Narita Boy - Was man bekommt, wenn man Tron auf einem Amiga 8000 nacherzählt

Team 17 veröffentlicht das stilvolle Action-Adventure im Frühling

Es gibt aktuell so viele 80er-Dinge, das man leicht was übersieht, das wirklich vielversprechend aussieht. Narita Boy von Team 17 zum Beispiel, dessen Namen ich für alles andere als vielversprechend halte. Was zur Hölle ist ein Narita Boy? Was ist ein Narita? Will ich es überhaupt wissen? Sprach der reizüberflutete Kritiker und zog weiter...

Aber halt!, ruft Team 17. Es ist ein Retro-Style Abenteuer mit 2D-Gameplay, in dem der Held Arcade-Land rettet! Der Kritiker denkt: Oh gute Güte, noch so ein Ding, dass meine verklärten Kindheitserinnerungen mit billigen Neon-Tricks ausbeuten möchte... Team 17 ist mittlerweile lauter geworden: Schaut euch doch wenigstens den Trailer an! Es ist Gameplay drin! Puh... Na gut.

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Wow, das sieht gut aus! Nicht nur gut, auch interessanter als ich es erwartet hätte! Ich hatte irgendein 16-Bit-Pixel-Design mit einem Contra-Klon oder so etwas erwartet, aber nein. Nun, ja, vielleicht, ein wenig davon steckt auch in dem stilvollen Look und eine wichtige 80er-Referenz springt einen sofort an: Tron. Ihr speilt den Helden im Digitalen Königreich, das gerade vor die Hunde geht. Bösartiger Code dringt ein und droht alles zu unterjochen, was dort fröhlich auf tendenziell einem vergessene Mainframe herumlungert, dessen Stromrechnungen noch aus Gewohnheit bezahlt werden. Hier erkundet ihr hüpfend und mit dem "Techno-Schwert" gut gerüstet durch das, was wohl ein Metroidvania werden dürfte, um die Geheimnisse des mysteriösen Schöpfers zu ergründen. Angefangen von dessen Vergangenheit tief in Japans Spieleindustrie der 90er bis heute.

Versprochen wird ein neuer Spin alter Gameplay-Stile, ein mitreißender Synth-Soundtrack - natürlich - und jede Menge Techno-Schwert-Action. Ausgehend von dem Trailer kann ich sagen, dass ich den Stil sofort ins Herz geschlossen habe, wie scheinbar auch 5000+ Backer, die den Narita-Kickstarter zum Erfolg verhalfen. Es ist Pixel-Art, aber ein seltsamer Mix verschiedener Stile. Für mich wirkt es wie ein Look, der erfunden worden wäre, wenn es einen Amiga 8000 gegeben hätte und 3D ein wenig länger hätte auf sich warten lassen. Sehr vielversprechend.

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Außerdem hilft das Spiel wirklich, Arcade-World zu retten, denn diese realen Arcades oder was von ihnen übrig ist, scheinen Team 17 und dem Entwickler am Herzen zu liegen. Dieser ist übrigens Studio Koba, die nicht aus Japan stammen, sondern Barcelona. Zusammen unter dem Banner #SavingTheArcadeWorld unterstützen sie eine Reihe von Arcade-Museen, die leider in New York, London und Barcelona stehen und nicht hierzulande. Aber immerhin, wenn ihr mal dort seid und eines dieser Museen besucht könnt ihr unter anderem Team 17, Studio Koba und Narita Boy dafür danken. Wenn das Spiel denn gut wird. Was ich sehr hoffe. Erfahren werden wir es im Frühling auf Switch, PS4, PS5, Xbox und PC.

Und jetzt guckt euch den schicken Trailer an. Erst in Bewegung wirkt Narita so richtig.

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Über den Autor:

Martin Woger

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Chefredakteur  |  martinwoger

Chefredakteur seit 2011, Gamer seit 1984, Mensch seit 1975, mag PC-Engines und alles sonst, was nicht FIFA oder RTS heißt.

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