhöre und wir 150.000 Stück verkaufen würden - der Nächste!"

Levine antwortete damit auf eine Frage hinsichtlich der Kritik einiger Spieler, die sich ein komplexeres und herausfordernderes Spiel erhofft hatten. Dem stimmt er nicht zu und ist zudem der Meinung, dass sich Hardcore-Fans des Genres auf die positiven Eigenschaften konzentrieren sollten.

"Ehrlich gesagt wollten wir tief im Inneren diese Art von Gameplay popularisieren, an der wir so lange hingen", so Levine. "Wenn die erste Iteration davon nur ein kleines bisschen einfacher war als System Shock 2... Seht es mal so: Was glaubt Ihr, wie viele Spiele dieses Typs nun im Vergleich zu vorher entwickelt werden? Wie lange dauerte es, bis wir grünes Licht für diesen Titel bekamen?"

"Jetzt, zukünftige Spiele, Spiele der Konkurrenten, unsere Spiele... Wir können darauf aufbauen, dass Millionen von Leuten Kenntnis von diesem Genre haben. Wie oft wurde diese Art von Titeln zuvor gespielt? 300.000 oder 400.000 mal - vielleicht? Jetzt haben wegen dieses Spiels Millionen Leute dieses Genre erlebt."

Levine vergleicht die Situation mit der der Echtzeitstrategiespiele, die früher ebenfalls eine kleine Rolle spielten. "Geht zurück, spielt Dune 2 und schaut sie Euch dann an. Sie haben Warteschlangen gebaut. All die Komplexität, die man in Spielen wie Company of Heroes hat, mit Deckung und solchen Sachen... Es liegt an der Popularisierung eines Systems. Und die Leute waren bereit, darin zu investieren. Sie waren voller Zuversicht, dass es eine Zielgruppe geben würde."

"So großartig System Shock 2 und Deus Ex zuvor auch waren, niemand kaufte sie. Wir wollten das ändern. Ich denke, es sind im Hinblick darauf, wie tief diese Spiele gehen können, keine Grenzen gesetzt."

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News

Seit 2006 bei Eurogamer.de dabei, Redakteur und hauptverantwortlich für den Newsbereich. Begann seine Spielerlaufbahn auf dem PC mit Wing Commander, UFO und dem Bundesliga Manager, spielt mittlerweile aber hauptsächlich auf den Konsolen, genauer gesagt Xbox One, Xbox 360, Switch, PS4, Wii U, PS3 und 3DS. Ist grundsätzlich für viele Spiele und Genres offen und mag vieles, was mit Science-Fiction zu tun hat, kann aber mit JRPGs nicht wirklich viel anfangen. @f1r3storm auf Twitter.

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