Monster Hunter Tri

Auf der Jagd

Viele Third-Party-Spiele auf der Wii haben ein Problem. Sie mögen zwar durchaus gut sein, verkaufen sich aber nicht besonders. Unter Beachtung dieser Tatsache ist Monster Hunter Tri schon etwas ganz Spezielles, hat es sich doch kurz nach der Veröffentlichung in Japan zum bestverkauften Wii-Spiel eines Drittherstellers gemausert. Einen Teil dazu hat sicherlich auch der bekannte Name beigetragen, immerhin verkauften sich auch die Vorgänger auf den Sony-Plattformen wie geschnitten Brot.

Und nun findet das Spiel, für das sich die Entwickler „das Ziel gesetzt haben, das Spiel mit der besten Grafik“ auf der Wii zu machen, langsam aber sicher seinen Weg nach Europa. Nicht etwa nur über Capcom selbst, sondern in direkter Zusammenarbeit mit Nintendo. Sicherlich ein weiterer Beweis dafür, wie wichtig dem Konsolenhersteller dieser Titel ist. Und das zurecht.

Natürlich vertraut Monster Hunter Tri größtenteils weiter auf bewährte Konzepte, hat aber auch zahlreiche Verbesserungen und Neuerungen im Gepäck. Grundsätzlich geht es natürlich darum, dass man einmal mehr einen Jäger spielt und gewissermaßen dessen Leben lebt, was logischerweise wiederum hauptsächlich aus dem Jagen besteht. Damit ihr das virtuelle Alter Ego auch nach euren Wünschen formen könnt, habt ihr die Möglichkeit, zum Beispiel Geschlecht, Gesicht oder Stimme der Figur anzupassen.

Als Ausgangspunkt für das Abenteuer dient das Dörfchen Moga, das erst kürzlich von schweren Erdbeben heimgesucht wurde. Ihr sollt dabei herausfinden, ob das Ganze natürlichen Ursprungs ist oder ob irgendwelche Monster dafür verantwortlich sind. Außerdem befindet sich hier das Zuhause des Jägers, in dem er seine gesammelte Ausrüstung verwaltet. Auf einer Farm bauen unterdessen katzenartige Wesen Pflanzen für euch an und ernten sie ab. Das Dorf besteht insgesamt aus allerlei Gebäuden dieser Art. Ein weiteres wäre etwa die Schmiede. Bringt ihr bestimmte Rohstoffe dorthin, könnt ihr euch neue Gegenstände oder Dekorationen basteln lassen, die dann im Gegenzug bestimmte eurer Fähigkeiten verbessern. Dutzende verschiedener Waffen, Schilde oder Rüstungen profitieren dann von zusätzlichen Effekten, etwa Feuer oder Eis.

In Gesprächen mit Bewohnern oder anderen NPCs bekommt ihr unterdessen neue Aufgaben. Ob es nun ums Erlegen eines bestimmten Monsters geht oder jemand rohes Fleisch braucht, letztendlich seid ihr immer auf der Jagd. Den Zugang zu diesen Aufgaben bestimmt das Hunterranking, gewissermaßen ein Ersatz für das klassische Levelsystem anderer Spiele.

Im Großen und Ganzen fühlen sich die Umgebung und das Verhalten der Monster in der Welt auf den ersten Blick recht glaubwürdig an. Kleinere Viecher machen sich beispielsweise schnell aus dem Staub, wenn ein größeres Monster auftaucht. Oder sie trauen sich etwas zu und greifen es im Rudel an. Andere imitieren sogar „Hilferufe“ und locken somit Kreaturen an, die ihrem angeblichen Kollegen dann zur Unterstützung eilen und euch angreifen. Die Spielmechanik beruht hier auf dem Wissen voneinander und der gegenseitigen Beeinflussung.

Ein weiteres Beispiel dafür ist das, was man als „strategische Jagd“ bezeichnet. Hat man ein größeres Monster schwer angeschlagen, zeigt sich dessen Schwäche durch schwindende Feuerkraft und Feuerbälle, die euch dann deutlich verfehlen. Um dem entgegenzuwirken, streift das Vieh durch die Welt, frisst kleinere Monster und regeneriert somit seine Energie.

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Über den Autor:

Benjamin Jakobs

Benjamin Jakobs

Leitender Redakteur News  |  f1r3storm

Seit 2006 bei Eurogamer.de und spielt hauptsächlich auf Konsolen. Mag Sci-Fi, Star Wars UND Star Trek. @f1r3storm auf Twitter.

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